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Di., 30. April 2013, 10:00 Uhr
Dem Wormser Arbeitsmarkt fehlen konjunkturelle Impulse / Quote liegt derzeit bei 8,7 Prozent
Arbeitslosigkeit in Worms: 2 Prozent mehr als in Mainz und fast doppelt so viel wie im Landkreis!
Foto: Robert Lehr
Im April hat sich die Arbeitslosigkeit in Worms gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Belastet wurde der Arbeitsmarkt durch Kündigungen zum Quartalsende. Für eine Entlastung am Arbeitsmarkt sorgten im April wie bereits im Vormonat hauptsächlich Sonderfaktoren, insbesondere Eintritte in Maßnahmen zur Arbeits- und Berufsförderung. Am ersten Arbeitsmarkt gab es weiterhin keine Anzeichen für einen Frühjahrsaufschwung. „Zwar haben wir eine jahreszeitlich bedingte Zunahme der Stellenangebote im Hotel- und Gaststättenbereich, insgesamt ist das Stellenaufkommen aber rückläufig“, erklärt Tatjana Erben, Leiterin der Wormser Arbeitsagentur. Vor allem aus der Zeitarbeit seien deutlich weniger Stellen gemeldet worden. Auf der anderen Seite gebe es weiterhin viele Stellenangebote, die nur schwer oder gar nicht besetzt werden könnten.
„Insgesamt sind die Stellenbesetzungsverfahren schwieriger und langwieriger geworden. Ein wichtiger Teilbereich unserer Fördermaßnahmen konzentriert sich deshalb darauf, den anhaltend hohen Fachkräftebedarf in einigen Branchen etwa in der Pflege mittelfristig zu decken. Es freut mich, dass sich die Möglichkeit, gering qualifizierte Beschäftigte über ein spezielles Förderprogramm zu Fachkräften weiterzubilden insbesondere bei den Pflegeeinrichtungen inzwischen herumgesprochen hat. Wir haben auch in diesem Monat wieder zahlreiche Weiterbildungen von Beschäftigten zu qualifizierten Altenpflegern bewilligt.“
Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote Im April waren in der Stadt Worms insgesamt 3.752 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das waren 3 weniger als im März, aber 265 oder 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber März konstant bei 8,7 Prozent. Im Vorjahr hatte die Arbeitslosenquote im April 8,2 Prozent betragen.
Von der aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt profitierten vor allem männliche und ausländische Arbeitskräfte in den Helferberufen. Die Quote der männlichen Arbeitskräfte sank von 8,8 auf 8,5 Prozent, die der Frauen erhöhte sich dagegen von 8,7 auf 9,0 Prozent.
Wenig frühlingshaft zeigte sich im April die Nachfrage nach Arbeitskräften. Sie war deutlich schwächer als im Vormonat, erreicht aber etwa das Niveau des Vorjahres. Insbesondere die Zeitarbeitsunternehmen meldeten gut ein Drittel weniger offene Arbeitsstellen als im März. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber im April 222 offene Stellen. Das waren 84 weniger als im Vormonat.
Auf den übrigen regionalen Arbeitsmärkten Rheinhessens kam es zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit mit Ausnahme des Landkreises Mainz-Bingen, wo die Arbeitslosigkeit leicht anstieg.
Die Arbeitslosenquoten blieben jedoch außer in der Stadt Mainz unverändert. In der Stadt Worms bei 8,7 Prozent im Landkreis Alzey-Worms bei 4,9 Prozent und im Landkreis Mainz-Bingen bei 4,4 Prozent. In der Stadt Mainz sank die Quote von 6,4 auf 6,3 Prozent.