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  • Mi., 02. Januar 2019, 12:15 Uhr
    Gertrud und Alois Marschall sind Mitglieder Nr. 200 und 201 beim Rheinhessen Hospiz e.V.

    200er-Marke geknackt

    Über Mundpropaganda erfuhren Gertrud und Alois Marschall schon vor Monaten vom geplanten Rheinhessen Hospiz und wurden neugierig, wie ein solch umfangreiches Projekt ins Werk gesetzt werden solle. Aus ihrer reichen Lebenserfahrung wussten die rüstigen Leiselheimer, wie schnell eine gute und liebevolle Versorgung schwer erkrankter Menschen notwendig werden kann. Eine Vorsorge für ein Leben in Geborgenheit und Würde bis zuletzt war ein Ziel, dass sie sehr gerne unterstützen würden.

    Zunächst aber wollte sich das Paar eingehender informieren und so stand ihnen Joachim Putz vom Vorstand des Rheinhessen Hospiz e.V. Rede und Antwort. Das gute Gespräch löste bei Gertrud Marschall gleich eine ganze Reihe von Ideen und Initiativen aus: Als aktives Mitglied der Frauengemeinschaft kfd setzte sie sich dafür ein, dass der Erlös des Herbstmarktes zur Hälfte dem Rheinhessen Hospiz zur Verfügung gestellt werden konnte.

    Damit nicht genug, verzichtete Gertrud Marschall anlässlich ihres 70. Geburtstages auf persönliche Geschenke und bat ihre Gäste statt dessen um eine Gabe für ein stationäres Hospiz in Rheinhessen.

    Dauerhafte Unterstützung
    Damit die Unterstützung der guten Sache aber von Dauer sei, beschlossen die Eheleute dann, auch beide persönlich Mitglieder im Rheinhessen Hospiz e.V. zu werden.

    Dabei stellte sich heraus, dass die beiden Marschalls als 200. und 201. Mitglied in den von engagierten Bürgerinenn und Bürgern getragenen gemeinnützigen Verein aufgenommen wurden.

    Aus diesem besonderen Anlass begrüßte Dr. Christoph Kern als erster Vorsitzender die rührigen Neumitglieder und überreichte ein Vogelhaus der Lebenshilfe, dessen Dach sinnbildlich für jene Geborgenheit stehe, die ein Hospiz seinen Gästen bieten wolle.

    Dr. Oswald Burkhard verehrte dem Paar einen Rheinhessen-Sekt, denn bei aller Aufmerksamkeit für das Sterben gelte es, das Leben wert zu schätzen, es bis zuletzt zu ermöglichen und eben auch zu feiern, so der 2. Vorsitzende.

    Standort kann konkrete Gestalt annehmen
    Getrud und Alois Marschall zeigten sich sehr zufrieden, dass mit der Entscheidung der Vereinsmitglieder für den Standort Eppelsheim nun im neuen Jahr die Planung des Hospizes für Rheinhessen konkrete Gestalt annehmen kann. Dr. Kern stellte in Aussicht, dass das erstrebte Haus des Lebens in gut zwei Jahren eröffnen könne, damit lebensbedrohlich erkrankte Menschen nicht mehr so lange einen Hospizplatz suchen müssten, wie er es bislang in seiner Arbeit erlebe.

    Dr. Christoph Kern, Gertrud und Alois Marschall und Dr. Oswald Burkhard (von links).


     

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