
Extreme Wetterereignisse, Hitzeperioden und Trockenphasen prägen zunehmend das Bild der vergangenen Jahre in Deutschland. Nach einer ausgeprägten Frühjahrestrockenheit folgte im Jahr 2025 eine intensive Hitzewelle Ende Juni und Anfang Juli mit Temperaturen von über 35 Grad Celsius in vielen Regionen. Bereits in den Vorjahren hatten Starkregenereignisse und Hochwasser – etwa rund um Ems, Weser und Elbe zu Weihnachten 2023 oder in Süddeutschland im Sommer 2024 – deutlich gemacht, wie stark Wetterextreme Infrastruktur, Landwirtschaft und Gesellschaft belasten können.
Die klimatologische Einordnung solcher Ereignisse und ihre langfristige Entwicklung standen im Mittelpunkt der diesjährigen Klima-Pressekonferenz des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Neben der Klimabilanz des Jahres 2025 stellte der DWD erstmals Ergebnisse seiner neuen Referenz-Ensembles für Deutschland vor – eine qualitätsgeprüfte Datengrundlage für Klimaanpassung. „Mit den DWD-Referenz-Ensembles erhalten Bund, Länder und Kommunen verlässliche Daten, um Entscheidungen zur Anpassung an den Klimawandel fundiert treffen zu können“, sagte Tobias Fuchs, Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt des DWD.
Der Rückblick auf das Jahr 2025 bei der DWD-Klimapressekonferenz zeigte: Der langfristige Erwärmungstrend setzt sich fort. Mit einer Jahresmitteltemperatur von 10 Grad Celsius lag das vergangene Jahr in Deutschland weiterhin deutlich über den klimatologischen Referenzwerten früherer Jahrzehnte. Gleichzeitig machte eine ausgeprägte Trockenphase im Frühjahr deutlich, dass zunehmende Verdunstung und veränderte Niederschlagsmuster die Wasserverfügbarkeit in Deutschland zunehmend beeinflussen können. Im globalen Maßstab zeigte sich ein ähnliches Bild: Nach Angaben internationaler Klimadienste gehörte 2025 weltweit zu den drei wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen.
Weitere Informationen unter www.dwd.de
Beitrag aus der Rubrik