
Mit dem im Wagen eingerichteten Leitstand und dem voll automatisierten Fliegen der Drohne, konnten sich die Helfer zu 100% auf die Wärmebildkameras konzentrieren. Ein Pilot suchte und eine zweite Person wies die Helfer per Funk ein, da diese die Kitze nur sehr schwer im hohen Gras entdecken konnten. Ein Ehrenamt für Naturschutz und Tierwohl! Wilfried Cleres dankte allen Helfern für ihr Engagement, das frühe Aufstehen und ihre gelaufenen Kilometer.
Im aktuellen Jagdjahr fanden sich im Hegering Worms erstmals engagierte Bürger und Jäger zusammen, um mittels der durch die Kreisgruppe Alzey-Worms zur Verfügung gestellten Wärmebilddrohnen mit der Kitzrettung zu starten. Dank einer weiteren, sich im privaten Besitz befindlichen Hightech-Drohne, konnte die Kreisgruppe mit zwei Teams ehrenamtliche Einsätze zur Kitzrettung anbieten.
„Unsere Teams zeichnen sich durch Pragmatismus, zeitnahes Agieren mit dem Fokus auf das Tierwohl aus und nur dadurch war es im Großraum Worms, Altrhein, Zellertal und Donnersberg möglich Gelege von Bodenbrütern, Fasanenküken und bisher 23 Rehkitzen vor dem sicheren Mähtod zu bewahren“, so Cleres.
Besonders erfreulich ist es, dass die von ortsansässigen Jägern und Jagdausübungsberechtigten angesprochenen Landwirte und Winzer sehr positiv auf dieses Unterstützungsangebot reagierten und die anstehenden Mäh- und Mulcharbeiten erst in Abstimmung mit den Teams vornahmen.
Wichtig war es hierbei den Landwirten und Winzern zu vermitteln, dass die Verantwortung zum Vermeiden von Tierleid in ihrer Verantwortung liegt und dass ein jeglicher Einsatz der Kitzrettungsteams nur in Zusammenarbeit mit den lokalen Jagdberechtigten möglich ist. Hier sind alle aufgefordert, diese Botschaft „Kitzrettung“ weiter zu tragen und die jeweiligen Berufsstände zum Mitwirken zu sensibilisieren und zu motivieren.
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