Die Klausurtagung zum Stellenplan der Stadt Worms brachte keine Veränderung hinsichtliches des ursprünglichen Plans
25 neue Erzieherinnen in Kitas
Bei der Stadt Worms werden im nächsten Jahr 25 neue Stellen für Erzieherinnen geschaffen. Foto: Fotolia/Robert Kneschke
Von Gernot Kirch Die Anzahl der Beschäftigten bei der Stadt Worms wird im Jahr 2017 von 1.046 Arbeitnehmer wohl um 43 Mitarbeiter auf dann 1.089 ansteigen. Der Großteil der Neueinstellungen soll bei den Kitas mit 25 Arbeitsplätzen erfolgen. Der zweitgrößte Block umfasst den Bereich Soziales mit sechs neuen Postionen. Die restlichen zwölf Stellen verteilen sich auf die übrigen städtischen Aufgabenfelder wie Bürgerservice, Tourismus oder den Ordnungsdienst. Die neuen Stellen kosten die Stadt deutlich über eine Millionen Euro. Endgültig verabschiedet werden muss der gesamte Haushaltsentwurf noch am 21. Dezember im Stadtrat. Danach muss die übergeordnete Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier dem Etat noch zustimmen, wovon nicht auszugehen ist, sodass die eine oder andere Streichung zu erwarten ist.
Klausurtagung am Montag
Da es bei den Beratungen im Haupt- und Finanzausschuss am 16. November über den Haushalt der Stadt Worms hinsichtlich des Stellenplans für das Jahr 2017 noch zahlreiche Nachfragen gab, wurde für Montag, den 5. Dezember, eine zusätzliche Klausurtagung angesetzt. Allerdings brachte die Klausurtagung keine Veränderung in der beabsichtigten Erhöhung um 43 Stellen. Während es am 16. November noch eine leidenschaftliche Debatte gab, in der besonders die CDU heftige Kritik an dem Zuwachs übte, verlief die Klausurtagung am Montag in ruhigen Bahnen. Und dies auch deswegen, weil die Personalabteilung der Stadt die einzelnen Fraktionen im Vorfeld der Tagung noch einmal ausführlich über die Gründe für den Stellenzuwachs informierte.
Speziell die 25 neuen Erzieherinnen wurden von den Teilnehmern der Klausur denn auch als sehr positiv bewertet. Kritisch hinterfragt wurden von der CDU nur drei neue Stellen für Mitarbeiter, die zukünftig Dokumente einscannen sollen. Ganz zufrieden schien die CDU mit den Erklärungen dazu nicht. Der Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin ließ gegenüber dem NK denn auch offen, ob die Christdemokraten im Stadtart allen 43 geplanten, neuen Stellen zustimmen oder sie das Thema Scan-Kräfte noch einmal thematisieren werden.
Keine neue Abstimmung
Eine erneute Abstimmung erfolgte bei der Klausur am Montag nicht, sodass die Empfehlung vom 16. November zur Annahme des Stellenplans durch den Stadtrat Bestand hat. Damals hatten SPD und die Linken mit sieben Stimmen für den Stellenzuwachs gestimmt, während CDU, FDP, FWG und Grüne sich mit ihren neun Stimmen enthielten.
Große Klausur im März
Am 22. März wird es eine erneute große Klausurtagung zur Personalentwicklung bei der Stadt geben. Hier soll nicht nur die Anzahl der Stellen überprüft werden, sondern die Organisationsstruktur bzw. die Arbeistabläufe bei der Stadt sollen auf den Prüfstand, genauso wie die Auswirkungen der Digitalisierungen. Eine Frage ist dabei, welche Anträge zukünftig elektronisch bearbeitet werden können.
Aber allzu viele Hoffnungen auf weniger Beschäftigte bei der Stadt machten Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) und Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (CDU) dabei nicht, da die Aufgaben der Verwaltung alleine schon durch neue Gesetze aus Mainz und Berlin ständig zunehmen.
Prinzipiell gehe es am 22. März auch um ein Personalentwicklungskonzept, so OB Kissel, denn in den nächsten Jahren würden viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, was bedeutet, es müsse qualifizierter Nachwuchs gefunden werden. Der Kampf um die klugen Köpfe habe längst begonnen.