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  • Di., 17. April 2018, 14:31 Uhr
    Viel Lob für die Realisierung des Baugebiets „Hochheim-Ost“ / Kritik wegen fehlender Sozialwohnungen und der Beseitigung einer großen Hecke

    26 Wohnhäuser auf ehemaliger IHK-Fläche

    Wo zurzeit in Hochheim noch die alte IHK-Lehrwerkstatt stehet, sollte in Kürze 26 Doppelhäuser entstehen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Eines der Themen auf der Sitzung des Bauausschusses am Montagnachmittag im Wormser Rathaus war die Realisierung des Baugebietes „Hochheim-Ost“ auf dem Gelände der ehemaligen IHK-Lehrwerkstatt. Das Areal wird im Westen durch die Rudolf-Heilgers-Straße, im Osten durch den Schachschen Mühlweg und im Süden durch den Sportplatz des TuS Hochheim begrenzt. Der Stadtrat hatte das Projekt im vergangenen Jahr bereits einstimmig abgesegnet. Nun ging es um den Offenlagebeschluss. Dem stimmte der Bauaussschuss bei einer Enthaltung zu. Somit haben die Bürger nun im Wormser Rathaus die Möglichkeit den Entwurf des Bebauungsplans einzusehen und Einsprüche geltend zu machen. Der Entscheidung vorangegangen war zunächst ein Info-Teil. Hier stellte der Erschließungsträger, die Firma Wilma, Details vor. So sollen insgesamt 26 Doppellhäuser realisiert werden, die über zwei Geschosse sowie ein ausbaubares Dachgeschoss und einen Keller verfügen. Die Wohnfläche wird zwischen 130 und 150 Quadratmetern groß sein. Das Wohngebiet wird durch eine Straßenschleife mit drei Stichwegen erschlossen. Die Anbindung erfolgt über die Rudolf-Heilgers-Straße. Die Wohnbebauung soll sich an der umliegenden Bebauung orientieren, um den Charakter des Gebietes nicht zu verändern. Die Mitglieder des Bauausschusses äußersten sich prinzipiell positiv zu dem Vorhaben, zumal damit eine Brache, nämlich die ehemalige IHK-Lehrwerkstatt, in eine attraktive, neue Verwendung als Wohngebiet überführt wird. Es handelt sich hierbei auch um eine sogenannte innerstädtische Entwicklung, für die keine Felder oder Naturräume bebaut werden müssen.

    Zu wenig Sozialwohnungen

    Kritik gab es allerdings an zwei Aspekten. Richard Grünewald bemängelte, dass keine Wohnungen mit Sozialbindung entstehen. Er wies hier auf den städtischen „Masterplan Wohnen“ hin, in dem als Ziel formuliert sei, dass rund 25 Prozent des zu schaffenden Wohnraums für Menschen mit geringem Einkommen sein soll. Aber auch bei „Hochheim-Ost“, wie zuvor in einigen anderen neuen Baugebieten in Worms, geschehe dies nicht. Der Ortsvorsteher von Hochheim, Timo Horst, sah ebenfalls die Notwendigkeit von mehr Sozialwohnungen, sagte aber, dass die Stadt dies nur durchsetzen könne, wenn es um eine Bebauung städtischen Fläche gehe, in Hochheim handele es sich aber um einen privaten Investor. Richard Grünewald blieb hier hartnäckig und forderte für alle Baugebiete eine feste Quote für Sozialwohnungen, die jeder Investor realisieren müsse.

    Naturraum wird verkleinert

    Ein weiterer Kritikpunkt war das beabsichtigte Beseitigen einer großen Hecke am Schach’schen Mühlweg, da es sich um einen Rückzugs- und Nahrungsraum für Tiere handele. Karl Müller (FWG) sagte hier, dass die Hecke zirka sechs Meter breit sei, die als Ersatz vorgesehene Hecke auf den Grundstücken der Hausbesitzer aber nur rund zwei Meter. Baudezernet Uwe Franz wies in der Diskussion daraufhin, dass es sich bei der Hecke um einen schwierigen Abwägungsprozess zwischen dem Erhalt von Grünfläche und der Wohnbebauung handele. Der Erhalt der Hecke hätte bedeutet, dass weniger Häuser verwirlicht werden könnten. Daher habe man in diesem Fall der Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum die Priorität eingeräumt, zumal eine neue Hecke, wenn auch schmäler, entstehen werde.

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