Di., 11. März 2014, 22:09 Uhr
Jahreshauptversammlung der Mitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Osthofen e.V. / Tag der offenen Tür“ anlässlich des Rheinradelns am 4. Mai 2014
Mit eindrucksvollem Überblick über Aktivitäten im letzten Jahr
Großen Zuspruch fand die 16. Mitgliederversammlung des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Osthofen e.V. Im Versammlungsraum der Wehr konnte der Vorsitzende, Rolf Lochmann, neben zahlreiche Mitgliedern, Ehrenmitgliedern, aktiven Feuerwehrkameradinnen und –kameraden sowohl Stadtbürgermeister Wolfgang Itzerodt, als auch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westhofen, Walter Wagner, begrüßen.
Nach einem kurzen Gedenken an die im Jahr 2013 verstorbenen Mitglieder stellte Rolf Lochmann die Aufgaben und den Sinn des Fördervereins dar. „Dort, wo der Stadt finanzielle Grenzen gesetzt sind, springt der Förderverein ein, um die Wehr bei Anschaffungen und Ausrüstung, die über das gesetzliche Maß, d. h. die Standartausrüstung nach DIN, hinausgehen, zu unterstützen. Weiter unterstützt der Förderverein gerne sowohl die Kameradschaft und die Fitness der Wehr, als auch die Jugendarbeit“, so der Vorsitzende weiter. Der Förderverein zählt aktuell 450 Mitglieder, wünscht sich aber, dass die Zahl wächst. Jeder Hauseigentümer kann die Arbeit der Feuerwehr in Form einer Mitgliedschaft beim Förderverein unterstützen.
Tag der offenen Tür als wichtigste Veranstaltung
Als wichtigste Veranstaltung des Fördervereins in diesem Jahr nannte der Vorsitzende den „Tag der offenen Tür“ anlässlich des Rheinradelns am
4. Mai 2014.
In ihrem Bericht konnte die Kassiererin des Vereins, Britta Barth, erneut eine positive Bilanz aus dem letzten Jahr ziehen. Seitens des Kassenprüfers, Ernst Heinrich Ahl, wurde ihr eine ordnungsgemäße Kassenführung bescheinigt. Er bedankte sich für die umfangreiche und sorgfältige Arbeit.
Anschließend wurde der Vorstand durch die Mitglieder entlastet.
Neben Anschaffungen der Wehr wurde auch das Projekt „Rika“ und die Arbeit der Jugendfeuerwehr mit dem im letzen Jahr erzielten Überschuss finanziell, in Form von Zuschüssen, unterstützt.
Rolf Lochmann im Amt bestätigt
Bei den anstehenden Wahlen war die Wahl des Vorsitzenden der wichtigste Punkt. Die Amtszeit des Inhabers, Rolf Lochmann, sei abgelaufen, so der stellvertretende Vorsitzende Stefan Orlemann, der hierzu die Sitzung leitete. Der Amtsinhaber stellte sich einer Wiederwahl und wurde einstimmig gewählt. Bei den weiteren anstehenden Wahlen wie neuer Kassenprüfer und Beisitzer wurden jeweils einstimmige Beschlüsse gefasst. Bei der Satzung des Vereins sind, aufgrund der anstehenden Fusion einige redaktionelle Änderungen vorzunehmen, die auch einstimmig beschlossen wurden.
Im Anschluss an die Wahlen erklärte der Wehrleiter zunächst, dass es in der Führung der Wehr eine Änderung gab. Der seitherige stellvertretende Wehrleiter, Dieter Anders, legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Die Feuerwehrkameradinnen /-kameraden haben Ingo Honecker zum neuen stellvertretenden Wehrleier gewählt.
Auf eindrucksvolle Weise gab Wehrleiter Klaus Anders den Anwesenden danach einen Überblick über das Einsatzgeschehen, Übungen, Ausbildungen, Beschaffungen und Veranstaltungen des Jahres 2013. Die derzeit insgesamt 35 aktiven Wehrleute erbrachten eine Arbeitsleistung von ca. 7.000 Stunden, dies bedeutet einen Durchschnitt von ca. 200 Stunden je Feuerwehrkamerad/in, so der Wehrleiter in seiner Ausführung weiter.
69 Einsätze für die Wehr im abgelaufenen Jahr
Im Jahr 2013 hatte die Wehr 69 Einsätze, wobei die Brandeinätze ca. 1/3 betrugen. Klaus Anders machte deutlich, dass mittlerweile 2/3 der Einsätze zur technischen Hilfe oder Rettung von Personen dienen. Zu den größeren Einsätzen zählten u.a. beispielsweise der Brand eines Pelletlagers, ein Scheunenbrand in Mettenheim, ein Gefahrstoffeinsatz auf der A 61, eine Person vor einem Zug, eine Person unter einem Radlader, Wasserrohrbruch in der Rheinstraße, der Brand mit leider zwei Todesopfern in der Karl-Ullrich-Straße und der Wasserrohrbruch an Weihnachten „Am Schneller“. Bei Einsätzen mit Personenbeteiligung konnten die Einsatzkräfte im letzten Jahr vier Personen retten, leider mussten weitere vier Personen tot geborgen werden. Wehrleiter Anders zog aus seinem Bericht das Fazit, dass die Zahl der Aktiven leider immer mehr zurückginge, die Zahl der Einsatzstunden aber steigen würden.
Betreuerin für die Mädchen gesucht
Der Jugendfeuerwehrwart, Kai Unkelbach, stellte den Anwesenden anschließend in einem Überblick die Arbeit und Aktivitäten der derzeit 12 Jungen und 3 Mädchen der Jugendfeuer im vergangenen Jahr vor. Ihm stehen 2 Betreuer zur Seite, wobei eine Betreuerin für die Mädchen noch gesucht werde. Wie schon letztes Jahr, so bedauerte Kai Unkelbach erneut, dass nur wenige Jugendliche den Weg in die Jugendfeuerweher finden. Dieses Jahr wechselt mit Julius Orlemann ein Angehöriger in den aktiven Dienst.
Als Höhepunkt des Abends ehrte der Vorsitzende des Vereines zahlreiche Fördervereinsmitglieder für deren langjährige Mitgliedschaft.
Geehrt wurden:
Peter Reinecke und
Günther Rosenthal für 25 Jahre,
Rudi und
Richard Götz, Gerhard Hahn, Horst Schreiber und
Klaus Mehring für 40 Jahre
Georg Alleborn, Rudolf Hähnel und
Detlef Best für 50 Jahre.
Für besondere Verdienste um die Wehr wurde
Willi Günter zum Ehrenmitglied ernannt.
Anschließend nahm der Stadtbürgermeistereine Verpflichtung und zahlreiche Beförderungen vor.
Julius Orlemann wurde zum Feuerwehrmannanwärter verpflichtet.
Beförderungen:
Elke Büttler zur Oberfeuerwehrfrau,
Benjamin Fischer und
Oliver Diry zum Oberfeuerwehrmann,
Marcel Honecker und
Matthias Best zum Hauptfeuerwehrmann,
Uwe Fischer und
Dennis Schmitt zum Löschmeister,
Daniel Anders zum Brandmeister und die Bestellung zum Gruppenführer,
Jens Benedom zum Oberbrandmeister und die Bestellung zum Zugführer,und
Ingo Honecker und
Dirk Reinemer zu Hauptbrandmeistern und die Bestellung zu Verbandsführern.
Auszeichnungen:
Peter Reinecke und
Jens Benedom erhielten das Silberne Feuerwehrehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Wolfgang Itzerodt bedankte sich besonders bei den neuen Inhabern des Silbernen Feuerwehrehrenzeichens und stellte deutlich heraus, dass dies 25 Jahre uneigennützigen Dienst, nicht nur zum Wohle der Stadt, sondern auch deren Einwohnern, bedeute. Allen aktiven Wehrleuten zollte er für die geleistete Arbeit Respekt und Anerkennung für ihr Engagement.
Bürgermeister Walter Wagner, VG Westhofen, verzichtete, aufgrund der fortgeschrittenen Stunde, auf eine kurze Ansprache, wofür er großen Beifall erhielt.
Das Mitglied des Fördervereins, Klaus Eschenfelder, hatte aus alten Dias anlässlich der 100-Jahr-Feier der Wehr im Jahre 1976 eine CD zusammengestellt, die er der Versammlung kurz vorstellte.
Rolf Lochmann bedankte sich bei Allen und hoffte auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.
Alle, die geehrte und ausgezeichnet wurden, umrahmt von den offiziellen Vertretern der Stadt, der Verbandsgemeinde und des Fördervereins.