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  • Mo., 13. Januar 2020, 16:59 Uhr
    TISCHTENNIS 2. BUNDESLIGA: TV Leiselheim unterliegt nach unerklärlichem Fehlstart ins neue Jahr TuS Celle im Abstiegsduell mit 3:6

    30 Minuten Verspätung

    David McBeath (vorne) und Youssef Abdel-Aziz kamen in den ersten Minuten der Partie gegen TuS Celle regelrecht unter die Räder. Das Top-Duo des TV Leiselheim unterlag gegen Andrei Putuntika / Jiri Martinko sang- und klanglos in drei glatten Sätzen. Foto: Felix Diehl


    30 Minuten Verspätung zeigt die Uhr. Nein, nicht am Wormser Bahnhof oder am Flughafen Frankfurt steht der digitale Chronometer, der die Zeit anzeigt. Er ist am Leiselheimer Trappenberg zu finden. Dort, wo der TV Leiselheim seine Meisterschaftsspiele der 2. Tischtennis-Bundesliga austrägt. Samstagabend hatten die Wormser Vorortler zum Auftakt in die Rückrunde der Saison 2019/2020 TuS Celle zu Gast. Die Männer aus dem Norden von Niedersachsen waren pünktlich vor Ort. Die Gastgeber kamen zum ultimativen Abstiegsduell mit einer halben Stunde (sportlichem) Verzug. Nach einem kapitalen Fehlstart und einem schnellen fast kampflos erlittenen 0:3-Rückstand unterlag der Tabellenletzte TV Leiselheim TuS Celle mit 3:6. Der Abstieg aus der 2. Bundesliga ist für den letztjährigen Zweitliga-Aufsteiger aus der Nibelungenstadt wohl bereits nach nur zehn von 18 Spieltagen kaum mehr abzuwenden.

    Katastrophale Darbietung des TVL in den Doppeln

    „Ich habe dafür keine richtige Erklärung“, stand Christian Kaufhold nach der knapp dreistündigen Partie ziemlich ratlos neben den beiden Tischtennis-Tischen inmitten der Sporthalle am Trappenberg. Mit „dafür“ meinte der Trainer des Zweitligisten den katastrophalen Auftritt seiner Mannschaft zu Beginn in den beiden Doppeln. Wie das Kaninchen vor der Schlange standen die Gastgeber an den beiden Tischen. Körperspannung, Konzentration, Kampfgeist: Tugenden, die zunächst nur die Spieler einer Mannschaft an den Tag legten – die des TuS Celle. Eine Kopfsache? „Vielleicht“, rang Christian Kaufhold nach Worten. Die Faktenlage jedenfalls war schnell klar: Nach 30 Minuten lag der TVL schier aussichtslos mit 0:3 ohne einen einzigen Satzgewinn hinten, weil auch Leiselheims englischer Top-Spieler David McBeath ganz im Gegensatz zu vielen guten Partien in der Vorrunde im ersten Einzel des Abends gegen Tobias Hippler kaum einen Ball erfolgreich auf den Tisch brachte.

    Aufbäumen kommt viel zu spät

    „Positiv“, wie Christian Kaufhold befand, „wir kamen nach dem kollektiven Blackout zurück ins Spiel.“ In den restlichen sieben Einzeln löste sich ob der früh entschiedenen Begegnung scheinbar die mentale Handbremse bei den Leiselheimer Akteuren. Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius und David McBeath in seinem zweiten Einzel brachten den TVL gar auf 3:4 heran. Doch das Aufbäumen kam zu spät. TuS Celle hatte in Tobias Hippler und dem Tschechen Jiri Martinko die Matchwinner auf seiner Seite. Typisch für den bisherigen Saisonverlauf des TVL: Das bereits gewonnene Einzel von Vladimir Anca, Leiselheims Nummer vier, gegen Jannik Xu kam nicht mehr in die Wertung. Und so galt am Ende einer enttäuschend verlaufenen Partie für die Männer vom Leiselheimer Trappenberg die Erkenntnis: Wer zu spät kommt, den bestraft der TuS Celle.

    Tischtennis – 2. Bundesliga
    TV Leiselheim vs. TuS Celle (Niedersachsen) 3:6 Spiele / 11:22 Sätze
    Punkte TVL: David McBeath, Youssef Abdel-Aziz, Medardas Stankevicius.
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