
Von Marcus Diehl › 300 geleistete Spiele sind in der heutigen Zeit nicht gerade eine alltägliche Anzahl für einen Fußballspieler – und das auch noch für einen einzigen Verein. Seit 2011 trägt Mathias Tillschneider das Trikot der TSG Pfeddersheim. Vom damaligen Regionalligisten 1. FC Kaiserslautern II wollte er wieder zurück in die Heimat. Zwei Spielzeiten lang versuchte er sein Glück im höheren Fußball. Zurückgeworfen von einer langwierigen Verletzung kam das Angebot der TSG Pfeddersheim damals gerade recht. „Ich bin ein bodenständiger Typ und die berufliche Laufbahn hatte Vorrang“, war Matthias froh, wieder in Worms Fußball spielen zu dürfen.
Es sei nicht sein naturell, jedes Jahr für einen anderes Team zu spielen, so Tillschneider. Natürlich kann eine gewisse Vereinstreue nicht geplant werden, aber sie kann gelebt werden. In seiner bisherigen Laufbahn schnürte er nur für drei Vereine seine Fußballschuhe, die komplette Jugend beim SV Horchheim. Als A-Jugendlicher war er Stammspieler bei den Aktiven. In der ersten Saison bei der TSG konnte sofort die Meisterschaft in der Verbandsliga gefeiert werden. Seitdem war er als Stammspieler und, von Saison zu Saison immer mehr, eine Führungspersönlichkeit. Die TSG ohne Mathias Tillschneider: unvorstellbar. Seitdem spielt die TSG in der Oberliga, auch ein Verdienst vom Jubilar. Angebote, den Verein zu wechseln, kamen natürlich herein. „In den ersten Jahren wurden einige Anfragen gestellt, aber nicht so viele, wie manche vielleicht glauben. Das richtige Angebot, auch vom Stadtrivalen, das mich hätte überzeugen können, war nicht dabei“, so Tillschneider. „Ich habe immer frühzeitig verlängert, das hat vielleicht einige abgehalten.“
300 Spiele, 45 erzielte Tore und 11 Vorlagen, eine ganz gute Bilanz und das als Defensivspieler. Die TSG Pfeddersheim ist froh, einen Mathias Tillschneider in seinen Reihen zu haben und Mathias ist froh, mit der TSG seine fußballerische Heimat gefunden zu haben.