Bundestagskandidat Marcus Held zu Gast beim Diakonischen Werk
Förderprojekt Soziale Stadt unverzichtbar
"Das Förderprogramm Soziale Stadt war für den Wormser Süden von enormer Bedeutung. Als Abgeordneter möchte ich mich dafür einsetzen, dass diese Unterstützung durch den Bund wieder eingeführt wird“, so Bundestagskandidat Marcus Held nach seinem Besuch bei der Diakonie. Die Leiterin der Diakonie Alzey-Worms Anne Fennel und der Leiter der Mainzer Diakonie Georg Steitz führten Marcus Held die Vielfalt der Arbeit in der Nibelungenstadt vor Augen.
Dabei stand der Besuch der Arbeitsschwerpunkte in der Boosstraße und die dortige positive Entwicklung der letzten Jahre im Mittelpunkt. Der Leiter der Spiel und Lernstube Gerold Hirschler machte gegenüber Marcus Held deutlich: "Man kann nicht Lebensgewohnheiten über Nacht ändern, ein Projekt wie hier im Wormser Süden benötigt mehrere Jahre Arbeit um Ergebnisse zu erzielen. Dennoch konnten deutliche Fortschritte gegenüber der früheren Situation im Wohnviertel erzielt werden, was auch die Wohnbau als Vermieterin der Wohnungen bestätigen kann“, so Gerold Hirschler.
Vor dem Hintergrund der positiven Eindrücke in der Lernstube, in die eine Kindertagesstätte und ein Hort integriert ist, war sich auch Held sicher: „Das Förderprogramm Soziale Stadt darf nicht nur für bauliche Maßnahmen gelten, wie es CDU und FDP beschlossen haben. Wir müssen es gerade wieder für soziale Belange öffnen und das wollen wir als SPD. Die rigorose Abschaffung dieser Fördermöglichkeit ist ein Schlag ins Kontor für alle Menschen die hier leben“. Durch die Förderung im sozialen Bereich konnte der Kontakt zu den Menschen wesentlich erleichtert werden. „Der pädagogische Faktor und das Angebot der Lernkurse wie zum Beispiel der Sprachkurse schaffen einen sozialen Zusammenhalt vor Ort aus dem mehr entstehen kann“, betonte Gerold Hirschler gegenüber dem Bundestagskandidaten.
Zuvor besichtige Marcus Held das Café „Beim Luther“ der Diakonie mitten in Wormser Zentrum. Die Anlaufstelle für Touristen aber auch für ratssuchende Bürger besteht seit 2012 und habe sich sehr erfolgreich entwickelt, erläuterte Anne Fennel. „Für mich ist es besonders beeindruckend, dass Ehrenamtliche hier den Laden organisieren und somit ein wichtiges Aushängeschild für die Diakonie sind“, so Marcus Held. „Viele Menschen kommen hier her, weil sie Rat suchen. Hier verweisen unsere Fachkräfte sie dann an die notwendigen Fachberater weiter“, erläuterte Anne Fennel.
So zum Beispiel an die Schwangerschaftsberatung, für die Heidi Koppenhöfer zuständig ist. Die Beraterin hat rund 300 Fälle im Jahr zu betreuen und kann als einzige Stelle in Worms die für einen Schwangerschaftsabbruch notwendige Bescheinigung ausstellen. „Es ist uns sehr wichtig, dass betroffene Frauen innerhalb kürzester Zeit einen Beratungstermin bekommen, da sie sich häufig in einer sehr schwierigen persönlichen Lage befinden und Existenzängste haben“, so Koppenhöfer. In den letzten Jahren hätten sich vor allem Fälle gehäuft, in denen es im Zusammenhang mit k.o. Tropfen bei Partys zu Beratungsbedarf gekommen ist.
Die Fachleute der Diakonie legten dem Bundestagskandidaten nahe sich für weniger Bürokratie bei den Jobcentern stark zu machen: „Mittel für den Kauf von Babymöbeln können nicht erst bewilligt werden wenn das Kind geboren ist. Mütter müssen auch eine Chance bekommen sich im Vorfeld darauf einrichten zu können“, so die Erfahrung aus den Beratungen.
Marcus Held zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Aktivitäten der Diakonie in der Nibelungenstadt und äußerte zum Abschluss des Besuchs den Wunsch, sich als Abgeordneter für die sozialen Belange noch stärker einsetzen zu können.