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  • Do., 17. Dezember 2020, 17:53 Uhr
    Stadtverwaltung Worms: Wahrscheinlich wird ab dem 4. Januar in der Nikolaus-Dörr-Halle geimpft

    Impfzentrum ist startklar!

    Zu Beginn der Impfkampagne soll zunächst nur eine Impfstraße in Betrieb gehen. Nach etwa drei Wochen soll auch die zweite Impfstraße geöffnet werden. Diese befindet sich auf der Rückseite der ersten sieben Kabinen. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser


    Jetzt fehlt nur noch der Impfstoff. Ansonsten ist die Stadt Worms bereit, die Impfkampagne zu beginnen. Auch die Einrichtungselemente, die das Land selbst anschaffen wollte – etwa den speziellen Kühlschrank zur Aufbewahrung des Impfstoffs oder die Großbildschirme für die Gruppenaufklärung – wurden inzwischen angeliefert. Insgesamt 30 Impfzentren wird es in Rheinland-Pfalz geben.

    Frühzeitig hatte Oberbürgermeister Adolf Kessel entschieden, auf eine interkommunale Lösung – etwa zusammen mit dem angrenzenden Landkreis Alzey-Worms – zu verzichten und für Worms ein eigenes Impfzentrum einzurichten. Wie vom Land gefordert, hat der OB einen Impfkoordinator mit Stellvertreter ernannt. Diese wiederum haben ein Team zusammengestellt, um das Thema Impfzentrum möglichst schnell umsetzen zu können. 

    Nach aktuellem Stand sei ab dem 4. Januar mit ersten Impfungen in Worms zu rechnen, berichtet Impfkoordinator Dieter Hermann. Doch diese werden vermutlich zunächst überwiegend nicht im Impfzentrum vorgenommen, sondern in Senioreneinrichtungen, denn gemäß den Vorgaben der Bundesregierung sollen Senioren über 80 zuerst geimpft werden. Und da ein großer Anteil dieses Personenkreises in Pflegeheimen lebt, werden die Impfungen wohl auch dort beginnen. Zuständig dafür sind so genannte „mobile Impfteams“, die die entsprechenden Einrichtungen aufsuchen und vom Land gestellt werden.   

    Zunächst in stärker betroffenen Kreisen und Städten
    Übrigens: Auch wenn der Impfstoff noch in diesem Jahr freigegeben wird, werden die Impfungen in Worms vermutlich nicht früher beginnen, da aller Voraussicht nach zuerst in Städten und Landkreisen mit höheren Inzidenzwerten geimpft wird. Die aktuellen Werte für den Landkreis und die Stadt sind unter https://nibelungen-kurier.de/393832-2/ zu finden

    Ungeachtet dieser Priorisierung ist die Nikolaus-Dörr-Halle gerichtet für die ersten Impfungen vor Ort. „Unsere Mitarbeiter haben hier eine tolle Leistung vollbracht und alles, was von der Stadt erwartet wird, zügig umgesetzt, wofür ihnen mein ausdrücklicher Dank gebührt“, lobt OB Kessel.

    Raumkapazitäten nahezu ausgeschöpft
    Die beiden Impfkoordinatoren Dieter Hermann und Waldemar Schuckmann haben die Raumkapazitäten der Halle nahezu voll ausgeschöpft. Neben den eigentlichen beiden Impfstraßen mit jeweils sieben Impfkabinen, die auf den ersten Blick ein wenig an Messestände erinnern, gibt es Wartebereiche, Arztzimmer, Sozialräume für Mitarbeiter, einen Apothekerraum und sogar ein Erste-Hilfe-Zimmer. Bei den Kabinenabtrennungen handelt es sich in der Tat um Messewände, geliefert und aufgebaut von der Firma Renkenberger. Der Vorteil an den Räumlichkeiten der Nikolaus-Dörr-Halle: Fast alle Bereiche verfügen über eigene sanitäre Anlagen. Zudem sind alle Räume barrierefrei zu erreichen. Die eigentlichen Impfkabinen sind großzügig bemessen, können auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden und im Bedarfsfall bieten sie auch noch Platz für eine Begleitperson. 

    Termine nur über Landes-Hotline
    Was erwartet Impf-Patienten im Rahmen des Procederes? Eine wichtige Information vorab: Termine für Impfungen können ausschließlich über eine Hotline des Landes vereinbart werden. Wann diese Hotline freigeschaltet wird, ist noch nicht bekannt. Die Stadt selbst kann keine Impftermine vergeben. 

    Wer dann vom Land einen Termin erhalten hat, hat am Impftag im besten Fall bereits ausgefüllte Formulare dabei, die vorab zugeschickt werden, und benutzt den Vordereingang an der Mainzer Straße. Im Vorraum steht ein Desinfektionsmittelspender bereit. Dort werden die Patienten zudem von einem Sicherheitsmitarbeiter zur Vorlage der Terminbestätigung aufgefordert, die Körpertemperatur wird gemessen. Erst dann kann die Halle betreten werden. 

    Direkt am Eingang befindet sich der Empfangstresen, an dem die Formalitäten geregelt werden – Terminbestätigung nochmals vorlegen, Versichertenkarte auslesen, kurze Erklärung des Ablaufs, Aushändigung des so genannten Laufzettels. Von dort aus gelangen die Patienten in den Wartebereich und können entscheiden, ob sie zur Aufklärung ein Video anschauen oder mit einem anwesenden Arzt ein persönliches Gespräch in einem eigens dafür vorgesehenen Zimmer führen möchten. Für Arztgespräche gibt es einen separaten Wartebereich.

    Nach der Aufklärung – entweder per Video oder durch einen Arzt – wird dem Patienten von einem weiteren Sicherheitsmitarbeiter eine freie Kabine zugewiesen. Von nun an geht alles ganz schnell: Die Injektionen sind bereits vorbereitet (der Impfstoff wird von Apothekern bzw. PTAs in einem separaten Raum aufbereitet) und können umgehend verimpft werden. 

    Eigens mit „Check-out-Terminal“
    Nach einer kurzen Beobachtungszeit auf einer weiteren Tribüne können die Patienten die Halle auf der hinteren Seite verlassen. Vorher muss jedoch noch das „Check-out-Terminal“ passiert werden. Dort erhalten die Geimpften ein Formular für etwaige Nebenwirkungen und werden gebeten, in der Zeit bis zur Zweitimpfung etwaige Nebenwirkungen zu beobachten und auf dem Formular zu notieren.

    In einem ein-Schicht-Betrieb mit einer Impfstraße sind alle 15 Minuten sieben bis acht Patienten vorgesehen, sodass pro Stunde bis zu 32 Menschen geimpft werden können. Mit Vor- und Nachbereitungszeit für das Personal entspricht dies etwa 200 Impfungen pro Tag. Die genauen Öffnungszeiten des Impfzentrums stehen noch nicht fest und sind zudem auch abhängig von der Anzahl der Impfdosen, die die Stadt vom Land erhält. 

     

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