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  • Mo., 26. Mai 2014, 13:09 Uhr
    Festakt mit vielfältigem Programm-Reigen

    40 Jahre Orden der Freunde des Pfeddersheimer Weins

    Bei den fünfstündigen Jubiläumsfeierlichkeiten in der Aula der Paternusschule standen Ehrungen von Jubilaren, Neuaufnahme eines Weinfreundes sowie Bilderfolge der vergangenen 40 Jahre im Mittelpunkt.


    Bei den Feierlichkeiten "40 Jahre Orden der Freunde des Pfeddersheimer Weins" ließ Vorsitzender Günter Bleise in einem kurzen Abriss die letzten 40 Jahre des Weinordens Revue passieren und erwähnte vor allem den Gründer Werner Egelhof, damaliger Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Pfeddersheimer Winzer, sowie die beiden ersten Vorsitzenden Heinrich Reifenberg und Günter Schöneberger, die den Titel "Paternikus" erhielten. Als Beispiele zunehmender Eigendynamik des Weinordens nannte er neben den vielen Fachexkursionen in nationale und internationale Weinbaugebiete das große Georg Scheu-Gedächtnisjahr mit Stiftung einer Gedenktafel an historischer Stelle, die Gestaltung der Feierlichkeiten zum 500jährigen Riesling-Jubiläum und auch die viel beachtete Weinprobe mit Weinen aus den Regionen der Wormser Partnerstädte. Durch die internationalen Kontakte sei es für den Orden wichtig gewesen, vor zwei Jahren in die Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften einzutreten. Der Bedeutung der Frauen im Weinbau habe man dadurch entsprochen, dass seit einigen Jahren auch Frauen in den Weinorden aufgenommen werden.

    Aus dem Kreis langjähriger Mitglieder, von denen einige nicht teilnehmen konnten, zeichnete Vorsitzender Günter Bleise für 30-jährige Mitgliedschaft Julius Beck und Willi Eller für 35-jährige Mitgliedschaft mit Ehrenurkunden aus. Neu in den Weinorden aufgenommen wurde unter der Patenschaft von Mitglied Norbert Barwich der Frankenthaler Hermann Grillenberger, der nach leichten Schulterschlägen mit urigem "Wingertsknorzen" die Ordensziele mit einem öffentlichem Gelöbnis anerkannte.

    Viele Erinnerungen an die vergangenen 40 Jahre des Weinordens wurden durch eine Power-Point-Präsentation von Vorstandsmitglied Dieter Kirchner wachgerufen, wobei nicht zuletzt das "Kommen und Gehen" von Ordensmitgliedern ins Bewusstsein rückten. Im Wechsel mit den einzelnen Programmpunkten war es der rheinhessischen Weinprinzessin Marlene Schuck aus Schwabenheim vorbehalten, elf Weine aus Neuzüchtungen vorzustellen: Da hörten und verkosteten die über 40 Festteilnehmer Weine mit so exotischen Namen wie "Saphira", "Villaris", "Felicia" oder "Solaris", "Pinotin" bis hin zu "Calandro" und "Reberger". Prägnant charakterisierte die Weinprinzessin diese Weine und meinte abschließend: "Die Neuzüchtungen können sich sehen lassen!"

    Von der wissenschaftlichen Seite skizzierte Dr. Jürgen Sturm von der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg die Rebenneuzüchtungen der letzten 40 Jahre. Er zeigte deren Ziele, aber auch ihre Grenzen und vor allem die lange Dauer bis zum Erfolg: "Der Rebenzüchter erlebt nicht seine Zuchterfolge, die erfährt erst sein Nachfolger", so der Referent. Gegenwärtig betrage der Anteil an Neuzüchtungen etwa 30 Prozent. Während die 1980er Jahre das Jahrzehnt der Neuzüchtungen gewesen seien, habe man sich in jüngerer Zeit wieder auf die "klassischen Rebsorten" zurück besonnen. Auch die Rebenneuzüchtung unterliege dem Zeitgeist.

    Abschließende Dankesworte richtete Günter Bleise an alle "Akteure" des Jubiläumsabends, vor allem an Jürgen Germroth für die "georderten Weine".

     

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