Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 25. August 2021, 13:08 Uhr
    BATNIGHT: Am 28. und 29. August findet die 25. europaweite Nacht der Fledermäuse statt / NABU gibt vier Tipps für einen fledermausfreundlichen Garten

    Zum Schutz der „Schönen der Nacht“

    „Les Belles de nuit“, die „Schönen der Nacht“, werden sie in Fachkreisen liebevoll genannt. Gemeint sind Fledermäuse. Die, die mit ihren Ohren sehen, mit ihren Händen fliegen und mit bis zu 1.100 Herzschlägen pro Minute durch die Dunkelheit rauschen. Zur 25. Batnight am 28. und 29. August kann man die Tiere bei rund 100 regionalen NABU-Veranstaltungen erleben und ihre faszinierenden Flugkünste in der Dämmerung beobachten.

    „Die alljährliche Fledermausnacht soll auf die Bedrohung der Tiere aufmerksam machen“, sagt Fiona Brurein, Mitarbeiterin im Projekt „Fledermäuse Willkommen!“. „Hauptursache für die Gefährdung der heimischen Fledermausarten ist der Verlust von geeigneten Lebensräumen. Durch die Sanierung alter Gebäude und das Abholzen von alten Bäumen finden Fledermäuse immer weniger Unterschlupf“, so Brurein. Probleme bereitet den Fledermäusen auch das Insektensterben, das sich negativ auf die Bestände auswirken könnte. „Der Einsatz von Pestiziden verringert den Bestand an Nachtfaltern und anderen Insekten, von denen sich heimische Fledermäuse ausschließlich ernähren, oder vergiftet die Tiere über die Nahrungskette selbst.“

    Von den 25 in Deutschland heimischen Arten sind drei akut vom Aussterben bedroht. Vier Arten gelten als stark gefährdet und weitere fünf stehen auf der Vorwarnliste. Brurein: „Umso wichtiger ist es, mit Aktionen wie der Batnight über die Tiere aufzuklären und zu vermitteln, wie ihnen geholfen werden kann. Etwa, indem man seinen Garten fledermausfreundlich gestaltet.“ Der NABU gibt dazu vier Tipps:

    Beet als Buffet
    Ein Beet als Buffet: Nachtblühende, nektarreiche Blütenpflanzen, zum Beispiel Leimkraut, Seifenkraut und Wegwarte, sind ein Feinschmeckerlokal für die Tiere. Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten. Je artenreicher der Garten, desto mehr Insekten tummeln sich dort.

    Ein Haus für die Fledermaus
    Höhlen und Spalten in und an alten Bäumen, am Gebäude, in Kellern oder Kartoffelmieten werden gern als Quartier genutzt. Wo es das nicht gibt, kann Wohnraum geschaffen werden. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten an der Giebelwand sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gerne angenommen. Viele Kästen lassen sich auch in Bäumen anbringen. Geeignete Fledermauskästen gibt es im Fachhandel – oder man baut sie einfach selbst.

    Einen Teich anlegen
    Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch.

    Garten ohne Gift
    Herbizide und Kunstdünger haben in einem naturnahen Garten nichts verloren. Wer Fledermäusen helfen will, setzt auf giftfreies Gärtnern.

    Bestehende Quartiere erhalten
    Gärtnerinnen und Gärtner, die diese Tipps beherzigen, können besonders jetzt im Spätsommer die Flugkünste von Zwergfledermaus, Großem Abendsegler & Co. am Abendhimmel bewundern. Der NABU Rheinland-Pfalz zeichnet Personen aus, die sich im Fledermausschutz einsetzten, in dem sie bestehende Quartiere erhalten oder neue anbieten. Auf der Webseite des NABU Rheinland-Pfalz kann man sich über ein bereitgestelltes Formular bewerben. Diese Aktion wird vom vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz im Rahmen der „Aktion Grün“ gefördert.

    Ein Braunes Langohr im Flug durch Nachtkerzen. Foto: NABU/Dietmar-Nill


     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Ticketshop
    Anzeige Klinikum Worms - Tag der offenen TürAnzeige das WormserAnzeige Amtsblatt