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Mi., 02. Dezember 2015, 18:14 Uhr
Regionales Kirchenparlament tagt in Wormser Friedrichsgemeinde / Konstituierende Synode findet am 1. Februar 2016 statt
5.000 Euro für die Flüchtlingshilfe im Nahen Osten
Dekan Harald Storch, Kristine Weitzel, Hans-Otto Rödder und Präses Alexander Ebert (von links). Foto: Yvonne Schnur
Zu letzten Mal während der sechsjährigen Amtsperiode kamen die Synodalen des Evangelischen Dekanats Worms-Wonnegau am 1. Dezember in der Wormser Friedrichsgemeinde zusammen. Als Dank für das langjährige Engagement der ehrenamtlichen Gemeindevertreter wurde die Tagung mit einem Orgelkonzert eröffnet. Es spielte Bernhardt Brandt-Hofmeister aus Darmstadt.
Auf 30 Dienstjahre im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau darf Dekanatskantorin Kristine Weitzel bereits zurückblicken. "In jungen Jahren durfte ich bei Ihnen schon die Orgelbank drücken", erinnerte sich Präses Alexander Ebert und freute sich umso mehr, der Musikerin persönlich zum Dienstjubiläum gratulieren zu dürfen. Auch dem langjährigen Dekanatsjugendreferenten Hans-Otto Rödder gebührte ein besonderer Dank. Der 65-Jährige ist bereits seit einem halben Jahr rentenberechtigt, engagiert sich jedoch weiter für die Jugendarbeit im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau. Im kommenden Jahr wird er zudem als Eventmanager im Rahmen des Reformationsjubiläums tätig sein.
Einstimmige Entscheidung
Die rund 1.300 Euro Zinsen, die laut vorgestelltem Haushaltsbericht durch Rücklagen erwirtschaftet wurden, rundeten die 77 anwesenden Synodalen einstimmig auf: Um die Schneller-Schulen im Nahen Osten zu unterstützen, spendet das Evangelische Dekanat 5.000 Euro an den Evangelischen Verein für die Schneller-Schulen (EVS) in der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). Es handele sich dabei um ein "sehr unterstützenswertes Projekt", wie Pfarrer Klaus Fischer zu berichten wusste. Im Rahmen eines Studienaufenthalts besuchte er die Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon (Khirbet Kanafar), wo christliche und muslimische Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Sie stammen in der Regel aus Flüchtlingsfamilien, die sich das Schulgeld nicht leisten können. Nach dem Schulabschluss kann ein Teil der Jugendlichen eine handwerkliche Ausbildung in den Werkstätten der Schulen absolvieren. "So lernen sie Toleranz von Anfang an - ein gelungenes Beispiel der Flüchtlingshilfe", so Fischer.
Auch auf Ebene der Landeskirche wurde beschlossen, die Flüchtlingsarbeit großzügig zu unterstützen, wie Dr. Ulrich Oelschläger, Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie Synodaler der Wormser Magnusgemeinde, berichtete. Vor wenigen Tagen tagte die Kirchensynode in Frankfurt und stellte 21 Millionen Euro für das kommende Haushaltsjahr zu Verfügung, um die Arbeit mit Flüchtlingen weiter zu unterstützen.
Wie sich das regionale Kirchenparlament in Zukunft zusammensetzen wird, entscheidet sich bis zum 1. Februar. An diesem Tag wird die konstituierende Synode in Worms-Pfeddersheim stattfinden.