Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » 57. Wormser Stadtmeisterschaft gestartet
Mo., 08. Juli 2024, 17:02 Uhr
Fussball: Eröffnungsspiel fand erst am Samstag statt / Viertelfinale am 12. und 13. Juli
57. Wormser Stadtmeisterschaft gestartet
Das war sein dritter Streich innerhalb von zwölf Minuten. Markus Schygulla erzielte einen lupenreinen Hattrick im Spiel gegen Wiesoppenheim.
Von Marcus Diehl › Mit einem Tag Verspätung ist die 57. Wormser Stadtmeisterschaft gestartet. Nachdem Kickers Worms das einzige Ausscheidungsspiel schon vor Tagen abgesagt hat, sollte die zweite Garnitur der Gastgeber einspringen. Fast gleichzeitig hätte das Viertelfinale der Deutschen Mannschaft gegen Spanien stattgefunden. Deswegen entschied sich der TuS Neuhausen dazu, das Spiel abzusagen und die SG Blau-Weiß/Pfiffligheim II kampflos in das Achtelfinale einziehen zu lassen.
Das Eröffnungsspiel des traditionsreichen Turniers fand damit erst am Samstagmittag statt. Der Bezirksligist TuS Neuhausen traf auf den runderneuerten ASV Nibelungen Worms. Im Viertelfinale am Freitag, dem 12. Juli, um 19 Uhr, trifft der TuS Neuhausen auf den TuS Hochheim und am Samstagmittag um 16 Uhr die TSG Pfeddersheim II auf die FT/Alemannia.
TuS Neuhausen – ASV Nibelungen Worms 5:1(3:1)
Nach dem Abstieg in die A-Klasse stellen sich die Grünen neu auf. Eine starke Verjüngungskur wurde eingeleitet. Im Spiel gegen die Gastgeber waren sie ohne Chance. Der Bezirksligist TuS Neuhausen war klar Herr im Haus auf dem heimischen Gelände. Zwei gute Offensivaktionen konnten sich die Nibelungen herausspielen. Gleich zu Beginn ein Lattentreffer und der Anschlusstreffer zum 2:1, nach einem gut ausgespielten Konter durch Marcel Liedke. Ansonsten agierte nur der TuS vor dem gegnerischen Tor. Mit mehr Ernsthaftigkeit wären noch einige Tore möglich gewesen. Philipp Bach war es gegönnt, das erste Tor der Stadtmeisterschaft zu erzielen. Das 2:0 durch Mikheili Kopaliani fiel durch einen verwandelten Foulelfmeter. Das 3:1 erzielte Jonas Frey. Nach der Pause wechselten beide Teams munter ihre Stammelf durch. Thierry Bougue und Luca di Stefano erzielten die weiteren Treffer für den TuS.
TuS Hochheim – SV Leiselheim 6:4 (nach Elfmeterschießen)
Aufsteiger Leiselheim scheitert früh im Turnier gegen den alten Ligarivalen Hochheim. Nicht unverdient war der Sieg aber etwas glücklich wegen der spät in der Partie erzielten Tore. Gerechnet hatte damit eigentlich niemand mehr. Bis zur 90. Minute führte Leiselheim mit 2:0. Mit einem Doppelschlag von Tom Offenborn und Simo Edel erkämpfte sich der TuS noch das Elfmeterschießen. Das Momentum lag dann auf Hochheimer Seite – spätestens als Simon Schrott den ersten Elfer der Leiselheimer entschärfen konnte. Schon während der regulären Spielzeit war Hochheim gut in der Partie dabei. Die Leiselheimer erzielten in den richtigen Momenten ihre Tore. Die Führung kam durch ein Eigentor zustande und zum zweiten Tor kurz vor der Pause traf Pascal Schuster. Ein offenes Spiel in der zweiten Hälfte.
TSG Pfeddersheim II – TuS Wiesoppenheim 6:1
In der Anfangsphase war Wiesoppenheim eigentlich noch gut dabei. Sie versteckten sich nicht in der eigenen Defensive, sondern versuchten auch in der Offensive einige Akzente zu setzen. In der zwölften Minute wurden sie das erste Mal eiskalt überlaufen. Markus Schygulla war nach einem langen Ball nicht mehr zu stoppen und verwandelte zur Führung. Die komplette TuS-Defensive nahm ab der 19. Minute eine fünfminütige Auszeit. In dieser Phase waren sie einfach überfordert und die TSG erhöhte auf 4:0. Markus Schygulla schnürte mit zwei weiteren Toren einen Hattrick und Philip Neumann war ein weiterer Torschütze. Für das schönste Tor des Tages sorgte Jakob Siemens. Nach der Pause trafen die eingewechselten Tobias Lischka und Kevin Hauch für die TSG zum Endstand.
FT/Alemannia Worms – Normannia Pfiffligheim 6:1
Die erste große Überraschung des Turniers. Nicht nur wegen des Endstands, sondern auch wegen der Höhe. Der B-Klasse-Aufsteiger schlägt den A-Ligisten. Damit war so nicht zu rechnen. Für Turnierdirektor Dennis Dell ein absolut verdientes Ergebnis. „Die FT/Alemannia hat wirklich einen schönen Fußball gespielt und den Ball gut in ihren Reihen laufen lassen.“ Die Tore waren Ausdruck der spielerischen Übermacht. Zur Pause erzielten Mohamed Fehan und Simar Lisan Oglou die Tore, dazu kam das Eigentor der Normannia. Gleich nach der Pause erhöhte Mohamed Fehan auf 4:0. Beim anschließenden Anstoß traf Daniel Möbius direkt vom Punkt ins Tor: Marke „Tor des Monats“. Dies steckte die FT/Alemannia aber locker weg und traf noch durch Mazloum Emver Oglou und Berkant Bilgin zum 6:1 Endstand.
Es war das Knallerspiel im Achtelfinale: Zwei zukünftige Bezirksligakontrahenten trafen aufeinander, es war eine spannende Partie. Jeder hatte eine Halbzeit für sich entschieden. Nur das Salz in der Suppe fehlt – die Tore. Es war umkämpft, mit rassigen Zweikämpfen, aber immer auf einem fairen Level.
Die ersten 45 Minuten gingen an Ataspor. Horchheim machte zwar das Spiel und waren spielerisch besser, aber mit ihrem schnellen Umschaltspiel war Ataspor vor dem Tor wesentlich gefährlicher. Die beste Chance hatte Mert Artan schon früh in der Partie. Völlig frei war sein Abschluss zu harmlos und Torhüter Maximilian Schäfer konnte parieren. Auch Torjäger Igor Grozu war ein ständiger Unruheherd. Der junge Horchheimer Abwehrchef Finn Cleres konnte mit seinem Einsatz vieles wegverteidigen.
In der zweiten Hälfte drehten sich die Machtverhältnisse. Die Systemumstellungen und die vielen Wechsel auf beiden Seiten brachten den Horchheimern mehr Nährwert im Spiel. Vor allem die Hereinnahme von Dennis Renner auf der rechten Offensivbahn brachte viel Unruhe in die Defensive von Ataspor. Beste Chancen von Oguzhan Levent, Elias Völkl, Christoph Braun und vor allem die größte Gelegenheit des SVH – von Domenico Gagliardi kurz vor Schluss – wurden schon leichtfertig vergeben. Die zahlreichen Zuschauer wurden dann mit einem Elfmeterschießen belohnt. Jetzt musste der Ball im Tor landen! Beim SVH wurde Torhüter Maximilian Schäfer zum Matchwinner. Gleich zweimal konnte er einen Elfmeter entschärfen, während die Horchheimer einen an den Querbalken jagten. Damit steht der SVH im Viertelfinale. Der Gegner wird am Dienstag zwischen dem FSV Abenheim und Suryoye Worms ermittelt.
Fairer, aber rassiger Zweikampf – Es scheint so, das Hasan Atacan und Oguz Akcesme den Horchheimer Fabian Sombetzki, Elfmeterreif zu Fall bringen. Das Gegenteil war der Fall. Ataspor bekam den Freistoß zurecht zugesprochen. Foto: Felix Diehl