
Unter den reichhaltigen Beständen der Fotoabteilung im Stadtarchiv Worms ist der Nachlass des Fotografen Leopold Hanselmann (1900-1942) besonders bedeutsam: Der Berufsfotograf hat vor allem in den Jahren 1933 bis 1939 in Worms etwa 6.000 Fotos gemacht, die fast komplett als Glasnegative und somit im Original erhalten sind. Nach längerer Planungsphase und Klärung der Finanzierung war es nun möglich, diesen qualitätsvollen Bestand durch eine externe Fachfirma hochwertig und vollständig digitalisieren zu lassen. Der Nachlass ist von großer Geschlossenheit, hoher fotografischer Qualität und überregionaler Relevanz für die NS-Zeit, weshalb sich auch die Stiftung ‚RWE für Worms‘ zu einem Zuschuss zur Maßnahme entschlossen hat.
Gleichzeitig mit der digitalen Erfassung der empfindlichen Glasplatten konnten die Negative in fachgerechter Verpackung umgelagert werden. Wenngleich die Digitalisierung der Archivbestände insgesamt immer nur ausgewählte Teile umfassen kann, so stellen die älteren Fotonachlässe doch einen besonderen kulturellen Schatz dar, dessen Digitalisierung eine Nutzung überhaupt erst möglich macht. Hier bleibt für das Stadtarchiv auch in Zukunft noch sehr viel zu tun.
Beitrag aus der Rubrik