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Fr., 20. Februar 2015, 16:05 Uhr
Die Projektentwicklungsgesellschaft SFB hat das ungenutzte Militär-Areal in Pfeddersheim erworben und wird Ende 2015 mit den Abrissarbeiten beginnen
60 Eigenheime auf ehemaligem Bundeswehrgelände
Wo früher Feldjäger ihren Dienst ableisteten, wird schon bald eine attraktive Wohngegend entstehen. Archivfoto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In der Bundeswehrliegenschaft in Worms-Pfeddersheim befand sich lange ein Versorgungsdepot und es waren teilweise Feldjäger, also Militärpolizisten, untergebracht. Die letzten vier Soldaten verließen 2004 die Liegenschaft. Damit lag das Gelände brach und es wurde nach einer neuen Nutzung gesucht. Zunächst dachten die Verantwortlichen an ein Gewerbe- oder zumindest ein Mischgebiet, doch wurde dies letztlich zugunsten einer reinen Wohnbebauung verworfen. Ende 2013 erwarb die Stadt Worms schließlich das Gebiet vom Bund und hat es jetzt, am 10. Februar, an die Wormser Projektentwicklungsgesellschaft SFB verkauft. Diese wird dort ein attraktives Wohngebiet inklusive neuer Straßen entstehen lassen.
60 Eigenheime
Auf einer Pressekonferenz am Freitagmorgen gaben Oberbürgermeister Michael Kissel und Vertreter der Firma SFB die Details zu dem Projekt bekannt. So sollen insgesamt 60 Eigenheime bzw. Doppelhäuser entstehen. Häuser mit Mietwohnungen werden keine gebaut. Die Eigenheime werden im gehobenen Wohnsegment liegen und sollen im Durchschnitt etwa 300.000 Euro kosten. Wobei dann noch das Grundstück dazubekommt. Hier wird mit 250 Euro pro Quadratmeter kalkuliert. Wobei der SFB-Geschäftsführer Marc Radmacher erläuterte, dass 300.000 Euro nur ein Durchschnittswert sei, jeder Interessent könne günstiger oder luxuriöser bauen. Für Kunden bestehe sowohl die Möglichkeit, nur das Grundstück zu erwerben und selbst zu bauen, oder auch ein schlüsselfertiges Haus zu kaufen.
Abriss beginnt 2015
Zum weiteren Fahrplan der Erschließung sagte Marc Radmacher, dass geplant sei, Ende 2015 oder Anfang 2016 mit dem Abriss der Bundeswehr-Gebäude zu beginnen. Dann erfolge im Laufe des Jahres 2016 die Erschließung und Ende 2016 könne schon mit dem Hausbau begonnen werden. Man strebe eine aufgelockerte Bebauung an, die sich harmonisch in den Ortskern einfügen soll. Baudezernent Uwe Franz sprach von einem innerörtlichen Filetstück, das die Wohnattraktivität von Pfeddersheim deutlich steigern werde. Es sei auch der Grundsatz Innen- vor Außenbebaunng berücksichtigt worden.
Konversion abgeschlossen
Oberbürgermeister Kissel merkte abschließend an, dass es in Worms insgesamt 15 Konversionsobjekte gegeben habe, also ehemals militärisch genutzte Flächen, die nun in eine zivile Nutzung überführt worden wären. In erster Linie seien es die Kasernen der US-Streitkräfte gewesen.
Doch bei aller Freude über die geplante Umwandlung des Depotgeländes in eine attraktive Wohngegend, schwingt natürlich auch etwas Wehmut mit, dass die Bundeswehr jetzt endgültig aus Worms verschwunden ist und hier keine Soldaten mehr stationiert sind.