Do., 01. März 2018, 10:27 Uhr
Seniorenbeirat bei der Wohnungsbau GmbH / Einführung einer sogenannten „Sozialquote” auf der Agenda
„8 Punkte Katalog” als Gesprächsbasis
Aufgrund der besonderen Bedeutung von bezahlbarem, barrierefreien Wohnraum für SeniorInnen haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Stadtentwicklung/bezahlbarer Wohnraum für SeniorInnen” Peter Buhl, Dieter Horst , Gernot Lahr und Klaus Steinborn zu einem Gespräch mit Wohnungsbau Geschäftsführer Stefan Hofmann getroffen. Gesprächsbasis war ein „8 Punkte Katalog”, den die SBR-Mitglieder ausgearbeitet haben, weil viele Anfragen von älteren Menschen, u. a. im Rahmen der Sprechstunden des Seniorenbeirates, nach bezahlbarem Wohnraum einen großen Bedarf signalisiert. Stefan Hoffmann wies darauf hin, dass die Wohnungsbau Gmbh aufgrund eines Investitionsprogramms von 80 Millionen Euro innnerhalb der nächsten 5 Jahre, über verschiedene Neubauprojekte hinweg, ca. 135 Wohnugen schaffen werde, die dem sozialen Wohnungsbau zuzuordnen seien.
Auf der Warteliste der Gesellschaft stehen derzeit 140 Personen im Alter von über 60 Jahren, die auf der Suche nach einer angemessenen bezahlbaren Wohnung seien, hinzu kämen andere Personengruppen die auf eine solche Wohnung angewiesen sind. Er machte deutlich, dass die Wohnungsbau GmbH daher nur ein Anbieter für diese Personenkreise auf dem Wohnungsmarkt und im Rahmen des „Masterplan Wohnen” sein könne. Aufgrund dieses großen Nachfragedrucks sind die Mitglieder des SBR der Auffassung, dass z. B. eine sozialgerechte Bodennutzung und ein zielgerichteter Förder- und Instrumenteneinsatz ganz oben auf der politischen Agenda der Kommune stehen müsste.
„Sozialgerechte Bodennutzung”
So sieht z. B. das Baugesetzbuch eine „Sozialgerechte Bodennutzung” vor, in dem durch die Bauleitpläne eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen, auch in Verbindung mit der Baugenehmigung in Einklang zu bringen hat, um eine solche dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung zu gewährleisten. Durch die Einführung einer sogenannten „Sozialquote” wie sie manchen Städten bereits verbindlich vorgesehen ist, können Wohnquartiere entstehen, die die auch den älteren einkommensschwächeren Bürgern, bezahlbaren Wohnraum in einer sozial gerechten und funktional gemischten Stadt bieten. Dieser Gesprächsschwerpunkt nahm neben der Frage nach Planungskonzepten der Wohnungsbau GmbH, wie bezahlbarer Wohnraum rationell, standardisiert und in zeitnahmer Verdichtung geschaffen werden kann, einen breiten Raum ein. Schließlich ging Stefan Hoffmann auch auf die Bitte des Seniorenbeirates ein, den Eingangsbereich der Seniorenbegengungsstätte II zu verbessern, sowie den dazugehörigen Kellerbereich neu herzurichten.