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  • Do., 06. Januar 2022, 19:06 Uhr
    STADTBÜCHEREI: Grüne streben „Dritten Ort“ an und fordern breite Bürgerbeteiligung

    900 Unterschriften für Wissenschaftliche Bibliothek

    Die Stadtratsfraktion der Wormser Grünen steht hinter der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek und weist Forderungen aus der Mitte des Stadtrates zu einer Schließung oder Zusammenlegung mit der Bibliothek der Hochschule Worms zurück.

    „Bei einem Besuch der Stadtbibliothek im Dezember konnten wir uns noch einmal von der Bedeutung der Bestände und der Arbeit, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird, überzeugen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende David Hilzendegen. „Dass uns Schnellschüsse bei so wichtigen Einrichtungen wie der Bibliothek nicht weiterhelfen, habe ich bereits in meiner Haushaltsrede deutlich gemacht. Im Gegenteil sind wir der Auffassung, dass für die Erforschung und Erlebbarmachung unserer Stadtgeschichte die Wissenschaftliche Stadtbibliothek genauso wie Stadtarchiv und Museum zwingend benötigt wird, zumal eine Aufteilung in verschiedene Bibliotheksbereiche aufgrund der Prozesse und Personalressourcen ohnehin nicht möglich ist.“

    Eine Zusammenlegung mit der Hochschulbibliothek komme aus Sicht der Grünen schon deshalb nicht infrage, da die Wormser Hochschule ganz andere Forschungsschwerpunkte habe. Davon abgesehen zeigten die 900 Unterschriften, die aus der Bürgerschaft zum Erhalt der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek gesammelt wurden, dass es ganz offensichtlich ein öffentliches Interesse an deren Erhalt gäbe, das von Politik und Verwaltung nicht einfach übergangen werden könne.

    „Wir freuen uns über das Engagement der Initiatoren der Petition. Dies ist ein weiterer Beleg für eine sehr aktive Stadtgesellschaft, die Worms mitgestalten möchte“, ergänzt Katharina Schmitt, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende und beteiligungspolitische Sprecherin der grünen Stadtratsfraktion. „Wir sind überzeugt: Tiefgreifende Veränderungen bei einer so wichtigen Institution wie der Stadtbibliothek können nur gemeinsam mit den Nutzern bzw. den Bürgern entwickelt werden. Wir fordern deshalb, den durch den Rat angestoßenen Prozess, die Stadtbibliothek zu einem Dritten Ort zu machen, mit einer breiten Bürgerbeteiligung zu begleiten und Wünsche und Ideen aus der Bürgerschaft hierzu einzuholen“, so Katharina Schmitt abschließend.

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