Von Marcus Diehl › Der TuS Neuhausen holte sich einen 4:0 Sieg im Derby gegen den ASV Nibelungen Worms und damit den zu erwarteten Dreier. Sicher, die Nachholpartie war mehr als einseitig und der Sieg für den TuS mehr als verdient. Trotzdem gehört der verdiente Respekt dem Verlierer. Nach den ganzen Querelen und das verlassen einer fast ganzen Mannschaft, verkaufte sich das restliche Team sehr Ehrenvoll. Es kann nicht nur von einer besseren AH-Mannschaft gesprochen werden, weil etliche Akteure schon eine Spielberechtigung für das Ü40 Team vorliegen haben. Eins ist aber sicher, dem neuen Trainer Marc Philippi, hatte eine Mannschaft zur Verfügung, die das sogenannte Nibelungen-Gen, in sich trägt. Fast alle sind schon seit Jahren im Verein tätig und halten die Treue. So Spieler wie Sascha Fuhrmann oder Thorsten Breth stehen für den ASV Nibelungen Worms. Es darf nur zu hoffen sein, das die Mannschaft dies alles bis zum Ende der Saison durchstehen kann. Ein Weg der nicht einfach zu bewältigen sein wird. Bestimmt sind bei den zahlreichen Zuschauern auch einige Neugierige dabei gewesen, wie die Grünen auflaufen und sich präsentieren werden. Mit viel Leidenschaft und kämpferherz stellten sie sich dem favorisierten TuS entgegen. Der Fokus wurde nur auf die Defensive gelegt, nach vorne war Kevin Borlinghaus auf sich alleine gestellt. Für Trainer Franz Graber, Neuhausen, ein Geduldsspiel. „ Ohne despektierlich zu sein, mit einer besseren AH, haben sie sich sehr gut verkauft.“ Neuhausen machte es dem ASV auch sehr leicht, vor allem in der ersten Halbzeit. Ohne Mut, kein Tempo und vor allem ohne Ideen, wurde agiert. Wenn etwas in Richtung ASV Gehäuse gekommen ist, war der sichere Rückhalt im Tor, Max Selzer zur Stelle. Die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte kam der TuS erst zu guten Gelegenheiten. Torjäger Marcel Seibel zielte etwas zu hoch. Kurz darauf erlöste Marc Sackreuther sein Team. Durch zahlreiche Beine hindurch schlug der flache Ball in der Ecke ein. Trainer Franz Graber: „ Das war der Dosenöffner, danach war der Druck des Tore schießen weg und es ging alles etwas leichter.“ Steven Junkert verpasste gleich zweimal das Ergebnis zu erhöhen. Sofort nach Wiederanpfiff erhöhte Philipp Schlösser auf 2:0. Das Spiel plätscherte nun so dahin, bis zur 62. Minute. „ Ein Tor, das eigentlich zum Tor des Jahres gekürt werden müsste. Das war noch schöner als das von Florian Wirtz“, berichtete Trainer Franz Garber. Mit gekonnter Dribbel-Kunst erhöhte Philipp Schlösser auf 3:0. Am Ende traf noch Marcel Seibel zum 4:0 Endstand. Ein Sieg ohne groß zu glänzen für den TuS und trotz einer Niederlage für den ASV, Anerkennung für das Auftreten. Der TuS Neuhausen rückt in der Bezirksliga an die Spitzengruppe heran.
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