Von Marcus Diehl › Die TSG Pfeddersheim hatte wieder ihr „Heimgesicht“ aufgelegt. Woher diese große Diskrepanz herkommt in dieser Saison, zwischen Heim-und Auswärtsspiele, würden die Verantwortliche selber einmal wissen wollen. Trainer Björn Miehe: „ Das kann ich auch nicht beantworten, Wenn wir es wüssten, hätten wir das schon abgestellt.“ Ein Auftritt, der in einer absoluten miserablen Situation, aufhorchen lässt. Nur das Resultat war nicht so wie es sein sollte und auch sein müsste. Das Spitzenteam SV Gonsenheim holte einen 1:0(0:0) Sieg. In einer einzigen Szene in der kompletten Spielzeit, zeigte sich wer um den Aufstieg mitspielt und wer um den Abstieg kämpft. Die Defensive der TSG machte den einzigen Fehler in der Partie und die Gäste nutzten diese gnadenlos aus. Die beiden Gonsenheimer Protogonisten beim einzigen Tor des Tages, waren gerade fünf Minuten auf dem Platz. Völlig alleine gelassen taugt Bennett Kruse alleine vor Torhüter Sören Pätzold auf. Zwar konnte der TSG-Keeper den Ball noch entschärfen, aber im Nachschuss traf der Mainzer Torjäger Abdellatif El Mahaoui zum goldenen Tor. Da hatte Trainer Anouuar Ddaou ein glückliches Händchen. Diese Alternativen hätte TSG Trainer Björn Miehe auch gerne auf der Bank sitzen. Doch der Kader war sehr ausgedünnt. Gerade einmal zwei Feldspieler aus dem Oberligakader haben darauf Platz genommen. Kurzfristig ist noch Matthias Tillschneider ausgefallen. Davor standen schon Sebastian Kaster, Luca Graciotti, Fabio Schmidt, Marcell Oehler usw nicht zur Verfügung. In der 40. Minute der nächste Schock für die TSG. Nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum bleibt Pascal Schmidt liegen. An der Reaktion der in der Nähe stehenden Spieler, konnte schon einiges abgelesen werden. Es steht eine schwere Knieverletzung im Raum. Trainer Björn Miehe beorderte Lion Schubach nach hinten. Sehr zum Missfallen der Offensive. Denn zusammen Ryoji Matsumura machte er ein ordentliches durcheinander in der Gästeabwehr. Die Gäste hatten fast immer den Ball, Ideen hatten sie aber keine, die Abwehr zu knacken. Kompakt hinten mit einer Fünferkette und vorne zwei aufopfernde Stürmer, die bedient werden von Yoel Yilma. Das war der Plan. In der ersten Hälfte hatte Lion Schubach die Führung zweimal auf dem Fuß. Einmal kam er einen Schritt zu spät und beim zweiten Male knallte er den Ball am kurzen Eck vorbei. Was beim letzten Heimspiel vermisst wurde, brachte die TSG diesmal auf den Platz. „ Einige gaben so richtig Gas heute, sie wussten es ist unser letztes Aufgebot. Dadurch haben sie einige Prozent darauf gepackt“, sagte Trainer Björn Miehe. Es war Leben drin auf dem Platz und in der Mannschaft. Jeder gewonnene Zweikampf wurde gefeiert, so geht Abstiegskampf. In der zweiten Hälfte scheiterte erst Ryoji Matsumura an Torhüter Paul Simon und kurz darauf David Boateng mit einem Kopfball am Pfosten. Die Führung wäre mehr als verdient gewesen für Pfeddersheim. Am Ende standen sie ohne einen Punkt auf dem Platz. Diesmal hatten sie es nicht verdient. Ganz im Gegenteil, sie lieferten einer Spitzenmannschaft einen großen Kampf. Warum bringen sie es nicht jeden Spieltag auf dem Platz? Jeder Zuschauer fragte sich genau das, nach dem Spiel. Am Samstag kommt um 15:30 Uhr der VFR Baumholder. Mit genau dieser Energie und dem Wille muss das Team auf den Platz gehen und agieren. Eine kleine Chance besteht immer. Noch ist der Abstiegskampf nicht verloren. Trainer Björn Miehe: „ Es wird ein ganz anderes Spiel werden. Die Gäste werden nicht so stark den Ball haben wollen, wie Gonsenheim. Auf diesen Auftritt müssen wir aber anknüpfen, mit dieser Mentalität weitermachen. Dann müssen wir uns einfach Mal belohnen.“
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