So., 11. August 2024, 19:03 Uhr
Anlässlich des jüdischen Holocaust Gedenktags “Jom haShoah" haben Mitglieder der „Marsch des Lebens“ Bewegung Stolpersteine gereinigt.
Diese liegen auf der Route, welche der Marsch am 13. Mai laufen wird. An jedem Stein werden Blumen niedergelegt. Start wird um 15 Uhr am Synagogenplatz sein, Abschlussveranstaltung am Auxerre Platz um 15.50 Uhr.
Guy Stern, ein 100-jähriger Holocaustüberlebender, für dessen Familie am 22. Februar in Hildesheim ein Gedenkstein verlegt wurde, stellt häufig die Frage, ob die Stolpersteine noch zum Nachdenken anregen oder schon zum Straßenbild gehörten wie Laternen oder Briefkästen Judenhass und Antisemitismus haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht.
Der Antisemitismus zieht wieder in den Alltag ein, und viele bleiben dabei gleichgültig. Ron Lauder, Präsident des jüdischen Weltkongresses, rief in einer seiner letzten Reden nachdrücklich zum Handeln auf: „Wer ergreift das Wort? Wer traut sich vor?“
Die Corona Pandemie ist wie ein Brandbeschleuniger für Judenhass und Antisemitismus. Laut einer Studie der zionistischen Weltorganisation und der Jewish Agency war das Jahr 2021 das antisemitischste Jahr der letzten Dekade.
Der Anstieg der Vorfälle spiegle das gesellschaftliche Klima des vergangenen Jahres wider. Verschwörungstheorien, die auf uralten antisemitischen Vorurteilen beruhen, fluten die sozialen Medien. Viele würden die Juden als Urheber und Profiteure der Pandemie sehen.
"Bildung und Aufklärung helfen dabei nur bedingt weiter, wir kommen an unsere persönlichen Grenzen. Die Frage ist, inwieweit wir bereit sind, etwas gegen Antisemitismus zu tun?", so Mitglieder der Bewegung.
Die "Marsch des Lebens Bewegung" mobilisiert seit nunmehr 15 Jahren weltweit,
in über 20 Nationen Zehntausende Menschen mit der Botschaft:
„Erinnern – Versöhnen – Ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Israel setzen".