Di., 25.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 15. Januar 2015, 16:05 Uhr
    Stadt und Land ziehen die Konsequenzen aus der aktuellen Entwicklung der Schülerzahlen 

    Absenkung der Klassengröße wird ausgesetzt

    Wie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur berichtet, gehen die Schülerzahlen im Land insgesamt weiter zurück, aber bei weitem nicht so stark wie am Anfang der Legislaturperiode nach den damals vorliegenden statistischen Kennzahlen zu erwarten war. Diese Tendenz wird sich laut Ministerium voraussichtlich auch in den kommenden Schuljahren fortsetzen. Deshalb wird auch der prognostizierte Rückgang der Klassenzahlen an den weiterführenden Schulen geringer ausfallen als zum Beispiel im Gutachten von Professor Klaus Klemm von 2012 zur Entwicklung des Lehrkräftebedarfs bis zum Schuljahr 2016/2017 angenommen. Der Stufenplan der Landesregierung zur Senkung der maximalen Klassengröße (Klassenmesszahl) basiert jedoch auf der Annahme, dass eine Absenkung der Klassenmesszahl in den weiterführenden Schulen wegen eines gleichzeitigen Schülerrückgangs nicht zu zusätzlichen Klassen und damit zu zusätzlichem Raumbedarf führt. Diese Annahme wird so nicht mehr eintreffen.

    Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe bleibt bei 28 Schülern
    Daher hat die Landesregierung beschlossen, den nächsten Schritt zur Absenkung der Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen vorerst auszusetzen. Das heißt: Die Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe bleibt bei 28 Schülern und gehört damit zu den niedrigsten Richtwerten im Vergleich aller Bundesländer. „Dieser Schritt ist angesichts der aktuellen Entwicklungen der Schülerzahlen notwendig und pädagogisch verantwortbar. Da ab Ende Januar die Anmeldetermine in den weiterführenden Schulen für das kommende Schuljahr anstehen, müssen die Schulleitungen jetzt wissen, wie viele Schülerinnen und Schüler in den Eingangsklassen aufgenommen werden können. Die 200 Lehrerstellen, die im Konzept des Stufenplans für die weitere Absenkung der Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe veranschlagt wurden, kommen in vollem Umfang einer weiteren Verbesserung der strukturellen Unterrichtsversorgung zu Gute“, sagte Vera Reiß, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

    Der Wormser Oberbürgermeister und stellvertretende Vorsitzende des Städtetages Rheinland-Pfalz, Michael Kissel, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung: „Dass die Absenkung der Klassengröße nun ausgesetzt wird, trägt der Entwicklung der Schülerzahlen Rechnung und entlastet die Schulträger-Kommunen. Die Landesregierung beweist damit Mut und  Augenmaß“, macht der Wormser OB deutlich.

    Grundschulstandorte im ländlichen Raum gesichert
    In dem Stufenplan zur Absenkung der Klassenmesszahlen wurden seit dem Schuljahr 2011/2012 die maximalen Klassengrößen in den Grundschulen schrittweise von ehemals 30 Schüler pro Klasse auf 24 Schüler abgesenkt. Seit dem laufenden Schuljahr gilt diese Zahl für alle Klassenstufen der Grundschule als Obergrenze. Damit wurden Grundschulstandorte im ländlichen Raum gesichert, gleichzeitig sank die durchschnittliche Klassengröße in den Grundschuljahrgängen von 20,5 Schülern im Schuljahr 2010/2011 auf aktuell 18,3 Schüler. In den Realschulen plus ist in der Orientierungsstufe – also den Klassenstufen 5 und 6 – die Klassenmesszahl seit der Schulstrukturreform im Jahr 2009 auf 25 und Schüler pro Klasse festgesetzt.

    Die Klassenmesszahl für die Orientierungsstufe von Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen (IGS) wurde in den vergangenen beiden Schuljahren von 30 auf 28 Schüler abgesenkt. Der für die beiden kommenden Schuljahre vorgesehene Schritt, zunächst für die fünfte und dann für die sechste Klassenstufe die Klassenmesszahl auf 25 Schüler zu reduzieren, wird nun vorerst ausgesetzt. Insgesamt wurden für die Umsetzung des Stufenplans zur Absenkung der Klassenmesszahlen bislang mehr als 1.000 Vollzeitstellen eingesetzt. Das habe auch dazu geführt, dass die durchschnittliche Klassengröße in der Sekundarstufe I der Gymnasien in den vergangenen vier Jahren von 26,9 Schülern auf 25,9 Schüler zurückgegangen sei. In der Integrierten Gesamtschule habe eine Durchschnittsklasse der Sekundarstufe I nach wie vor weniger als 27 Schüler.

    Bestmögliche Bildungschancen bieten
    „Jungen Menschen bestmögliche Bildungschancen zu bieten, ist nach wie vor unser erklärtes Ziel. Die Stadt Worms investiert in die Modernisierung ihrer Schulen hohe Millionenbeträge, um das Bildungsangebot zukunftsfähig zu machen“, betont OB Kissel. Die aktuelle Entscheidung der Landesregierung sei ein weiterer wichtiger Beitrag zu einer erfolgreichen Bildungspolitik.

    Beitrag aus der Rubrik

    » Aus dem Nibelungenland
    » Worms und Ortsteile
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige VHS
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige Amtsblatt
    Anzeige TicketshopAnzeige Tip SüdhessenAnzeige Klinikum Worms - Tag der offenen Tür