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Do., 02. Mai 2024, 12:03 Uhr
Fußball: TSG Pfeddersheim muss nach 12 Spielzeiten die Oberliga verlassen / Einige Zu- und Abgänge stehen schon fest
Abstieg steht nun auch rechnerisch fest
Bei der Leistung in dieser Saison kann man sich nur an der Kopf fassen: Auch Kapitän Sebastian Kaster und Matthias Tillschneider verdeutlichen das mit dieser Geste. Beide Spieler gelten als Urgesteine und tragen mit Herz das Trikot der TSG Pfeddersheim. Foto: Felix Diehl
Von Marcus Diehl › In der Spielzeit 2011/12 gelang der TSG Pfeddersheim der Aufstieg in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Als bestes Resultat wurde zweimal der dritte Tabellenplatz belegt. Großartige Leistungen und packende Spiele fanden im Uwe-Becker-Stadion statt. Dies alles gehört nun für mindestens eine Saison der Vergangenheit an. Seit Mittwoch steht der Abstieg in die Verbandsliga nun auch rechnerisch fest.
Klassenerhalt nicht mehr möglich
Mit der 3:0-Niederlage beim FV Engers können die Pfeddersheimer nicht mehr als den sechsletzten Rang in der Tabelle erreichen. Bei mindestens sechs Absteigern ist der Klassenerhalt nicht mehr möglich.
Nicht hochklassig, aber ausgeglichen
Mit dem allerletzten Aufgebot wurde die Fahrt nach Engers angetreten und die Bank wurde mit drei A-Jugendlichen aufgefüllt. Es wurde ein Auswärtsspiel der besseren Art, denn die elf Akteure, die auf dem Platz standen, zeigten eine verbesserte Einstellung als am letzten Heimspiel gegen Mechtersheim. Vor allem in der Anfangsphase hätte die TSG in Führung gehen müssen. Die besseren Chancen hatten sie auf jeden Fall. Lion Schubach aus ca. 18 Meter Entfernung und Sebastian Kaster, der frei vorm Torhüter stand, scheiterten jeweils. Es war kein hochklassiges Spiel, aber ausgeglichen.
Gastgeber waren effektiver
Die Gastgeber waren vor dem Kasten einfach effektiver. Mit dem ersten richtigen Abschluss gingen sie gleich in Führung. Kevin Lahn traf zur Halbzeitführung. Nach der Pause traf Enrico Rößler nach einem Pfostenabpraller und Manuel Simons per Elfmeter. Dazwischen lag ein Anschlusstreffer mehrmals in der Luft. Dennoch war Trainer Björn Miehe zufrieden mit seinem Team: „Auch wenn einige Fehler zu viel passierten, haben die Akteure auf dem Platz alles für das Team gegeben.”
Wie geht es weiter?
Wie geht es nun bei der TSG weiter? Klar ist ja schon seit Wochen, dass Nauwid Amiri als neuer Trainer zur TSG wechselt. Verlassen werden Matthias Tillschneider (Gimbsheim) und Marco Bresser (FC Karbach) die Mannschaft. Weiter Abgänge wird es mit Sicherheit noch geben. Sieben Neuzugänge würden laut TSG bisher feststehen, wobei vier schon bekannt gegeben wurden. So wechseln Marcel Bormuth (SV Rüssingen), Dominik Rupsic (FV Speyer), Ibrahim Anli und Dejan Vasic (beide Ludwigshafener SC) nach Pfeddersheim.
„Wir wollen einen Kader von 22 Spielern plus zwei Torhütern. 18 Spieler stehen schon fest. Einige Leistungsträger haben ihren Vertrag auch für die Verbandsliga verlängert“, so der sportliche Leiter Manuel Wöllner. Gesucht werden noch der Sechser vor der Abwehr, ein Rechtsaußen für die Offensive und ein Mittelstürmer. Aber genau diesen Spielertyp suchen alle Vereine.