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  • Di., 22. Dezember 2015, 22:52 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks unterliegen am Dienstagabend mit 0: 3 Toren in Düsseldorf

    Achte Niederlage in Folge für die Adler

    Enttäuschte Adler verlassen das Eis. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Dienstagabend in einer harten Partie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit 0:3 (0:1/0:1/0:1) Toren bei der Düsseldorfer EG verloren. Dies war die achte Niederlage in Folge. In der Tabelle sind die Adler auf Rang fünf abgerutscht. Die Adler waren am Dienstagabend bemüht und spielten nicht schlecht, doch reicht „nicht schlecht“ eben nicht zum Sieg. Die Chancenverwertung war wieder einmal hundsmiserabel. Dies besagt nicht nur das Ergebnis von 0:3 Toren, sondern auch die Schussstatistik. So schoss Mannheim 38 mal auf das Gehäuse der DEG und erzielt null Treffer, die DEG feuerte nur 24 mal auf den Adler-Kasten, machte aber drei Tore daraus.

    Es aber nur an den Stürmer festzumachen, wäre zu kurz gegriffen, es stimmt im ganzen Kader nicht. Viele sogenannte Leistungsträger bringen nicht das, was man von ihnen erwarten könnte. Dazu kommen Verletzungssorgen (Jamie Tardif, Denis Reul, Glen Metropolit und Marcel Goc), wobei dies bei dem großen Kader keine große Rolle spielen dürfte. Hinterfragt werden muss sicher auch, ob die Mannschaft nicht schon überaltert ist?

    An der Trainerdebatte kommt man bei den Adlern aber nicht vorbei. Und diese stellt sich spätestens nach der 0:3 Pleite von Düsseldorf. Die Frage ist, erreicht Greg Ireland noch die Mannschaft bzw. hat er sie je erreicht? Als Außenstehender kann man dies nicht beantworten. Klar sein dürfte aber, viele Niederlagen wird sich der Coach nicht mehr erlauben dürfen, dann hat Adler-Besitzer Daniel Hopp wohl kaum noch eine andere Möglichkeit, denn es rumort bei Fans und Öffentlichkeit schon gewaltig. Es hat sich im Nachhinein betrachtet, wohl doch nicht bewährt, einen Coach zu verpflichten, der aus dem Juniorenbereich direkt ins Profigeschäft einstieg. Bei den Profis weht eben ein rauerer Wind. Doch hatte das Management der Adler im Sommer auch keine großen Alternativen mehr auf dem Trainermarkt, da Mannheims Meistercoach Geoff Ward die Adler im Sommer völlig überraschend hängen ließ und nach Nordamerika verschwand.

    Für die Mannheimer Adler ist in der DEL vorerst Pause, da sie über die Feiertage in der Schweiz beim Spengler Cup antreten und ihr nächste Bundesligaspiel am 3. Januar in Krefeld haben.

     

    Chronologie

    1. Drittel

    Ein verhaltener Beginn von Düsseldorf und Mannheim. In der vierten Minute Glück für die Adler als der Düsseldorfer Alexander Preibisch den Puck nicht im leeren Mannheimer Tor unterbringt. Insgesamt war es bis dahin ein Match mit ausgeglichenen Spielanteilen. Ab der 8. Minute agierten die Mannheimer in Überzahl, da der Düsseldorfer Tim Conboy für zwei Minuten auf der Strafbank saß. Doch konnten die Kurpfälzer das Powerplay nicht nutzen. Auch nach der Überzahlsituation blieben die Adler leicht überlegen. In der 15. Minute war es dann aber Eduard Lewandowski, der zum 1:0 für die DEG traf. Dies war auch der Stand beim Gang in die Kabinen. Fazit: Die Adler dominierten leicht und schossen häufiger, aber was hilft es, die DEG machte den Treffer. Torschüsse: Mannheim 17 - Düsseldorf 5

    2. Drittel

    Auch im zweiten Abschnitt die Adler zunächst mit mehr Spielanteilen, aber ohne dies in Tore umzumünzen zu können. In der 28. Minute eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem Mannheimer Dominik Bittner und Manuel Strodl, sodass beide Akteure auf die Strafbank mussten. Nur vier Minuten später gerieten sich die zwei Mannheimer Brent Raedeke und Dany Richmond mit den beiden Düsseldorfern Alexander Preibisch und Tim Conboy in die Haare. Wobei der Mannheimer Danny Richmond zwei Strafminuten mehr erhielt. Schließlich musste noch der Mannheimer Kai Hospelt hinaus, sodass fünf Düsseldorfer gegen drei Adler spielten. Die logische Konsequenz, das 2:0 für die DEG durch Norman Milley in der 34. Minute. Sekunden vor dem Drittelende fuhr Adler-Stürmer Jochen Hecht alleine auf DEG-Torsteher Mathias Niederberger zu, konnte den Puck aber nicht im Gehäuse unterbringen. Somit stand es zur Drittelpause 2:0 für die Düsseldorfer. Fazit: Ein zerfahrener, ruppiger Abschnitt, in dem die DEG ihre 5:3 Überzahlsituation eiskalt nutzte. Torschüsse: Mannheim 7 - Düsseldorf 7

    3. Drittel

    Die Adler kamen motiviert aufs Eis. Jochen Hecht in der 43. Minute mit einem Pfostenschuss. Auch in der Folge die Adler bemüht und dominierend, aber ohne Glück und Torerfolg. Und langsam rannte den Blau-Weiß-Roten die Zeit davon. Als Mannheim schließlich alles auf eine Karte setzte und den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, ging der Schuss nach hinten los. Der Düsseldorfer Rob Collins schob den Puck in der 59. Minute ins leere Mannheimer Tor zum 3:0 Endstand. Fazit: Mannheim bemüht, aber ohne Fortune und Effizienz. Torschüsse: Mannheim 14 - Düsseldorf 12

     

    Statistik

    Düsseldorf : Mannheim 3:0 (1:0/1:0/1:0)

    Tore:  1:0 (14:49) Lewandowski (Dmitriev) - EQ; 2:0 (33:04) Milley (Minard) -PP2; 3:0 (58:11) Collins (Kreutzer) EN + SH;

    
Schiedsrichter: Schukies / Schütz
    
Strafen: Mannheim 22 Min + 10 Min Raedeke - Düsseldorf 24 Min + 10 Min Preibisch
    Torschüsse: Mannheim 38 - Düsseldorf 24
    
Zuschauer: 7.500

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Wagner, Akdag, Bittner, Richmond, Fischer, Goc, Carle - Kink, Joudrey, Buchwieser, Rheault, Ullmann, Hospelt, Riefers, Raedeke, MacMurchy, Arendt, Hecht, Yip,

    Düsseldorf: Niederberger (Goepfert) - Conboy, Davis, Daschner, Mondt, Mapes, Schüle, Rönnberg - Bowman, Collins, Kreutzer, Milley, Olimb, Strodel, Dmitriev, Lewandowski, Preibisch, Minard, Brandt, Fischbuch
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