POLIZEI WORMS: Schulklassen mit dem Smartphone in der Innenstadt unterwegs
„Actionbound" zum Thema Suchtprävention
Gespannt lauschten die Schüler dem Vortrag zum Thema Suchtprävention bei der Polizei Worms. Foto: Polizei Worms
POL-PDWO: Worms (ots) - Als Mitgliedskommune des Kooperationskreises „Suchtprävention Rhein-Neckar" beteiligten sich die Stadt Worms zusammen mit der Polizei Worms an einer gemeinsamen Aktion für Schulklassen. Vom 27. September bis 1. Oktober wurde zeitgleich in Ludwigshafen, Mannheim und Worms eine sogenannte „Actionbound" zum Thema Suchtprävention gespielt. Dabei handelt es sich um eine digitale Schnitzeljagd. Die Idee zur Actionbound ist im Kooperationskreis „Suchtprävention Rhein-Neckar" entstanden, in dem die Stadt Worms, vertreten durch das Kinder- und Jugendbüro, zur Zeit den turnusmäßig wechselnden Vorsitz führt.
Am 27. September wurde der Bound von der 10. Klasse der Nibelungen-Realschule plus und vom 28. September bis einschließlich 30. September von Abschlussklassen der Karmeliter-Realschule plus gespielt. Dabei waren die Schüler mit dem Smartphone unterwegs, lösten Aufgaben und informierten sich vor Ort bei der Polizei. Veranstalter für Worms war das Kinder- und Jugendbüro; Kooperationspartner sind die beiden genannten Schulen, Susann Kirst von der Fachstelle Suchtprävention des Caritasverbandes sowie Claudia Holzhauser vom Sachgebiet Jugend der Polizeiinspektion Worms.
Interaktiv leitete die „Actionbound" die Jugendlichen durch die Innenstadt von Worms und informierte spielerisch zu Alkohol und anderen legalen sowie illegalen
Suchtmitteln, Verhaltenssüchten, rechtlichen Aspekten und gesundheitlichen
Risiken. Durch Aufgaben und Rätsel in jugendgerechter Aufmachung wurden die
Teilnehmenden für das Thema Konsum bzw. Abhängigkeit sensibilisiert und die
Entwicklung von Risikokompetenz gefördert. Außerdem wurden für die digitale
Schnitzeljagd durch Worms bewusst Stationen ausgesucht, die für Jugendliche auch in Zukunft Treffpunkt oder für die Ratsuche bei Problemen interessant sein
können. Zum Abschluss eines jeden Tages gehörte der Besuch bei der
Polizeiinspektion Worms dazu. Die Neunt- bzw. Zehntklässler wurden über das
Thema legale und illegale Drogen aufgeklärt. Sie informierten sich über die
Wirkung von Drogen, die Strafbarkeit von Drogenbesitz, sowie die Suchterkennung.
Besonders anfällig für Suchterkrankungen
Gerade Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für Suchterkrankungen, da
sie sich sowohl körperlich als auch psychisch und seelisch in einer
Entwicklungsphase befinden. Außerdem können sie in der Regel nicht auf die
nötige Lebenserfahrung zurückgreifen, die sie davor bewahren kann, süchtig zu
werden. Beamte des Wechselschichtdienstes berichteten auch von erlebten
Szenarien von Autounfällen unter Alkohol- und Drogeneinfluss bis hin zu
polizeilichen Einsätzen mit drogenbeeinflussten Personen bei Festlichkeiten. Die
Jugendlichen waren wissbegierig und saugten die mitgeteilten Information auf.
Sie stellten Fragen und waren am Thema interessiert.
Mit der Methode medialer Jugendarbeit wurde sowohl ein spielerischer wie auch
ein ressourcen- und kompetenzfördernder Zugang zum Thema Konsum und Sucht
gewählt. Die Jugendlichen waren nicht nur bei idealem Wetter unterwegs, sondern
auch mit Spaß und Eifer bei der Sache. Alle Beteiligten waren sich einig, dass
es eine gelungene Veranstaltung war, auch wenn sie, coronabedingt, mit
veränderten Rahmenbedingungen stattfinden musste.