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Do., 18. Juni 2015, 00:14 Uhr
Der Mannheimer Eishockeyclub muss zukünftig ohne seinen Meister-Trainer auskommen
Adler geschockt! Erfolgscoach Ward geht
Geoff Ward führte die Adler auf Anhieb zur Deutschen Meisterschaft. Jetzt verlässt er nach nur einem Jahr Mannheim wieder. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Es gab seit Monaten Gerüchte, dass der Erfolgscoach der Mannheimer Adler, Geoff Ward, zurück nach Nordamerika geht. Zuletzt schien es aber so auszusehen, als ob Ward in der Quadratestadt bleibt. Doch jetzt schlug die Bombe ein, Geoff Ward kehrt nach nur einem Jahr in Deutschland zurück in die NAtional Hockey League. Er wird dort Assistentstrainer bei den New Jersey Devils.
Unerwartete Überraschung
„Wir sind ziemlich überrascht worden von Geoffs Entscheidung, da wir nicht mehr damit gerechnet haben. Nichtsdestotrotz werden wir seinen Entschluss professionell akzeptieren. Geoff hat in der abgelaufenen Saison hervorragende Arbeit geleistet und dafür möchten wir uns bei ihm bedanken“, sagt Adler-Geschäftsführer Daniel Hopp. Manager Teal Fowler hat bereits mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger begonnen. „Wir haben für die kommende Saison eine überaus schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt, und wir sind der festen Überzeugung, dass wir auch mit einem anderen Trainer erfolgreiches Eishockey spielen werden“, so Fowler. Wann die Adler einen neuen Cheftrainer präsentieren werden, ist derzeit allerdings noch unklar. Ward, der in der abgelaufenen Spielzeit zum „Trainer des Jahres“ in der DEL gewählt wurde, war erst im Sommer 2014 von den Boston Bruins in die Quadratestadt gewechselt und hatte die Adler gleich in seiner ersten Saison zum Titelgewinn geführt.
Bittere Abgänge
Die Mannheimer Adler haben bereits einige bittere Abgänge nach dem Gewinn der Meisterschaft verzeichnen müssen. So verließen neben Coach Geoff Ward auch die beiden deutschen Top-Stürmer Matthias Plachta (Arizona) und Frank Mauer (Rd Bull München) den Verein. Dazu kommen die beiden kanadischen Verteidiger Bobby Raymond (Iserlohn) und Kurtsi Foster (Nürnberg), die als Abgänge feststehen. Nun bangt man bei den Adler um die zwei deutschen Top-Verteidiger Dennis Reul und Sinan Akdag. Beide sollen von Clubs aus Russland und/oder Nordamerika umworben sein.