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  • So., 04. Januar 2015, 17:54 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks siegten am Sonntag im hoch dramatischen Spitzenspiel der DEL mit 3: 2 Toren in Hamburg

    Adler gewinnen Gipfeltreffen

    Adler-Stürmer Jamie Tradif zeigte auch in Hamburg seine Klasse. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Am Sonntagnachmittag trafen in Hamburg der Tabellenführer der Eishockey-Bundesliga aus Mannheim gegen den Zweiten aus dem hohen Norden. Rund 600 Adler-Fans waren im Sonderzug mit ihrem Team nach Hamburg gereist und sahen ein absolutes Top-Spiel, bei dem die Adler am Ende hauchdünn mit 3:2 gewannen. Der Sieg geht in Ordnung, wobei es ein ausgeglichenes Match war und der Sieger genauso hätte Hamburg lauten können. ES würde einen nicht verwundern, wenn beide Clubs in den Play-Offs erneut aufeinandertreffen.
    Beide Mannschaften schenkten sich vor 12.800 Zuschauern in der ausverkauften Halle nichts und gingen von Beginn an ein hohes Tempo. Dazu kam eine gesunde Härte, Schnelligkeit und viele, viele Torszenen. Dass der erst Treffer erst in der 32. Minute fiel, zeigt wie konzentriert beide Mannschaften bei der Sache waren. Zunächst ging Hamburg in Führung, dann gelang Jochen Hecht in der 37. Minute der 1:1 Ausgleich. Im letzten Abschnitt zog Mannheim dann nach Toren von Frank Mauer (46. Minute) und Sinan Akdag (56. Minute) auf 3:1 davon, ehe die Nordmänner noch in der gleichen Minute aus 2:3 verkürzen konnten. Trotz einer hoch dramatischen Schlussoffensive der Hanseaten blieb es beim 3:2 Sieg der Mannheimer.

    Adler-Neuzugang Kurtis Foster zeigte einen guten und soliden Einstand. Der Verteidiger ließ in einigen Szenen aufblitzen, welch hammerharten Schlagschuss er besitzt.
    In der Tabelle rangiert Mannheim weiter auf Rang eins vor Hamburg und München. Das nächste Spiel der Adler ist bereits am Dienstag in Nürnberg.

    1.Drittel
    Ein turbulenter und rasanter Beginn des Spitzenspiel. Die Freezers sofort mit zwei großen Chancen durch Julian Jakobsen. Nach zwei Minuten dann ein heftiger Faustkampf zwischen Adler-Youngster Dominik Bittner und dem Hamburger Bretton Stamler, im Anschluss wanderten beide auf die Strafbank. Nach drei Spielminuten musste dann Adler-Verteidiger Dennis Reul für zwei Minuten in die Kühlbox. Kurios, in Unterzahl schnappte sich der Mannheimer Andrew Joudrey den Puck und fuhr alleine auf Frezzers-Goalie Caron zu. Doch scheiterte der Mannheimer. Die Nordmänner machten jetzt mit einem Mann mehr gehörig Druck. Kaum waren die Kurpfälzer wieder komplett, musste der Mannheimer Dany Richmond für zwei Minuten hinaus. Eine sehr umstrittene Entscheidung, denn Richmond war in einem heftigen Gerangel mit Christoph Schubert verwickelt, doch der Hamburger musste nicht auf das Sünderbänkchen. Die Adler überstanden die aber die erneute Druckphase der Hanseaten. Doch es dauerte nicht lange, da wanderte erneut ein Adler auf die Strafbank. Diesmal war es Mannheims Flügelstürmer Jon Rheault. Wieder brannte es lichterloh vor Dennis Endras. Aber ein Tor wollte den Hanseaten erneut nicht gelingen. Zu Ende des Drittels dann zweimal hintereinander jeweils ein Freezer in der Kühlbox, doch auch den Blau-Weiß-Roten gelang kein Treffer. So ging es nach einem spannenden und hochklassigen ersten Abschnitt mit 0:0 in die Kabinen.

    2. Drittel
    Der zweite Abschnitt weiter auf hohem Niveau, auch wenn nicht mehr ganz das Feuerwerk des ersten Drittels abgebrannt wurde. Insgesamt waren die Hanseaten etwas stärker und druckvoller. Als Adler-Hüne Dennis Reul für zwei Minuten in der Kühlbox saß, klingelte es schließlich im Mannheimer Kasten. Morten Madsen war in der 32. Minute der Torschütze. Für die Kurpfälzer eröffnete sich direkt im Anschluss die große Möglichkeit zum Ausgleich, als die Blau-Weiß-Roten mit zwei Mann mehr agieren konnten, doch kamen sie nicht zum Torerfolg. Aber in der 37. Minute war es dann soweit und Jochen Hecht schoss nach klugem Zuspiel von Christoph Ullmann zum 1:1 ins Netz des Hamburger Gehäuses. Mit dem Unentschieden ging es auch in die Pause.

    3. Drittel
    Im letzten Abschnitt stand das Match auf des Messers Schneide, beide Teams agierten auf Augenhöhe. Als Adler-Verteidiger Sinan Akdag auf der Strafbank saß, erzielte Frank Mauer in der 46. Spielminute in Unterzahl die 2:1 Führung für die Cracks aus der Quadratestadt.

    Zu Mitte des Drittels konnte Mannheim erneut mit zwei Mann mehr agieren, doch schafften sie es nicht, diese numerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Als Hamburg dann wieder mit vier Feldspielern agieren konnten und in vier Sekunden wieder komplett gewesen wären, war es in der 56. Minute Sinan Akdag, der zur 3:1 Führung für Mannheim traf. Doch hielt die Freude der Kurpfälzer nicht lange an, denn nur 16 Sekunden später verkürzte Freezers-Superstar Kevin Clark auf 2:3 Tore. Als zweieinhalb Minuten vor Spielende Adler-Verteidiger Niki Goc auf die Strafbank musste, warf Hamburg noch eimal alles nach vorne und es brannte lichterloh vor dem Mannheimer Gehäuse. Schließlich blieb es aber beim knappen 3:2 für Mannheim.

    Hamburg : Mannheim 2:3 (0:0/1:1/1:2)
    Tore:  0:1 (31:22) Madsen (Oppenheimer/Sertich) - PP1; 1:1 (36:15) Hecht (Ullmann) - EQ; 1:2 (45:39) Mauer - SH1; 1:3 (55:11) Akdag (Arendt/Hecht) - PP1;

    Schiedsrichter: Haupt / Rohatsch

    Strafen: Mannheim 20 Min + 10 Min Bittner - Hamburg 16 Min + 10 Min Stamler 
Zuschauer: 12.800

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Richmond, Akdag, Wagner, Foster, Raymond, Reul, Goc, - Hecht, Mauer, Ullmann, Hospelt, Rheault, Arendt, Höfflin, Metropolit, Tardif, Plachta, Buchwieser, Bittner, Joudrey

    Hamburg: Caron (Kotschnew) - Schubert, Westcott, B. Festerling, Roy, Schmidt, Stamler - Clark, Dupuis, Flaake, Sertich, Madsen, Mitchell, Krämmer, Jakobsen, Oppenheimer, Pohl
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