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  • So., 06. Oktober 2013, 22:35 Uhr
    Die Mannheimer siegten in einem hochklassigen und dramatischen Match gegen Erzrivalen Berlin verdient mit 1: 0

    Adler gewinnen Top-Spiel der DEL

    Mannheims Superstar Jochen Hecht (blaues Trikot) überzeugt auch im Spitzenspiel gegen die Eisbären. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga am Sonntagabend gegen die Eisbären Berlin mit 1:0 (0:0/1:0/0:0) Toren. Es war absolutes Top-Eishockey, das beide Mannschaften den 12.500 Zuschauern in der fast ausverkauften SAP-Arena boten. Wie immer wenn die Erzrivalen aus Mannheim und Berlin aufeinandertreffen hatte das Match Play-Off-Charakter und fand auf sehr hohem Niveau statt. Es war hart, schnell und um jeden Puck wurde erbittert gekämpft.

    Aufgrund der knappen 1:0 Führung war die Partie bis zur wirklich allerletzten Sekunde spannend und an Dramatik kaum zu überbieten. Dass die Adler letztlich siegten war verdient, da sie sich insgesamt mehr Torchancen erarbeiteten und über lange Phasen das Match dominierten. Zurecht kletterten die Mannheimer in der Tabelle auf Rang drei. Aber auch den Eisbären muss man ein großes Lob aussprechen. Sie steckten zu keiner Zeit auf, kämpften beherzt und zeigten ein weit stärkerer Leistung, als es der momentan vorletzte Tabellenplatz ausdrückt. Nach dem starken Auftritt in Mannheim dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass sie rasch dort unten rauskommen.

    Zur Chronologie:

    Die Adler mit druckvollem Beginn. Die Eisbären wurden vom ersten Bully an geradezu in den deren Drittel eingeschnürt. Als in dieser Phase nach 1:22 Minuten der Berliner Julian Talbot auf die Strafbank musste, brannte es lichterloh vor einem glänzend haltenden Torwart Rob Zepp. Aber so viel Chancen sich Mannheim zum Führungstreffer auch erarbeitete, der Puck wollte nicht über die Linie gehen. Und kaum war Berlin wieder komplett, wanderte der nächste Eisbär , Barry Tallackson, auf die Strafbank. Doch noch ehe Mannheim in die Powerlay-Aufstellung fand, wanderte Marcus Kink für die Adler auf das Sünderbänkchen und die Chance war vertan. Bei gleicher Anzahl von Feldspielern auf dem Eis war Mannheim überlegen, doch schafften es die Berlin sich mehr und mehr aus der Umklammerung zu lösen und sich ihrerseits gute Chancen zu erarbeiten.

    Fünf Minuten vor Drittelende hatte zunächst Berlin die Chance zum 1:0, dann ging es in die andere Richtung und Adler-Stürmer Jon Rheault hatte die Führung auf dem Schläger. Die Partie wurde nun von beiden Seiten sehr offensiv geführt und die Zuschauer sahen ein spannende, tolles Eishockey-Match. Als zwei Minute vor Drittelende John Talbot für die Berliner hinaus musste, hatte Adler-Stürmer Jon Rheault die Führung auf dem Schläger, doch verzog er. Kurz darauf zischte ein Hammer von Matthias Plachta am Berliner Gehäuse vorbei, doch es lieb beim 0:0 unentschieden zur Pause.

    Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Mannheim die optisch überlegene und Spiel bestimmende Mannschaft, doch blieben die Eisbären ein nahezu ebenbürtiger Gegner, der stets mit schnellen Kontern für Gefahr sorgte. Doch keiner Mannschaft gelang es trotz guter Einschussgelegenheiten einen Treffer zu markieren. Ein Schock für die Adler dann, als der Berliner Andre Rankel in der 37. Minute einen umstrittenen Penalty zugesprochen bekam. Doch schaffte es Andre Rankel nicht Mannheim Torsteher Felix Brückmann zu überwinden. Der Puck landete an der Querlatte.

    Die Erlösung für die 12.500 Zuschauer dann in der 37. Minute, als Mannheims Neuzugang Simon Gamache zum 1:0 traf. Dies war auch der Spielstand zum Ende des zweiten Drittels.

    Auch das letzet Drittel bot Eishockey auf Biegen und Brechen. Die Eisbären hatten sich noch lange nicht aufgeben und hielten beherzt gegen die Mannheimer Offensive. Die Adler erspielten sich hervorragende Chancen im Minutentakt. In der 42. Minute verpassten gleich Buchweiser und Vernace, in der 44. Wagner und in der 46. Minute trudelte der abgefälschte Puck von Kettemer nur Zentimeter am Eisbären-Gehäuse vorbei. In der 51. Minute rutscht der Puck schließlich von einem Hecht-Schuss nur Zentimeter am Tor vorbei. Insgesamt war Mannheim jetzt deutlich überlegen, aber ihnen gelang kein Treffer.

    Die große Chance für Mannheim, als Eisbär Andre Rankel sieben Minuten vor Schluss auf die Strafbank musste. Doch schafften es die Badener nicht, den Puck ins Eisbären-Tor zu schießen.

    Die Anspannung stiegt nun in der SAP-Arena, denn jeder Zuschauer spürte, dass ein Eisbär-Angriff genügend würde und das Match wäre wieder hoffen. Rund zwei Minuten vor Spielende nah Berlin dann eine Auszeit und anschließend Torwart Rob Zepp aus dem Kasten, doch es half nichts, Mannheim brachte die Führung über die zeit und siegte verdient mit 1.0 gegen den Erzrivalen aus der Hauptstadt.

     

    Mannheim : Berlin 1:0 (0:0/1:0/0:0)

    Tore:  1:0 (36:20) Gamache (Kettemer/Buchwieser) – EQ;

    Strafen: Mannheim 10 Min – Berlin 16 Min

    Torschüsse: Mannheim 45 - Berlin 20

    Schiedsrichter: Brüggemann / Bauer

    Zuschauer: 12.500

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Brückmann (Lehr) – Sifers, Wagner, Reul, Vernace, Bittner, Kettemer, Goc  – Reault, Ullmann, Hecht, Mauer, Lehoux, Plachta, Buchwieser, Kink, Gamache, Arendt, Höfflin, El-Sayed,

    Berlin: Zepp (Elwing) - Borer, Haase, Baxmann, Sharrow, Trivellato, Lalonde - Busch, Olver, Tallackson, Rankel, Talbot, Mulock, Braun, Weiß, Christensen, Sparre, Schlenker

     
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