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Di., 29. Oktober 2013, 22:47 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks schlagen die Düsseldorfer EG nach hartem Arbeitssieg mit 3: 1 Toren
Adler gewinnen und klettern auf Rang zwei
VON GERNOT KIRCH Es war nicht unbedingt ein attraktives Eishockey-Match, das sich die DEG und Mannheimer Adler am Dienstagabend in der Düsseldorfer ISS-Arena lieferten. Doch dazu waren die Voraussetzungen beider Mannschaften auch zu verschieden. Während die Badener einer der Top-Favoriten auf den Meistertitel sind, mussten die Rheinländer aufgrund finanzieller Engpässe das Team vor der Saison erneut stark verjüngen und stehen nun im Tabellenkeller. Dies ließ erahnen, was kommen sollte, Mannheim würde anrennen und Düsseldorf „Beton anrühren“ und mit Mann und Maus verteidigen. Und die Vorahnungen sollten sich bestätigen. Wobei man der DEG für ihre Spielweise keinen Vorwurf machen kann. Es ist in diesem Jahr einfach keine andere Spielweise gegen ein Spitzenteam drin als versuchen, hinten gut zu stehen und dann auf Konter lauern. Mannheim hingegen enttäuschte für deinen Top-Favoriten schon ein wenig, denn sie agierten ideenlos und brachten zu wenige Scheiben auf das gegnerische Tor. Dass die Adler am Ende mit 3:1 (0:0/1:1/2:0) siegten ist dennoch hoch verdient, denn letztlich taten sie mehr für das Spiel. Dies besagen alleine schon 32 Torschüsse zugunsten der Adler gegenüber nur 16 der Düsseldorfer. Wobei das Ergebnis klarer klingt, als es der Spielverlauf war, denn die beiden letzten Tore der Adler zum 3:1 Endstand fielen erst in der 53. und 59. Minute.
Als Fazit bleibt festzuhalten, es war ein mühsamer Arbeitssieg. Doch auch solche Machtes müssen erste einmal gewonnen werden. Und letztlich zeichnet sich eine gute oder exakter, eine erfolgreiche Mannschaft auch dadurch aus, dass sie solche Begegnungen für sich entscheiden kann. Also „Schwamm drüber“ und sich über die drei Punkte aus dem Nachholspiel in Düsseldorf freuen, die Mannheim auf Tabellenplatz zwei hinter Köln klettern lassen.
Zur Chronologie:
1. Drittel: Die Partie plätscherte ohne große Höhepunkte und Emotionen dahin. Die Düsseldorfer EG als Außenseiter beschränkte sich auf die Defensive und machte die Räume eng. Dem Favoriten aus Mannheim gelang es trotz absoluter Feldüberlegenheit allerdings nicht, den Abwehrriegel der Rheinländer zu knacken. Zu harmlos und zu bedächtig waren ihre Angriffe. Nach etwa zehn Minuten erhöhten die Badener zwar die Schlagzahl, was der Partie gut tat, Tore fielen jedoch keine und so ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.
2. Drittel: Die DEG begann das zweite Drittel direkt mit einer Überzahl, doch gelang ihnen hierbei kein Tor. Als kurz darauf Mannheim mit einem Mann agieren konnte, brannte es zwar lichterloh vor Düsseldorfs Torsteher Ridderwall, doch wollte der Puck die Linie nicht überschreiten. Die Adler auch in der Folge drückend überlegen, doch wirklich gefährlich war dies leider zu selten, was die Cracks im blau-weiß-roten Dress produzierten. Anstatt zu schießen wurde immer wieder quer gepasst. Dann aber fasste sich Kapitän Marcus Kink in der 30. Minute endlich ein Herz, zog einfach ab und der Puck landete im Düsseldorfer-Gehäuse. Wobei DEG-Torsteher Ridderwall dabei nicht gut aussah. Im Anschluss musste der Mannheimer Florian Kettemer auf die Strafbank und die DEG nutzte dies zum 1:1 Ausgleich durch Drew Paris. Nicht ganz überraschend der Treffer, denn für die Adler war es bereits die vierte Hinausstellung alleine in diesem Drittel! Und irgendwann musste dies selbst gegen harmlose Düsseldorfer schief gehen. Bis Drittelende dann das gleiche Bild, Mannheim optisch überlegen ohne zwingend zu sein und Düsseldorf verteidigte geschickt. So stand es nach dem Abschnitt 1:1 unentschieden. Ein Zwischenstand, der für die DEG mehr als schmeichelhaft war.
3. Drittel: Die Begegnung war auch im letzten Abschnitt ernüchternd. Das Zuschauen machte keinen wirklichen Spaß. Düsseldorf total defensiv und die Adler dominierend, ohne zwingend zu sein. So plätscherte die Partie emotionslos dahin. Erst als noch etwa zwölf Minuten zu spielen waren, erhöhten die Badener merklich das Tempo und brachten den Puck häufiger auf das Tor der Düsseldorfer. Und die Mühen wurden belohnt, in der 53. Minute markierte Simon Gamache die 2:1 Führung für die Cracks aus der Quadratestadt. Nun mussten die Rheinländer „aufmachen“ und ihrerseits etwas für den Angriff tun. Und endlich taten sich für die Mannheimer Lücken auf, um gefährlich vor DEG-Keeper Ridderwall aufzutauchen. Zwei Minuten vor dem Abpfiff nutzte Marc El-Sayed dann die Freiräume und traf zum 3:1 für Mannheim. Dies war auch der Endstand.
Ausblick: Die Adler haben nun zwei Heimspiele hintereinander. Am Freitag erwarten sie die Straubing Tigers, am Sonntag gastiert die Düsseldorfer EG in der Mannheimer SAP-Arena. Weiterhin verletzt sind Verteidiger Christopher Fischer sowie die Stürmer Kai Hospelt und Jon Rheault. Der Einsatz von Abwehrspieler Dominik Bittner ist am Freitag noch fraglich.
Düsseldorf : Mannheim 1:3 (0:0/1:1/0:2)
Tore: 0:1 (29:27) Kink (Buchwieser/Gamache) – EQ; 1:1 (30:19) Drew Paris (Mondt) – PP1; 1.2 (52:51) Gamache – EQ; 1:3 (58:01) El-Sayed (Magowan/Arendt) - EQ
Torschüsse: Mannheim 32 – Düsseldorf 16
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Brüggemann / Jablukov
Aufstellungen:
Mannheim: Endras (Brückmann) – Sifers, Wagner, Reul, Vernace, Goc, Kettemer – Höfflin, Ullmann, Hecht, Mauer, Lehoux, Arendt, Buchwieser, Kink, Gamache, Plachta, El-Sayed, Magowan
Düsseldorf: Ridderwall (Goepfert) – Hotham, Paris, Noske, Ebner, Zanetti, Mapes, Stephan – Kreutzer, Olimb, Martinsen, Long, Preibisch, Mondt, Strodel, Fischbuch, Neugebauer, Daxelberger, Calovi, Klingsporn