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Sa., 30. Januar 2016, 13:03 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks unterlagen am Freitag mit 1: 2 Toren gegen Red Bull München
Adler haben kein Glück gegen bayerische Teams
Adler-Stürmer Kai Hospelt erzielte am Freitagabend das einzige Mannheimer Tor. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Freitagabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihr Heimspiel in der mit 13.600 Zuschauern ausverkauften SAP-Arena gegen Red Bull München mit 1:2 (1:1/0:0/0:1) Toren verloren. Damit ist der Angriff der Nordbadener auf die Tabellenspitze vorerst gescheitert. Während die Roten Bullen aus der bayerischen Landeshauptstadt jetzt nur mehr zwei Punkte hinter Tabellenführer Berlin stehen, rutschen die Mannheimer auf Tabellenplatz sieben ab. Will man es drastisch formulieren, kann man sagen, die Adler stehen nur auf einem Mittelfeldplatz und sind in dieser Saison auch nur Mittelmaß. Es trifft genauso aber auch die andere Aussage zu, dass die Mannheimer am Freitagabend in einem spannenden Spitzenspiel der DEL nur hauchdünn gegen den Meisterschaftsanwärter aus München verloren haben. Wohin der Weg der Adler geht, werden die nächsten Wochen zeigen. Viele Ausrutscher dürfen sich die Nordbadener aber nicht mehr leisten, will man am Ende unter den Top-Six-Teams stehen, die zur direkten Teilnahme an den Play-offs berechtigt sind. Die zwei Niederlagen in dieser Woche - am Dienstag gegen Straubing und am Freitag gegen München - waren in jedem Fall herbe Rückschläge der Adler-Aufholjagd. So bleibt denn auch ein etwas bitterer Nachgeschmack zurück, denn es schien bis Dienstag, dass im Januar die Krise des Dezembers überwunden sei. Am Sonntag müssen die "Raubvögel" in Nürnberg antreten.
Defensive Partie
Die Geschichte des Matches vom Freitag gegen Red Bull München ist schnell erzählt. Nachdem die Mannheimer am Dienstag mit ihrem offensiven Hurra-Eishockeystil" gegen Straubing untergingen, agierten die Raubvögel am Freitag sehr defensiv. Da München ohnehin eine Mannschaft ist, die aus einer kompakten Abwehr heraus agiert, entwickelte sich am Freitag ein Defensiv-Match. Der erste Treffer fiel denn auch erst in 17. Minute. Münchens Kapitän Michael Wolf hatte zum 1:0 für die Roten Bullen eingeschossen. Nur zwei Minuten später konnte Adler-Stümer Kai Hospelt allerdings bereits den 1:1 Ausgleich markieren. Die war auch der Pausenstand. Der zweite Abschnitt bleib torlos und bot unattraktives Abwehr- und Zerstör-Eishockey. So fiel die Entscheidung im letzten Drittel. In der 42. Minute schoss Münchens Raubein Steve Pinizotto in Unterzahl zum 2:1 für Red Bull ein. In der Folge konnten die Adler noch zweimal in Überzahl agieren, brachten den Puck aber trotz sehr guter Gelegenheiten nicht im Münchner Kasten unter. Hier hatten die Blau-Weiß-Roten sehr viel Pech. Aber so ist Eishockey, es zählen nicht Chancen, sondern Tore. Somit blieb es beim knappen 2:1 für die Cracks aus der bayerischen Landeshauptstadt.