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Mi., 24. Januar 2018, 23:47 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks schlagen die Panther mit 3: 1 Toren und klettern auf den 9. Tabellenplatz
Adler-Kanoniere erlegen Ingolstadt
Adler-Stürmer Luke Adam (blaues Trikot) vor dem Ingolstädter Gehäuse. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Aufwärtstrend der Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hält an. Am Mittwochabend besiegten die Badener den ERC Ingolstadt mit 3:1 (2:0/0:0/1:1) Toren. In der Tabelle kletterten die Mannheimer auf Rang 9 mit nur noch drei Punkten Rückstand auf Tabellenplatz 4. Die Mannschaften im Mittelfeld der DEL liegen extrem eng zusammen, sodass für die Adler noch ein Menge drin ist. Einzig die drei Top-Teams aus München, Berlin und Nürnberg sind der Tabelle uneinholbar entrückt.
Die Begegnung zwischen Mannheim und Ingolstadt am Mittwoch besaß gutes Niveau, war aber kein hochklassige Partie, dazu fehlte das Feuer und die Dramatik. Die Adler dominierten die gesamten 60 Minuten, den Oberbayern fiel hingegen kein Mittel ein, um das Adler-Bollwerk letztlich zu knacken. Der einzige Ingolstädter Treffer war denn auch eher so etwas wie ein Glücksschuss als ein schön herausgespieltes Tor. Für die Panther war das Resultat ein kleiner Dämpfer, denn immerhin hatten sie in den letzten elf Partie stets gepunktet. Aber irgendwann reißt eben jede Serie.
Bei Mannheim überzeugte einmal mehr die erste Sturmformation mit David Wolf, Andrew Desjardins und Matthias Plachta. Die drei „Kanoniere“ markierten denn auch zwei der drei Mannheimer Goals.
Zu erwähnen noch, dass Adler-Stürmer Ryan MacMurchy heute draußen saß, dafür rotierte Daniel Sparre ins Team, eine Entscheidung, die nicht ganz glücklich war, denn Daniel Sparre blieb blass, während Ryan MacMurchy in den vorangegangenen Partie stets für Gefahr sorgte. Auf der Tribüne bei Mannheim am Mittwoch außerdem Brent Raedeke und Denis Reul.
Am Freitag müssen die Adler in Wolfsburg antreten, am Sonntag gastiert Iserlohn in Mannheim.
Zur Chronologie
1. Drittel
Die Mannheimer mit einem flotten Beginn. Zunächst prüfte Adler-Stürmer Garrett Festerling in der 3. Minute Ingolstadt Torsteher Timo Pielmeier, doch er scheiterte, genauso wie eine Minute später Adler-Verteidiger Thomas Larkin. In der 7. Minute hämmerte dann David Wolf in Überzahl zum 1:0 für Mannheim ein. Auch in der Folge die Badener im Vorwärtsgang. Von den Pantern war bisher kaum etwas zu sehen. Daniel Sparre hatte in der 12. Minute einen weiteren Treffer auf dem Schläger, aber er scheiterte. Ab der 13. Minute konnte sich Ingolstadt etwas aus der Umklammerung lösen und sich zwei, drei gute Gelegenheiten erarbeiten, aber es blieb bei der knappen Führung der Adler. Das Match jetzt kurzzeitig ein offener Schlagabtausch. In der 18. Minute das 2:0 für Mannheim durch Garrett Festerling. Fazit: Eine gerechte Führung der Adler: Moral, Kampf und Spielwitz stimmten.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt plätscherte die Partie ein wenig dahin, weder konnte Mannheim die Führung ausbauen, noch gelang es Ingolstadt zu verkürzen. Insgesamt das Match jetzt auf mäßigem Niveau, die ganz großen Chancen fehlten. Fazit: Mannheim führt weiterhin verdient mit 2:0 Toren.
3. Drittel
Die Adler agierten zunächst mit einer defensiveren Grundausrichtung. In der 45. Minute Chad Kolarik und Devin Setoguchi mit Chancen für Mannheim, aber ohne Fortune und Torerfolg. Dann besaßen Christoph Ullmann und Marcel Goc guten Gelegenheiten, aber auch sie vergaben leichtfertig. Dann passierte, was passieren musste, in der 46. Minute wie aus dem Nichts der 1:2 Anschlusstreffer durch David Elsner, der einfach mal so den Schläger in einen Schuss hielt. Nun war wieder Dramatik in der Partie. Dann aber in der 54. Minute ein Traumtor des ersten Mannheimer Sturms mit David Wolf, Matthias Plachta und Andrew Desjardins. Der Vollstrecker war David Wolf, aber vorangegangen war eben jene Traumkombination an der alle drei Angreifer beteiligte waren.
Dann waren noch eine Minute und 44 Sekunden zu absolvieren und Adler-Verteidiger Sinan Akdag erhielt zwei Strafminuten, sodass die Panther einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Zudem nahm Ingolstadt noch seinen Torhüter zugunsten eins sechsten Feldspielers heraus, sodass sechs Panther gegen vier Adler spielten. Schließlich noch 40 Sekunden und die Adler-Festung hielt. Dann war Schluss und Mannheim siegte. Fazit: Die Adler siegen verdient mit 3:1 Toren, Ingolstadt insgesamt zu blass.