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  • Fr., 22. Januar 2016, 23:04 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks gewinnen am Freitag in einem hoch dramatischen Match mit 3: 2 Toren bei den Hamburg Freezers

    Adler klettern nach Sieg auf Rang sechs

    Der Top-Torjäger der Adler, Ryan MacMurchy, schoss die Mannheimer in Hamburg mit zwei Toren auf die Siegerstraße. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler setzen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihren Siegeszug fort. Am Freitagabend konnten die Nordbadener bei den Hamburg Freezers mit 3:2 (0:1/2:0/1:0) Toren gewinnen. Nach der rabenschwarzen Pannenserie im Dezember haben die Adler im Januar bereits fünf Siege bei nur einer Niederlage zu verzeichnen. In der Tabelle kletterten die Blau-Weiß-Roten auf Rang sechs.

    Das Match am Freitag in Hamburg bot packendes, hoch dramatisches Eishockey und stand bis zur allerletzten Sekunde auf des Messers Schneide. Nach dem ersten Abschnitt stand es 1:0 für die Freezers, ehe die Adler im zweiten Drittel aufdrehten und bis zur 50. Minute gar mit 3:1 führten. Dann setzten die Nordmänner zum Schlussspurt an und verkürzten auf 2:3 Tore. Die Schlüsselphase der Partie war, als Hamburg kurz vor Spielende zwei Minuten lang mit 5 gegen 3 Feldspieler der Mannheimer agieren konnte, aber ihnen kein Treffer gelang. Letztlich war es ein glücklicher, jedoch auch ein verdienter Erfolg der Mannheimer. Wobei es eine Partie zweier nahezu gleich starker Teams war.

    Am Sonntag müssen die Raubvögel in Köln antreten.

     

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Ein flotter Auftakt von beiden Teams, die offensiv, aber aus einer stabilen Abwehr heraus agierten. Hamburg zunächst etwas aktiver und mit mehr Gelegenheiten. Die logische Konsequenz das 1:0 für die Freezers in der 10. Minute durch den Hamburger Martin Sertich. Aber die Blau-Weiß-Roten steckten nicht auf, kämpften sich zurück und erarbeiteten sich im Anschluss zahlreiche gute Gelegenheiten. Besonders Ryan MacMurchy setzte sich mehrfach sehr gut in Szene. Und je länger das Drittel dauerte, desto mehr übernahmen die Adler das Kommando. Der Ausgleich lag in der Luft, aber er fiel nicht. Fazit: Die Freezers mit dem besseren Beginn, die Adler mit dem stärkeren Ende, doch rettet sich Hamburg mit dem 1:0 in die Pause. Torschüsse: Mannheim 15 - Hamburg 16

    2. Drittel

    Die Adler machten da weiter, wo sie im ersten Drittel aufgehört hatten, sie machten mächtig Dampf. Große Chancen für die Mannheimer hatten zunächst Kai Hospelt, Ryan MacMurchy und Glen Metropolit. In der 26. Minute war es dann soweit und der Kandier Ryan MacMurchy markierte den 1:1 Ausgleich. Auch im weiteren Verlauf agierten die Blau-Weiß-Roten im Vorwärtsgang. Hamburg nun weitestgehend in die Defensive gedrängt. In der 34. Minute führte die Mannheimer Überlegenheit zur 2:1 Führung für die Adler. Top-Torjäger Ryan MacMurchy hatte erneut getroffen. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Fazit: Mannheim bestimmt eindeutig das Geschehen auf dem Eis und führte verdient mit 2:1 Toren. Torschüsse: Mannheim 13 - Hamburg 12

    3. Drittel

    Im letzten Drittel waren es zunächst die Adler, die nachlegen konnten. In der 44. Minute traf Jochen Hecht zum 3:1 für die Nordbadener. Wer jetzt aber dachte, die Partie sei gelaufen, wurde eines Besseren belehrt. Die Hanseaten legten noch einmal eine Schippe drauf und schließlich konnte Freezers-Stürmer Garrett Festerling in der 51. Minute auf 2:3 verkürzen. Und die Nordmänner drängten nun auf den Ausgleich. Rund vier Minuten vor Spielende wurde eine Strafe gegen den Mannheimer Glen Metropolit angezeigt. Nur Augenblicke später fuhr der Hamburger Christoph Schubert den Mannheimer Torwart Dennis Endras zusammen. Als daraufhin der Mannheimer Brandon Yip seinen Torwart schützte und Christoph Schubert stellte, mussten merkwürdigerweise nur die Mannheimer Glen Metropolit und Brandon Yip auf die Strafbank, Übeltäter Christoph Schubert aber nicht. Dies war eine krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichter. So mussten sich für zwei Minuten drei Mannheimer Feldspieler gegen fünf aus Hamburg stemmen, eine nahezu unlösbare Aufgabe. Doch die Blau-Weiß-Roten schafften es, die zwei Minuten schadlos zu überstehen. Jetzt waren noch zwei Minuten zu spielen und die Freezers nahmen ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Aber dies führte nicht mehr zum Erfolg. Es blieb beim 3:2 für Mannheim. Fazit: Ein packendes Schlussdrittel mit einem glücklichen, aber verdienten Sieg für Mannheim. Der Schlüssel zum Erfolg der Adler war die überstandene 3:5 Unterzahlsituation. Torschüsse. Mannheim 10 - Hamburg 11

    Statistik

    Hamburg : Mannheim 2:3 (1:0/0:2/1:1)

    Tore:  1:0 (09:34) Sertich (Roy/Mitchell) - EQ; 1:1 (25:42) MacMurchy (Akdag/Carle) -EQ; 1:2 (33:02) MacMurchy (Akdag/Ullmann) - EQ; 1:3 (43:05) Hecht (Carle/MacMurchy) - PP1; 2:3 (50:51) Festerling (Wolf) - EQ;

    
Schiedsrichter: Brill / Krawinkel
    
Strafen: Mannheim 8 Min - Hamburg 6 Min

    Torschüsse: Mannheim - Hamburg
    
Zuschauer: 9.200

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Wagner, Akdag, Bittner, Richmond, Fischer, Goc, Carle - Kink, Joudrey, Yip, Buchwieser, Metropolit, Tardif, Rheault, Raedeke, Hospelt, Ullmann, Hecht, MacMurchy,

    Hamburg: Heeter (Kotschnew) - Liwing, B. Festerling, Roy, Schmidt, Sullivan, Schubert, Klassen - Davies, Jakobsen, Krämmer, Oppenheimer, Dupuis, Müller, Flaake, G. Festerling, Wolf, Mitchell, Sertich, Madsen
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