Der Mannheimer Eishockeybundesligist gewinnt am Sonntag mit 3: 2 Toren beim Erzrivalen in Köln
Adler-Maschine rollt weiter
Adler-Stürmer Christoph Ullmann erzielte in Köln zwei Tore. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler schlagen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Sonntagnachmittag die Kölner Haie glücklich mit 3:2 (1:1/1:1/1:0) Toren. Damit feiern die Kufencracks aus der Quadratestadt ein erfolgreiches Sechs-Punkte-Wochenende. In der Tabelle schieben sich die Mannheimer auf Rang fünf vor, allerdings punktgleich mit dem Tabellensechsten, den Nürnberg Ice Tigers.
Der Sieg der Adler in Köln ist verdient, aber auch glücklich, denn beide Teams waren in etwa gleich stark, wobei die Haie über 60 Minuten gesehen vielleicht sogar die stärkere und leicht dominierende Mannschaften stellten. Aber im Eishockey zählen nun mal nicht Spielanteile, sondern Tore, und hier erzielte Mannheim einen Treffer mehr. Es war keine wirkliche Spitzenpartie mit attraktivem Offensiv-Eishockey, sondern beide Clubs setzten zunächst auf eine stabile Abwehr. Somit neutralisierten sich die Formationen häufig und nach zwei Dritteln stand es 2:2 unentschieden. Auch im letzten Abschnitt überwog die Abwehrarbeit. Die Entscheidung fiel denn auch erst 29 Sekunden zur dem Ende der regulären Spielzeit, als alle schon dachten, es geht in die Verlängerung. Der glückliche Torschütze war Adler Stürmer Ronny Arendt, der die kleine Hartgummischeibe im Kölner Gehäuse versenkte.
Erneut schwach übrigens die Schiedsrichter, die das Regelwerk sehr kleinlich auslegten. Es ist schade und unverständlich, dass die Unparteiischen sehr unterschiedlich pfeifen dun keine einheitliche Linie haben. Hier ist Handlungsbedarf in der DEL.
Zur Chronologie
1. Drittel
Es war kein spektakulärer Auftakt des Spiels. Beide Mannschaften agierten aus einer kontrollierten Defensive heraus. Zudem pfiffen die Schiedsrichter sehr kleinlich, sodass der Spielaufbau etwas litt. So plätscherten die ersten zehn Minuten nahezu emotionslos und ohne wirkliche Höhepunkte dahin. Als die Haie dann in Überzahl agieren konnte, schoss der Kölner Frederik Eriksson in der 12. Minute die 1:0 Führung für die Domstädter. Doch nur 20 Sekunden später, noch in den Kölner Jubel hinein, erzielte Christoph Ullmann nach Vorarbeit von Ryan MacMurchy den 1:1 Ausgleich. Insgesamt nahm die Partie etwas mehr Fahrt auf, ohne dass es ganz „heißer Tanz“ wurde. In der 15. Minute traf Ronny Arendt leider nur den Pfosten. Schließlich blieb es beim Gang in die Kabinen beim Unentschieden. Fazit: Noch kein Top-Spiel und insgesamt etwas lau. Ein gerechter 1:1 Zwischenstand. Torschüsse: Mannheim 8 - Köln 11
2. Drittel
Der zweite Abschnitt hatte kaum begonnen, da gelang Adler-Stürmer Christoph Ullmann in der 23. Minute der Treffer zur 2:1 Führung für die Nordbadener. In der Folge setzten sich die Haie jedoch besser in Szene und dominierten die Partie. Begünstigt wurde dies, da nun ständig Adler-Akteure auf die Strafbank wanderten. Ab der 25. Minute mussten die Blau-Weiß-Roten gar kurzzeitig eine doppelte Unterzahl überstehen. Mannheim verteidigte aber konsequent und überstand die brenzlige Situation unbeschadet. Im weiteren Verlauf blieben die Kölner dominierend und machten Druck. Schließlich passierte, was passieren musste, Haie-Stürmer Patrick Hager gelang in der 37. Spielminute der 2:2 Ausgleich. Dies war auch der Stand zur Pause. Fazit: Die Haie das eindeutig stärkere Team. Der Spielstand von 2:2 für die Adler sehr glücklich. Torschüsse: Mannheim 5 - Köln 14
3. Drittel
Bei beiden Teams stand die Defensivarbeit eindeutig im Vordergrund. Keiner wollte ein Risiko eingehen und dabei einen Fehler machen. So passierte auf dem Eis bis zum Powerbreak (Werbepause) nicht allzu viel. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen und es wurde immer wahrscheinlicher, dass der nächste Treffer das Match entscheiden würde. Aber am defensiven System der zwei Teams änderte sich nichts. Sieben Minuten vor dem Ende hatte Adler-Stürmer Brandon Yip die Führung auf dem Schläger, aber er zog knapp am Tor vorbei. Rund fünf Minuten vor dem Ende musste Adler-Stürmer Glen Metropolit auf die Strafbank. Aber Mannheim übersteht die Kölner Drangphase ohne Gegentor. Dann die letzte Minute. Und 29 Sekunden vor dem Schlusspfiff kann Ronny Arendt zum 3:2 für Mannheim einschießen. Fazit: Die Adler mit einem glücklichen Siegtreffer. Ein Remis wäre nach 60 Minuten gerecht gewesen. So aber setzen die Raubvögel ihren Höhenflug fort. Torschüsse: Mannheim 11 - Köln 11