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Di., 19. Dezember 2017, 22:18 Uhr
Desolate Mannheimer Kufencracks unterliegen am Dienstag auch in dieser Höhe vollkommen verdient
Adler mit 1:5 Heimdebakel gegen Augsburg
Wie hier Marcel Goc sind die Mannheimer Adler zurzeit restlos am Boden zerstört. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler zeigten bei der 1:5 (0:3/1:2/0:0) Pleite am Dienstagabend gegen die Augsburger Panther eine ihrer schlechtesten Saisonleistungen. Die Fans quittierten den Auftritt ihrer Cracks phasenweise gar mit lauten Pfiffen, der Umnut über die schwachen Auftritte dieser Spielzeit hatte sich aufgestaut und ist riesig. Die Frage, warum es gegen Augsburg nicht lief bzw. warum es die gesamte Saison nicht läuft , ist einfach zu beantworten, die Stürmer treffen nicht und die Abwehr lässt den Gegnern zu viel Raum und lädt sie so zum Tore schießen ein. Unglaublich eigentlich, wenn man sich den Kader der Mannheimer anschaut, der einer der teuersten der Liga ist. Besonders die Topstars und Vielverdiener versagen, wie etwa Ryan MacMurchy, Devin Setoguchi oder Luke Adam. Aber auch viele der deutschen Spieler sind nicht besser, Leute wie Christoph Ullmann, Matthias Plachta oder Marcus Kink sind meilenweit von ihrem Leistungsvermögen entfernt. Was bei diesem Mix herauskommt, ist eine schwache und desolate Truppe, wie sie die Mannheimer Fans wohl seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Der neue Adler-Coach Bill Stewart konnte bisher auch keine entscheidenden Impulse geben. Seit er hinter der Bande steht, haben die Mannheimer nur einmal gewonnen, aber vier Matches gingen verloren. Zumindest hatte er aber am Dienstag vor der Partie den formschwachen Devin Setoguchi folgerichtig auf die Tribüne verbannt. Man darf gespannt sein, welche sogenannten Stars folgen werden. Zu erwähnen noch, dass Adler-Stürmer David Wolf am Dienstag ins Team zurückkam.
Zur Chronologie
1. Drittel
Beide Teams waren bemüht, aber alles war zunächst recht zerfahren. Gefährliche Chancen blieben Mangelware. In 10. Minute die etwas überraschende 1:0 Führung für Augsburg durch Arvids Rekis. Knapp zwei Minuten später das 2:0 für die Schwaben durch Gabe Guentzel. Bei Mannheim stimmte jetzt gar nichts mehr und es gab Pfiffe von den Rängen. In der 17. Minute gar das 3:0 für Augsburg durch Evan Trupp. Daraufhin verließ Dennis Endras das Tor und für ihn kam Ched Pickard. Fazit: Augsburg führte verdient, Mannheim komplett von der Rolle
2. Drittel
Der zweite Abschnitt brachte keine fundamentale Änderung. Mannheim weiterhin vergeblich bemüht das Spiel zu gestalten, der AEV abwartend und eher darauf bedacht, das Ergebnis zu verwalten. In der 27. Minute dann das 4:0 für die Panther durch Trevor Parkes. Nur vier Minuten später gar das 5:0 für Augsburg. Der Torschütze war Matthew White. Die Adler-Fans applaudierte nun sogar den Schwaben. Einige Zuschauer verließen das Stadion. In der 32. Minute zwar der 1:5 Anschlusstreffer durch Chad Kolarik, doch war dies mehr Ergebniskosmetik als der Beginn einer Aufholjagd. Fazit: Die Adler blass, schwach und enttäuschend, der AEV clever und kaltschnäuzig.
3. Drittel
Das Drittel plätscherte belanglos und bedeutungslos dahin. Mannheim wollte bzw. konnte nicht und Augsburg brauchte nicht. Fazit: 20 Minute, die man sich hätte schenken können.
Aufstellung:
Mannheim: Endras (ab der 17. MinPickard) - Stuart, Reul, Johnson, Larkin, Akdag, Goc - Plachta, Desjardins, Raedeke, Festerling, Wolf, Sparre MacMurchy, Hungerecker, Kolarik, Adam, Ullmann, M. Goc, Kink