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  • So., 03. Januar 2016, 21:31 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks konnten den Negativtrend nach acht Niederlagen stoppen und am Sonntag einen 7: 4 Erfolg bei den Pinguinen feiern

    Adler mit Arbeitssieg in Krefeld

    Adler-Stürmer Christoph Ullmann trug sich in Krefeld in die Torschützenliste ein. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Sonntagabend mit 7:4 (3:1/2:2/2:1) Toren bei den Krefeld Pinguinen gewonnen. Damit konnten die Nordbadener die Serie von acht Niederlagen in Folge im Dezember stoppen und endlich wieder einen Sieg feiern. Die drei Punkte fallen unter die Kategorie mühsamer Arbeitssieg. Glanz verströmten sie keinen. Letztlich zählte für die Raubvögel aber nur der Sieg, egal wie. In der Tabelle kletterten die Adler auf den sechsten Rang.

    Der 7:4 Erfolg der Mannheimer hört sich zwar deutlich an, doch so klar war die Sache nicht. Wobei es am Anfang der Partie noch nach einem lockeren Adler-Triumph aussah. So führten die Mannheimer nach dem ersten Drittel bereits mit 3:1 Toren und bis zur 34. Minute stand es gar 5:1 für die Nordbadener. Dann aber brachten sich die Mannheimer mit individuellen Fehlern und Unkonzentriertheiten fast um den verdienten Lohn, denn plötzlich führten die Adler in der 52. Minute nur noch mit 5:4 Toren. Nun schwammen die Nordbadener gehörig und der Ausgleich lag in der Luft. Schließlich erlöst aber Adler Top-Stürmer Ryan MacMurchy mit seinem Tor zum 6:4 in der 58. Minute die Blau-Weiß-Roten. Das Tor zum 7:4 Endstand durch Jochen Hecht ins leere Pinguin-Gehäuse war nur mehr Ergebniskosmetik.

    Man merkte den Adlern in Krefeld an, dass sie nach den vielen Niederlagen hypernervös waren und es noch nicht rund läuft. Doch das kann es auch noch nicht. Für allzu viel Euphorie besteht denn auch kein Anlass, denn Mannheim hat gerade mal mit Hängen und Würgen gegen den Tabellenletzten gewonnen. Die Adler werden es im weiteren Saisonverlauf mit anderen Kalibern zu tun bekommen, dann wird sich zeigen, ob der Sieg in Krefeld nur ein Strohfeuer oder die Wende war. Am Dienstag (5. Januar) muss Mannheim nach Nürnberg und am Freitag (8. Januar) kommt der Tabellendritte aus Iserlohn in die SAP-Arena.

    Ernüchternd war wie Mannheim in Krefeld eine sichere 5:1 Führung durch viele individuelle Fehler aus der Hand gab. Besonders die Abwehr war alles andere als sattelfest. Sie erlaubte sich viele haarsträubende Fehler und zeigte Unsicherheiten. Sollte Mannheim auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv werden, wäre wohl ein stabiler Verteidiger angesagt.

    Chronologie

    1. Drittel

    Es war ein verhaltener Beginn von beiden Teams. Zunächst stand vorsichtiges Abtasten auf dem Programm. Ab der 4. Minute agierten die Adler im Powerplay, sie blieben aber ohne Erfolg. Kaum waren beide Mannschaften wieder komplett, gab es die kalte Dusche für Mannheim, denn Daniel Pietta markierte in der 7. Minute das 1:0 für die Pinguine. Im Anschluss hatten der KEV deutlich Oberwasser. Die Adler wirkten nervös und agierten zu kompliziert. Als in der 8. Minute dann auch noch Adler-Verteidiger Steven Wagner hinaus musste, befürchteten viele einen weiteren Treffer für die Pinguine, doch es sollte ganz anders kommen. Adler-Verteidiger Mathieu Carle markierte in Unterzahl den 1:1 Ausgleich. Nun stabilisierten sich die Mannheimer und übernahmen das Kommando. Die logische Konsequenz war das 2:1 für die Adler durch Danny Richmond in der 11. Minute. Mit jeder Minute wurde Krefeld jetzt nervöser und Mannheim souveräner. Das 3:1 durch Top-Stürmer Ryan MacMurchy in der 16. Minute war Ausdruck der Überlegenheit der Nordbadener. Mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen. Fazit: Mannheim dominierte nach nervösem Beginn und führte verdient. Torschüsse: Mannheim: 10 - Krefeld 11

    2. Drittel

    Auch im zweiten Abschnitt waren die Nordbadener weiter überlegen und agierten im Vorwärtsgang. In der 27. Minute war es dann Brent Raedeke, der auf 4:1 für Mannheim erhöhen konnte. Nur eine Minute später konnte Christoph Ullmann gar auf 5:1 erhöhen. Die Partie plätscherte nun ein wenig dahin. Rund sieben Minuten vor Drittelende konnten 5 Krefelder gegen 3 Mannheimer agieren. Dies nutzten die Schwarz-Gelben zum 2:5 Anschlusstreffer durch Herbert Vasiljevs. Für die Pinguine war dies wie ein Weckruf, sie marschierten jetzt wieder. Mannheim wurde hingegen leichtsinnig, unkonzentriert und mit vielen individuellen Fehlern. Und es passierte, was passieren musste, Daniel Pietta schoss für Schwarz-Gelben in der 37. Minute zum 3:5 ein. Die Mannheimer Abwehr rannte jetzt teilweise wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen wild durcheinander. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Fazit: Mannheim hatte den KEV schon im Sack, doch ließ man die Pinguine durch viele individuelle Fehler wieder herankommen. Souveränität sieht anders aus. Torschüsse: Mannheim 16 - Krefeld 14

    3. Drittel

    Das Drittel hatte kaum begonnen, da musste der Mannheimer Sinan Akdag für fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe hinaus. Der KEV berannte jetzt das Adler-Gehäuse. Die Partie wurde zusehends härter und das körperliche Element nahm deutlich zu. Dies führte dazu, dass der Spielfluss permanent unterbrochen wurde. Mannheim überstand die fünf Minuten Unterzahl jedoch schadlos. In der 52. Minute war es dann aber soweit und Andreas Driendl verkürzte für die Pinguine auf 4:5 Tore. Krefeld drängte in der Folge mit Vehemenz. Die Partie fand jetzt fast ausschließlich vor dem Adler-Gehäuse statt. Dann nur noch drei Minuten zu spielen und die Spannung war greifbar. Dann schien Adler-Stürmer Ryan MacMurchy bei einem der wenigen Konter den Puck ins Krefelder Tor bugsiert zu haben. Doch die Schiedsrichter bemühten den Video-Beweis. Und schließlich gaben die Unparteiischen den Treffer zum 6:4 für die Adler. Als Krefeld zwei Minuten vor Spielschluss seinen Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnahm, nutzte dies Adler-Stürmer Jochen Hecht und schoss zum 7:4 Endstand ins leere Pinguin-Gehäuse. Fazit: Mannheim rettete den Sieg mit viel Mühe über die Zeit. Krefeld kämpfte tapfer und hatte Pech. Torschüsse: Mannheim 11 - Krefeld 17

    Statistik

    Krefeld : Mannheim 4:7 (1:3/2:2/1:2)

    Tore:  1:0 (06:34) Pietta (Collins) - EQ; 1:1 (08:05) Carle (Kink/Joudrey) - SH; 1:2 (10:41) Richmond (Ullmann/Metropolit) - EQ; 1:3 (15:35) MacMurchy (Richmond) - EQ; 1:4 (26:15) Ullmann (Metropolit) - EQ; 1:5 (27:11) Raedeke (Ullmann/MayMurchy) - EQ; 2:5 (33:13) Vasiljevs (Pietta) - PP2; 3:5 (36:36) Pietta (Schymanski/Eriksoson) - EQ; 4:5 (51:41) Driendl (Hagos/Mebus) - EQ; 4:6 (57:20) MacMurchy (Hecht/Arendt) -EQ; 4:7 (Hecht (Hospelt) - EN;

    
Schiedsrichter: Aumüller/Rohatsch
    
Strafen: Mannheim 12 Min + 5 Min Akdag - Krefeld 10 Min
    Torschüsse: Mannheim 28 - Krefeld 26
    
Zuschauer: 5.300

    Aufstellungen:

    Mannheim: Ziffzer (Endras) – Wagner, Akdag, Bittner, Richmond, Fischer, Goc, Carle - Kink, Joudrey, Buchwieser, Rheault, Metropolit, Raedeke, Ullmann, Hecht, MacMurchy, Hospelt, Riefers, Arendt,

    Krefeld: Galbraith (Di Berado) - Mebus, Weihager, Valentinbe, Schmitz, Sonneburg, Supis - Eriksson, Peitta, Schymanski, Hauner, Hurtubise, Collins, Vasiljevs, Driendl, Meisinger, Kretschamnn, Hagos, Sofron
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