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Di., 28. November 2017, 23:52 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks schlagen die Augsburger Panther mit 3: 2 Toren und stehen auf Rang sechs in der Tabelle
Adler mit Arbeitssieg nach Penalty-Schießen
Adler-Stürmer Daniel Sparre (blaues Trikot) vor dem Augsburger Kasten. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am Dienstagabend haben die Mannheimer Adler in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit 3:2 (1:0/0:1/1:1/0:0/1:0) Toren nach Penalty-Schießen gegen den Tabellenvorletzten aus Augsburg gewonnen. Damit stehen die Mannheimer auf Rang sechs in der Tabelle. Der Sieg fällt für die Adler unter die Kategorie mühsamer Arbeitssieg, bei dem am Ende nur die zwei Punkte zählen. Einen Schönheitspreis haben die Cracks im blau-weiß-roten Dress nicht gewonnen, aber der Abwärtstrend ist vorerst gestoppt und die Moral stimmte.
Es war das Match zweier Mannschaften, für die es im Monat November nicht besonders gut lief. Es setzte für beide Teams Niederlage auf Niederlage. Um so erfreulicher, dass sowohl Adler wie Panther auf die Offensive setzten und kämpferisch wie auch taktisch überzeugten. Sicher, es war nicht das große Eishockey-Feuerwerk oder gar Spektakel, aber dazu stand für die zwei Teams zu viel auf dem Spiel. Beide wollten unbedingt punkten, um den Negativtrend zu stoppen. Augsburg agiert dabei geschickt mit ihren schnellen Stürmern aus einer massiven Verteidigung heraus. Immer wieder tauchten die Panther mit ihren Kontern gefährlich vor Adler-Torsteher Dennis Endras auf.
Mannheim setzt auf Kampfkraft und Angriffspower. Erstmals seit Wochen bei den Mannheimern wieder Torjäger Ryan MacMurchy dabei, der ein gutes Spiel machte. Man merkte den Blau-Weiß-Roten an, dass sie mit vier kompletten Reihen agieren konnten und Druck machten. Was allerdings weiter zu bemängeln ist, es wird zu wenig geschossen und auf Abpraller gelaudert. Und zu selten steht ein Adler-Stürmer vor dem gegnerischen Kasten, um dem Goalie die Sicht zu nehmen. Weiterhin fehlt die Effizienz und Kaltschnäuzigkeit. Zu oft wollen die Mannheimer den Puck ins Tor zaubern, statt sofort den Abschluss zu suchen.
Und irgendwie klebt den Adlern auch das Pech am Schläger. Es fehlten ganze 15 Sekunden zum Sieg in der regulären Spielzeit mit drei Punkten. Und es war nicht mal ein Augsburger Treffer zum 2:2 Ausgleich, sondern Adler-Verteidiger Denis Reul lenkte den Puck unglücklich ins eigene Tor.
Zur Chronologie
1. Drittel
Augsburg mit einem offensiven Beginn. Da Mannheim ebenfalls mit Drang nach vorne agierte, entwickelte sich ein offner Schlagabtausch. Zwei riesige Chancen besaßen die Augsburger Gabriel Guentzel (5. Minute) und Thomas Trevelyan (8.Minute). Ebenfalls in der 8. Minute Adler-Stürmer Garrett Festerling mit einem satten Schuss, aber auch er ohne Fortune. Schließlich war es in der 10. Minute der Mannheimer Matthias Plachta, der die 1:0 Führung für die Raubvögel markierte. Adler-Kapitän Marcus Kink hatte nach klugem Zuspiel von Alex Lambacher in der 14. Minute einen weiteren Treffer auf dem Schläger, aber er scheiterte an Augsburgs Torsteher. Chad Kolarik (17. Minute), Matthias Plachta (18. Minute) und Daniel Sparre (20. Minute) mit weiteren Chancen für Mannheim, aber es blieb zum Pausenpfiff bei der 1:0 Führung. Fazit: Eine verdiente Adler-Führung in einem flotten, offensiv geführten Drittel.
2. Drittel
Der zweite Abschnitt bot ein ähnliches Bild, es war ein offensiver Schlagabtausch beider Teams mit Chancen auf beiden Seiten. Es ging rauf und runter. Und schließlich passierte, was passieren musste, der Augsburger Thomas Trevelyan markierte in der 29. Minute den nicht unverdienten 1:1 Ausgleich. In der Folge agierten die Adler druckvoll, was aber fehlte, war der direkte Zug zum Tor. Und es wurde zu wenig geschossen. Immer wieder wurde probiert, den Puck ins Tor zu zaubern, anstatt einfach mal draufzuhalten. So blieb es beim 1:1 bei Gang in die Kabinen. Fazit: Ein gerechtes Remis nach 40 Minuten, beide Teams mit offensiv und mit vielen Chancen, aber ohne die ganz große Effizienz.
3. Drittel
Die Adler im letzten Abschnitt im Vorwärtsgang. Die blau-weiß Roten drängten auf die Führung. Die Panther weiter mit Kontern gefährlich. Dann ist es in der 46. Minute der Kandier Devin Setoguchi, der sich mit einem herrlichen Solo durchkämpft und die 2:1 Führung markiert. In der Folge agierten die Adler aus einer stabilen Abwehr heraus, um den Sieg nach Hause zu bringen. Und Augsburg rannte an, ohne die ganze große Durchschlagskraft entfalten zu können. Dann waren noch fünf Minuten zu spielen und die Uhr tickte weiter nach unten. Als nur noch rund 40 Sekunden zu spielen waren, nahm Augsburg den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Und 15 Sekunden vor dem Ende gelang den Panthern der Ausgleich. Wobei nicht Augsburg den Ausgleich schoss, sondern der Puck von Adler-Verteidiger Denis Reul ins eigen Tor sprang. Somit hieß es Verlängerung. Fazit: Augsburg im Glück. Zur Ehrlichkeit gehört aber auch, dass die Mannheimer es versäumten den 2:1 Vorsprung auszubauen und nach dem Führungstreffer zu passiv agierten. Bitter für die Adler zudem, dass von den Rängen Pfiffe kamen.
Verlängerung
Nach rund einer Minute in der Overtime musste Adler-Stürmer Luke Adam auf die Strafbank, sodass die Panther mit einem Mann mehr agieren konnten. Aber die Schwaben konnten dies nicht zum Torerfolg nutzen. Als auch nach fünf Minuten kein Treffer gefallen war, musste das Penalty-Schießen entscheiden. Da hier nur Adler-Stürmer Chad Kolarik traf, siegte Mannheim verdient mit 3:2 Toren nach Penalty-Schießen.