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Sa., 28. November 2015, 00:40 Uhr
Die Mannheimer Eishockey-Cracks schlagen Krefeld mit 4: 2 Toren und festigen Platz an der Tabellenspitze
Adler mit mühsam erkämpftem Arbeitssieg
Die Mannheimer Adler (blaue Trikots) und die Krefeld Pinguine lieferten sich einen harten Fight. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Mannheimer Adler am Freitagabend mit 4:2 (0:1/1:1/3:0) Toren gegen die Krefeld Pinguine gewonnen. Der Sieg war glanzlos und fällt unter die Kategorie „Mühsamer Arbeitssieg“. Und am Ende war auch viel Glück dabei. Genauso hätte Krefeld siegen können. Mannheim agierte von der ersten Minute an viel zu lässig. Es war der typische Fall von „Gegner unterschätzt!“ Im ersten Drittel war Mannheim zwar deutlich überlegen, machte aber nichts aus seinen Chancen und vergab sogar eine fünfminutige Überzahl leichtfertig. Der KEV war bis zur 19. Minute ein eher schwacher Gegner, dem man nichts zutraute. Als Krefeld allerdings kurz vor Drittelende das 1:0 erzielte, spürten die Pinguine, dass in Mannheim was drin ist. Auch im zweiten Abschnitt vermochte Mannheim nicht zu überzeugen und Krefeld führt nach 40 Minuten mit 2:1 Toren. Erst im letzten Drittel legten die Adler zu und erkämpften sich schließlich den Sieg, wobei der entscheidende Treffer zum 3:2 erst drei Minuten vor Spielende durch einen Penalty fiel. Der Treffer zum 4:2 ins leere Pinguin-Gehäuse war nur mehr Ergebniskosmetik.
Ein absolute Katastrophe waren wieder einmal die Linienrichter, die kaum in der Lage waren, ein zügiges Bully durchzuführen.
Am Sonntag muss Mannheim beim Angstgegner in Iserlohn antreten. Das Match wird ab 17.45 Uhr im frei empfangbaren Servus TV übertragen.
Zur Chronologie
1. Drittel
Die Adler von Beginn an dominierend. Gleich reihenweise hatten die Blau-Weiß-Roten gute Gelegenheiten, zunächst Martin Buchwieser in der 3. Minute, dann Jochen Hecht und Ryan MacMurchy in der 5. Minute. Krefeld bis dahin konfus und ohne Bindung zum Spiel. Dann jedoch ein Abspielfehler der Adler und Pinguin-Stürmer Mike Collins lief alleine auf das Mannheimer Tor zu, aber der Krefelder vergab kläglich. In der 8. Minute erhält der Krefelder Mike Mieszkowski eine Fünf-Minute Strafe wegen Bandenchecks. Die Mannheimer waren zwar fünf Minute lang drückend überlegen, agierten insgesamt aber zu unkonzentriert und ohne den letzten Biss. So blieb es beim 0:0 unentschieden. Die Partie plätscherte jetzt ohne große Höhepunkt dahin. Keines der beiden Teams überzeugte. Es war eine blasse und sehr zererfahrene Partie. Als alle schon dachten, mit dem Remis geht es in die Kabinen, erhielt Mannheim eine Strafzeit und Martin Schymanski schoss in der 19. Minute zum 1:0 für die Pinguine ein. Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, aber so ist nun mal Eishockey. Torschüsse: Mannheim 7 - Krefeld 6
2. Drittel
Auch im zweiten Abschnitt kamen die Adler nicht richtig ins Laufen. Irgendwie fehlte die Konzentration, die Leidenschaft und der absolute Wille zum Torerfolg. Und so passierte, was passieren musste, in der 26. Minute markierte Mike Collins in Überzahl das 2:0 für die Pinguine. Als in der 28. Minute Jochen Hecht hinaus musste, fürchten vielen Zuschauer einen weiteren Treffer für Krefeld, doch es kam ganz anders. In Unterzahl verkürzte Adler-Verteidiger Dominik Bittner mit seinem Tor auf 1:2. In der Folge nahmen die Adler die Zügel in die Hand , ohne wirklich zu überzeugen. Zu viel blieb Stückwerk. So ging es mit der knappen Führung für Krefeld in die Kabinen. Torschüsse: Mannheim 19 - Krefeld 9
3. Drittel
Nach fünf Minuten im letzten Abschnitt hämmert Adler-Verteidiger Sinan Akdag in Überzahl zum 2:2 Ausgleich ein. Die Partie nahm jetzt deutlich an Fahrt auf. Sowohl Mannheim wie auch die Pinguine legten eine Schippe drauf. Es war nun ein Match auf Augenhöhe und beide Mannschaften erarbeiteten sich zahlreiche gute Gelegenheiten. Dann waren noch zehn Minuten zu spielen. Und die Pinguine nun mit den größeren Chancen und mit mehr Spielanteilen. Drei Minuten vor Spielende fuhr dann allerdings Adler-Stürmer Ryan MacMurchy alleine auf das Pinguin-Gehäuse zu und wurde gefoult. Die klare Entscheidung der Schiedsrichter: Penalty. Und der Kanadier verwandelte ganz cool und abgezockt zur 3:2 Führung. Krefeld warf jetzt noch einmal alles nach vorne, doch ein Tor wollte nicht gelingen. Eine Minute vor Spielende gab es noch eine kleine Rauferei. Im Anschluss nahmen die Schwarz-Gelben ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Doch nicht Krefeld erzielt einen Treffer, sondern Adler-Stürmer Jon Rheault schoss den Puck ins leere Gehäuse des KEV zum 4:2 Endstand. Torschüsse: Mannheim 7 - Krefeld 7