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Fr., 24. November 2017, 23:54 Uhr
Die Mannheimer Kufencracks besiegen am Freitagabend die Straubing Tigers mit 5: 2 Toren
Adler schießen sich aus der Krise
Adler-Stürmer Garrett darf zum 1:1 Ausgleich. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten in der Deutschen Eishockey Liga am Freitagabend mit 5:2 (2:1/2:0/1:1) Toren gegen die Straubing Tigers. Nach drei Niederlagen in Folge konnten die Adler damit wieder einen Sieg feiern und stehen in der Tabelle auf Rang sechs.
Es war ein hart erarbeiteter Erfolg, ein Sieg des Willens, nicht der filigranen Eishockey-Technik. Von Beginn an waren die Cracks aus der Quadratestadt hoch motiviert und wollten die Niederlagenserie stoppen. Besonders zu Beginn der Partei war es nicht sehr schön, was Mannheim ablieferte, aber der Einsatz stimmte. Und dies war das Wichtigste. Der Lohn waren die Tore, die wie reife Früchte vom Baum fielen. Auffallend dabei, dass in erster Linie nicht die namhaften Torfjäger der Adler trafen, sondern Arbeitstiere wie Garett Festerling und Daniel Sparre sowie mit Phil Hungerecker und Alex Lambacher zwei Nachwuchskräfte.
Für die Mannheimer war es sicher auch gut, dass mit Straubing am Freitag kein starkes Team in der SAP-Arena auftrat, sondern der Tabellenletzte. Es war noch lange nicht alles Gold was bei den Mannheimern glänzte, aber in der jetzigen Situation zählten nur die drei Punkte und der Sieg, egal wie dieser zu Stande kam. Was der Sieg wirklich wert war, wird sich am Sonntag zeigen, wenn die Raubvögel in Berlin, bei einem der drei Top-Teams der Liga, antreten müssen.
Zu erwähnen noch, dass bei Mannheim wieder Nationaltorhüter Dennis Endras im Kasten stand und auch Abwehrhüne Denis Reul wieder dabei war, sodass zumindest die Adler-Abwehr bis auf Carlo Colaiacovo komplett agieren konnte. Im Sturm fehlten weiterhin fünf Stammspieler.
Zur Chronologie
1. Drittel
Die Adler konnten sofort in Überzahl spielen und brannten ein wahres Feuerwerk ab, aber der Torerfolg blieb aus. Dann war Straubing in Überzahl dran. Auch die Niederbayern ohne Tor. Nach sechs Minuten ging es mit fünf gegen fünf weiter. Mannheim jetzt das tonangebende Team. Straubing durch Konter aber stets gefährlich. Schließlich waren zehn Minuten gespielt und es stand weiterhin 0:0 unentschieden.
In der 12. Minute jubelten Adler-Fans schon und wollten den Puck im Straubinger Tor gesehen haben. Die Frage hieß jetzt, war der Puck drin oder nicht. Die Schiris bemühten den Videobeweis und entschieden auf kein Tor. Den ersten Treffer der Partie erzielten dann die Straubinger in der 13. Minuten durch Alexander Oblinger. In der 15. Minute glich Garett Festerling in Überzahl zum 1:1 aus. Eine Minute vor Drittelpause erhöhte Daniel Sparre auf 2:1 für Mannheim. Damit ging es in die Kabinen.
2. Drittel
Der zweite Abschnitt gehörte alleine den Adlern. Mit druckvollem Spiel setzten sie die Straubinger konsequent unter Druck und die Torchancen nahmen zu, zumal die Tiger auch zu viele Strafzeiten nahmen. Das 3:1 in der 31. Minute durch Luke Adam war die logische Folge. Nach dem 4:1 in der 32. Minute durch Alex Lambacher war eine Art Vorentscheidung gefallen. Die Tigers steckten nun ein wenig auf und es marschierte nur mehr Mannheim. Straubing glaubte wohl nicht mehr, die Partie noch drehen zu können.
3. Drittel
Der letzte Abschnitt plätscherte ohne große Höhepunkte dahin und brachte keine fundamentalen Verschiebungen mehr: Mannheim war überlegen und das große Aufbäumen der Tigers fand nicht mehr statt. In der 52. Minute konnte Rene Röthke zwar noch auf 2:4 verkürzen, doch markierte Phil Hungerecker nur eine Minute später den 5:2 Endstand.