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Di., 17. März 2015, 22:37 Uhr
Nach dem klaren Erfolg im vierten Spiel des Play-Off-Viertelfinales führen die Mannheimer Kufencracks die Serie mit 3: 1 Siegen an
Adler schlagen Nürnberg mit 3:0 Toren
Jochen Hecht war der überragende Adler-Akteur am Dienstagabend in Nürnberg. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Dienstagabend in Nürnberg mit 3:0 (0:0/2:0/1:0) Toren gewonnen. Damit führen die Mannheimer die Play-Off-Viertelfinalserie, die nach dem Modus Best-of-seven ausgetragen wird, mit 3:1 Siegen an.
Die Partei am Dienstag verlief so ganz anders wie die Matches zuvor. War in den ersten drei Partien stets Mannheim feldüberlegen und hatte das „Spiel gemacht“, waren es am Dienstag die Nürnberg Ice Tigers, die von Beginn für gewaltigen Druck sorgten. Im 1. Drittel lag ein Tor für die Nürnberger förmlich in der Luft, aber es wollte nicht fallen. Nur mit Glück überstand Mannheim die ersten 20 Minute unbeschadet. Im 2. Abschnitt brachten dann Jochen Hecht mit Penalty und Dennis Reul die Adler mit 2:0 in Führung. Im 3. Drittel probierten die Franken noch einmal alles, doch dank eines überragenden Torwart Dennis Endras stand die Adler-Abwehr stabil und Christoph Ullmann sorgte schließlich mit dem 3:0 in der 56. Minute für die endgültige Entscheidung.
Sollten die Adler am Freitag in der heimischen SAP-Arena erneut gegen Nürnberg gewinnen, würden sie im Halbfinale stehen und dort auf Wolfsburg treffen. Wolfsburg hatte sich am Dienstag sehr glücklich mit 4:3 Toren gegen das sympathische Team von Red Bull München durchsetzt und steht nach 4:0 Siegen bereits als Halbfinalteilnehmer fest.
Doch man soll das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor man ihn erlegt hat. Und dies bedeutet für die Mannheimer, jetzt nicht „abheben“, sondern sich auf das Match am Freitag gegen Nürnberg konzentrieren.
Chronologie des vierten Matchs Mannheim gegen Nürnberg
1. Drittel
Die Nürnberger legte los wie die Feuerwehr und machten mächtig Druck. Während die Ice Tigers sich eine Großchance nach der andern erarbeiteten, fanden die Adler in den ersten fünf Minuten überhaupt nicht statt. In der sechsten Minute dann aber ein Pfostenschuss des Mannheimers Jon Rheault. In der Folge waren wieder die Ice Tigers deutlich überlegen. Mannheim schwamm gewaltig und die Kurpfälzer hatten Glück, dass es immer noch 0:0 stand. In der 13. Minute bekam der Nürnberger Jasin Ehliz dann eine fünf Minuten plus Matchstrafe. Nun konnten die Mannheimer durchatmen und sich einige Gelegenheit erarbeiten, doch ein Tor gelang den Blau-Weiß-Roten nicht. So ging es mit dem für Mannheim sehr glücklichen 0:0 in die Kabinen.
2. Drittel
Im Mitteldrittel zunächst wieder Nürnberg mit dem Elan und Druck. Dann jedoch fuhr Adler-Stürmer Jochen Hecht in der 23. auf das Gehäuse der Ice Tigers zu und wird gefoult. Die richtige Entscheidung der Schiedsrichter: Penalty, also so etwas wie Strafstoß! Da der gefoulte Crack den Penalty selbst ausführen muss, trat Jochen Hecht an und versenkte den Puck gekonnt im Kasten der Ice Tigers zur 1:0 Führung der Mannheimer. In der Folge fanden die Adler besser ins Spiel. Ganz stark dann die Aktion in der 29. Minute von Adler-Verteidiger Dennis Reul, der sich durchtankte und die kleine Hartgummischeibe zum 2:0 für die Kurpfälzer im Kasten der Franken versenkt. Das Match war jetzt ausgeglichen. Bis zur Pause fiel kein Treffer mehr
3. Drittel
Im letzten Drittel mussten die Franken kommen, doch taten sie dies nicht kopflos, sondern spielten weiter aus einer kontrollierten Abwehr heraus. Die Nürnberger wollten nicht zu viel riskieren. Mannheim agierte ebenfalls mit einer verstärkten Defensive. Aber so langsam rannte den Franken die Zeit davon. Wobei der Druck der Ice Tigers stetig zunahm. Der Turm in der Abwehrschlacht war nun Mannheims Goalie Dennis Endras, der sich in Weltklasseform präsentierte und zahlreiche sogenannter "100-prozentiger Chancen" der Nürnberger entschärfte. Und dann war es Adler-Stürmer Jochen Hecht, der einen klugen Pass auf Christoph Ullmann spielte und dieser versenkte den Puck zum 3:0 im Tor der Raubkatzen. Schließlich nahmen die Franken ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus, doch es half nichts mehr, es blieb beim 3:0 für Mannheim.