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So., 23. Februar 2014, 17:26 Uhr
In einer kampfbetonten und von der Taktik geprägten Partie setzen sich die Mannheimer Kufencracks am Sonntag hauchdünn mit 1: 0 durch
Adler siegen bei Tabellenführer Hamburg
Adler-Stürmer Jon Rheault (blaues Trikot) erzielte den Siegtreffer in Hamburg. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Sonntagnachmittag in Hamburg mit 1:0 (0:0/1.0/0:0) gewonnen. Und die Hanseaten waren nicht irgendein Gegner, sondern sind der aktuelle Tabellenführer in der DEL. Zudem haben sie die letzten 19 Heimspiel gewonnen. Hut ab also vor der Leistung der Mannheimer. Es war ein kampfbetontes, jedoch nicht unbedingt hochklassiges Match. Was seine Ursache darin hatte, dass es eine Begegnung war, in der die Taktik und weniger die Leidenschaft dominierte. Und Taktik heißt bei Adler-Coach Hans Zach in erster Linie, hinten stabil stehen und auf Konter lauern. Ein bedingungsloses Offensivfeuerwerk wird es unter ihm nicht geben. Viele nennen dies „Beton anrühren” und werfen dem Coach vor, ein unattraktives Spielsystem zu propagieren. Und in gewisser Weise haben sie recht, die Mannheimer haben schon einmal spektakulärere gespielt. Aber auch dies ist klar, das System von Hans Zach ist in Mannheim erfolgreich. Und letztlich kommt es darauf an. Ein Blick auf das vergangene Wochenende zeigt dies. Die Mannheimer hatten zwei schwere Auswärtsspiele in München und Hamburg und weisen ein Bilanz von 4:2 Punkte auf. Viele Tore schossen die Adler dabei nicht, insgesamt nur vier. Doch was entscheidender ist, der Gegner noch weniger, nämlich nur drei. Und wie heißt es so schön: „Wer Erfolg hat, hat recht.” Oder auch: ”Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften.”
In der Tabelle bleiben die Adler auf Rang sechs, allerdings punktgleich mit dem fünften, den Nürnberg Ice Tigers. Und auch die Kölner Haie auf Rang vier sind nur einen Punkt weg und Wolfsburg auf Platz drei ist nur zwei Zähler in Front.
Kurios übrigens in Hamburg, dass der Treffer der Adler in Unterzahl fiel. Ein Kunststück, das nur selten gelingt, aber zeigt, wie effizient die Special Teams der Adler funktionieren.
Als überzählige Adler-Spieler saßen in Hamburg die beiden Verteidiger Dominik Bittner und Christopher Fischer auf der Tribüne. Stürmer Mirko Höfflin saß als 13. Stürmer auf der Bank.
Zur Chronologie:
1.Drittel
Ein flotter Beginn beider Teams, wobei das Hauptaugenmerk zunächst auf der soliden Defensivarbeit lag. Mit fortschreitender Spielzeit erarbeiteten sich die Hamburger allerdings mehr Spielanteile, ohne zunächst absolut drückend zu sein. Mannheim blieb mit Kontern gefährlich. Die größte Chance hatte hier Eric Schneider zu Mitte des Drittels. Doch nahm im Anschluss an das Powerbreak der Angriffsdruck der Hanseaten zu. Sie bestimmten nun die Partie, wobei es ihnen nicht gelang das Bollwerk der Adler zu knacken. Das ganze große Eishockey wurde im ersten Drittel noch nicht gezeigt. Es war eher Hausmannskost bzw. ein Match, das von der Taktik geprägt war. Mit dem 0:0 ging es schließlich in die Kabinen.
2. Drittel
Der zweite Drittel brachte keine prinzipielle Änderung des Spielgeschehens. Die Freezers optisch überlegen ohne zwingend zu sein. Die Adler hingegen sehr defensiv orientiert. In der 24. Minute dann der Hamburger Philippe Dupis mit einer guten Gelegenheit, doch schießt er am Tor vorbei. Dann musste der Mannheimer Michael Vernace ab der 26. Minute auf die Strafbank. Doch waren es nicht die Hanseaten, die einen Tor markierten, sondern die Mannheimer. Adler-Stürmer Jon Rheault klaute sich in der 27. Minute den Puck von David Wolf, fuhr alleine auf Sebastian Caron im Hamburger zu und machte das 1:0 für die Blau-Weiß-Roten. Im Anschluss wieder, wie schon öfter in der Saison, ein übler Check von David Wolf, doch stellten die Schiris sowohl David Wolf wie auch den Mannheimer Jochen Hecht hinaus. Ein vollkommen unverständlich Entscheidung. Dre Rest des Drittels lief ohne große Höhepunkte runter. Mit dem 0:1 ging es in die zweite Pause.
3.Drittel
Die Adler blieben bei ihrem abwartenden Defensivspiel und lauerten auf Konter. Die Freezers legten im letzten Abschnitt noch eine Schippe drauf und machten von Minute zu Minute mehr Druck. In der 48. Minute die Riesenchance für den Hamburger Jerome Flaake, doch parierte Felix Brückmann im Adler-Tor hervorragend. Doch ging es nun Schlag auf Schlag im Offensivspiel der Nordmänner weiter. Besonders Matthew Pettinger erspielte sich eine Menge gute Einschussgelegenheiten, doch scheiterte er jedes Mal knapp. Die Adler nun in ihrem drittel eingeschnürt, wobei sie hinten gut standen und nur wenige wirklich gute Chancen für die Freezers zuließen. Und so langsam lief den Hanseaten die Zeit davon. Rund vier Minuten vor Schluss dann die ganz dicke Chance für Hamburg, doch hielt Torsteher Felix Brückmann mit einer Weltklasselesitung und so blieb es beim knappen 1:0 für die Blau-Weiß-Roten. Die Freezers rannten weiter mit aller Wucht gegen das Adler-Tor an. Schließlich nahmen sie sogar Sebastian Caron aus dem Tor und brachte einen weiteren Feldspieler, doch blieb es beim hauchdünnen Adler-Sieg.
Ausblick
Die Mannheimer Adler müssen in der regulären Saison noch vier Spiele absolvieren, dann beginnen die Play-Offs. Zunächst müssen sie nächsten Freitag in Nürnberg antreten. Am Sonntag gastiert dann der ERC Ingolstadt in der SAP-Arena. Die beiden letzten Matches sind am 4. März gegen Berlin und 7. März in Schwenningen