Mo., 17.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 29. November 2015, 22:46 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks gewinnen mit 3: 2 Toren nach Penalty-Schießen in Iserlohn

    Adler siegen im Gipfeltreffen beim Tabellenzweiten

    Die Adler konnten am Sonntag auch bei Angstgegner Iserlohn jubeln. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Mannheimer Adler am Sonntagabend beim Tabellenzweiten, den Iserlohn Roosters, mit 3:2 (0:0/2:1/0:1/0:0/1:0) Toren nach Penalty-Schießen gewonnen. Damit haben die Kurpfälzer die Tabellenführung verteidigt. Es war ein absolute Top-Begegnung, die tolles Eishockey mit Dramatik bis zur wirklich allerletzten Sekunde bot. Dass Mannheim gewann, war ein wenig glücklich, aber letztlich verdient, da die Blau-Weiß-Roten insgesamt das reifere Team stellten. Die Partie war von Intensität, Härte und großer Leidenschaft geprägt und besaß schon Play-Off-Niveau. Während das erste Drittel ausgeglichen war, setzte Mannheim im zweiten Abschnitt die Akzente und Iserlohn dominierte das dritten Drittel. In der Verlängerung zeigte Mannheim wieder die stärkere Leistung. Im Penalty-Schießen war es Jamie Tardif, der für die Entscheidung zugunsten Mannheims sorgte.

    Auffällig, dass Mannheim mit 22 Minuten rund doppelt so viele Strafzeiten erhielt wie Iserlohn. Über diesen Sachverhalt lässt sich diskutieren. Es war sicher so, dass die Adler zu undiszipliniert agierten und zu viele Strafen kassierten. Hier müssen die Blau-Weiß-Roten an ihrem Verhalten arbeiten, denn in vielen Partien wandern die Kurpfälzer häufiger auf das Sünderbänkchen als der Gegner. Es gehört wohl aber auch zur Wahrheit, dass die Iserlohner - wieder mal - selbst bei relativ geringem Körperkontakt sofort umfielen, um Strafzeiten zu provozieren. Und dies wohl auch, weil sie wissen, dass Schiedsrichter im Hexenkessel von Iserlohn mit seinem fanatischen Publikum traditionell zugunsten der Sauerländer pfeifen.

    Am nächsten Freitag müssen die Adler bei den Eisbären in Berlin antreten. Ein weiteres Top-Spiel winkt am Sonntag in der SAP-Arena, wenn die Nürnberg Ice Tigers zu Gast sind.

     

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Es war ein spannendes und tolles Drittel. Iserlohn bereits nach 14 Sekunden mit einer großen Gelegenheit durch Luigi Caporusso, aber er konnte den Puck nicht im Mannheimer Gehäuse unterringen. In der Folge ginge es von einem Tor zum andern, wobei sich beide Teams bei fünf gegen fünf Feldspielern nahezu neutralisierten. Mannheim vielleicht etwas stärker. Richtig brenzlig wurde es für die Adler nur, wenn Iserlohn mit einem Mann mehr auf dem Eis war. Sehr stark hier jedoch die Unterzahl der Kurpfälzer. Somit ging es mit dem 0:0 in die Kabinen. Torschüsse: Mannheim 8 - Iserlohn 14

    2. Drittel

    Zu Beginn gab es für Mannheim zunächst zwei harte Minuten zu überstehen, denn Iserlohn konnte mit 5 gegen 3 Feldspielern agieren, da Jochen Hecht und Jamie Tardif auf der Strafbank saßen. Aber die Blau-Weiß-Roten stemmten sich aufopferungsvoll und erfolgreich gegen den Sauerländer Angriffswirbel. Nachdem beide Teams wieder komplett waren, setzte Mannheim mehr und mehr die Akzente und nahm die Zügel in die Hand. Die logische Konsequenz der Adler-Dominanz, der Treffer zum 1:0 in der 25. Minute durch Andrew Joudrey. Auch in die Folge stellten die Kurpfälzer das stärkere Team. Dies änderte sich nur, wenn Iserlohn in Überzahl agieren konnte. Und exakt in solch einem Powerplay schoss Brodie DuPont in der 33. Minute den 1:1 Ausgleich. Doch konnten die Adler bei eigner Überzahl postwendend zurückschlagen. Kai Hospelt markierte nur eine Minute später das 2:1 für die Cracks aus der Quadratestadt. Dies war auch der Pausenstand. Torschüsse: Mannheim 14 - Iserlohn 10

    3. Drittel

    Die Iserlohner kamen mit Dampf aus der Kabine und machten viel Druck. Mannheim jetzt in die Defensive gedrängt. Die Partie nun sehr hektisch und von vielen Nickligkeiten geprägt. Reihenweise wanderte jetzt die Adler auf die Strafbank, wobei manche der Schiedsrichterentscheidungen sehr fragwürdig war. In der 53. Minute nutzte Roosters-Stürmer Jason Jaspers eine Überzahlsituation zum 2:2 Ausgleich. Die Partie im Anschluss mit Chancen auf beiden Seiten. Schließlich endete die Partie nach 60 Minuten mit 2:2 unentschieden und es ging in die verlängerung. Torschüsse: Mannheim 9 - Iserlohn 15

    Verlängerung

    Beide Mannschaften hatten zunächst ihr Chancen, dann konnte Mannheim mit einem Mann mehr agieren, doch schafften es die Kurpfälzer nicht in deiser Darngphase, den Puck im Iserlohner Kasten unterzubringen. Torschüsse: Mannheim 5 - Iserlohn 2

    Somit kam es zum Penalty-Schießen. Hier hatte Mannheim das bessere Ende für sich, als Jamie Tardif eiskalt und trocken für Mannheim verwandelte, Iserlohn hingegen keinen einzigen Penalty verwandeln konnten.

     

    Statistik

    Iserlohn : Mannheim 2:3 (0:0/1:2/1:0/0:0/0:1) n. P.

    Tore:  0:1 (24:58) Joudrey (Fischer/Yip) - EQ; 1:1 (32:24) Dupont (York/Connolly) - PP1; 1:2 (33:56) Hospelt (MacMurchy/Akdag) - PP1; 2:2 (52:57) Jaspers (Periard/Capurosso) - PP1; 2:3 (65:00) Tardif - Penalty-Schießen
    
Schiedsrichter: Schukies / Schütz

    Strafen: Mannheim 22 Min - Iserlohn 12 Min
    Torschüsse: Mannheim 36 - Iserlohn 41
    
Zuschauer: 4.000

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Carle, Wagner, Richmond, Akdag, Bittner, Fischer, Riefers - Arendt, Joudrey, Yip, Buchwieser, Metropolit, Tardif, Kink, Hecht, MacMurchy, Hospelt, Rheault, Ullmann

    Iserlohn: Lange (Pickard) - Cote, Raymond, Button, Teubert, Periard, Lavallee, Orendorz - Capurosso, Jaspers, Macek, Friedrich, York, Petersen, Connolly, Bassen, Dupont, Sylvester, Blank
    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige das WormserAnzeige Tip Südhessen
    Anzeige AmtsblattAnzeige TicketshopAnzeige 3 Füller 1