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So., 01. November 2015, 21:53 Uhr
Die Mannheimer Eishockey-Cracks gewinnen am Sonntag mit 4: 2 Toren bei den Schwenningen Wild Wings und siegen damit zum siebten Mal in Folge
Adler springen an die Tabellenspitze
Die Adler hatten erneut Grund zum Jubeln. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten am Sonntagabend mit 4:2 (1:1/1:0/2:1) Toren im Baden-Württemberg-Derby gegen die Schwenningen Wild Wings. Dies war der siebte Sieg im siebten Spiel. Damit springen die Kurpfälzer in der Tabelle auf Rang 1 vor Berlin und Hamburg.
Das Match in Schwenningen war ein typisches Derby, das von viel Hektik, Härte und Emotionen geprägt war. Optisch hatte Schwenningen mehr vom Spiel und erarbeitet sich, gerade im letzten Drittel, eine Menge an Torchancen. Doch entscheiden beim Eishockey nun mal nicht Chancen, sondern es sind die Treffer, die zählen. Und hier erwies sich Mannheim als clever und kaltschnäuzig. Darüber hinaus erwischte Adler-Torsteher Dennis Endras einmal mehr einen genialen Tag und sicherte den Adlern mit einer Weltklasseleistung den Sieg.
Am kommenden Wochenende ist im Eishockey eine Länderspielpause. Das nächste Spiel der Adler ist am 13. November die Heimpartie gegen die Kölner Haie. Bis dahin hoffen die Kurpfälzer drauf, dass wenigstens einige der zurzeit sechs verletzten Akteure in den Kader zurück kommen
Zur Chronologie:
1.Drittel
Die Schwenninger machten zu Beginn viel Druck und gaben mächtig Gas. Doch mehr als ein Pfostentreffer durch Toni Ritter sprang dabei nicht heraus. Jubeln durften vielmehr die Adler, Kai Hospelt erzielte in der 6. Minute die 1:0 Führung für die Kurpfälzer. In der Folge war es ein Match auf Augenhöhe. Dann aber saßen zwei Mannheimer auf der Strafbank und Schwenningen konnte in doppelter Überzahl agieren. Yan Stastny nutzte das Powerplay in der 13. Minute zum 1:1 Ausgleich. Als beide Teams wieder komplett waren, hatte Adler-Stürmer Glen Metropole in der 15. Minute die erneute Mannheimer Führung auf dem Schläger, aber er schob dem Puck am leeren Schwenninger Gehäuse vorbei. So ging es mit dem 1:1 ging in die Pause.
2. Drittel
In der 23. Minute eine sehr, sehr harte Fünf-Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den straken Mannheimer Verteidiger Sinan Akdag. Dadurch Schwenningen zunächst mit einem Mann mehr auf dem Eis. Aber die Adler stemmten sich gegen den Sturmlauf der Wild Wings. Schließlich konnten die Schwarzwälder sogar eine Minute lang mit 5:3 Feldspielern agieren. Hier war es der zurzeit überragende Adler-Goalie Dennis Endras, der seinem Team das 1:1 festhielt. Insgesamt pfiffen die Schiedsrichtre in dieser Phase extrem kleinlich und zerstörten so den Spielfluss. In der 33. Minute war es dann Adler-Stürmer Brandon Yip, der zur 2:1 Führung traf. Jetzt drehten aber die Schwenninger auf und erarbeiteten sich mehrere Großchancen, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Mannheim „schwamm“ jetzt gehörig, doch schafften sie es, die knappe Führung in die Pause zu retten.
3.Drittel
Im letzten Abschnitt dominierte eindeutig Schwenningen. Die Schwarzwälder machten mächtig Dampf und Mannheim war nahezu komplett in die Defensive gedrängt. Phasenweise war es Match der Schwenninger Wild Wings gegen Adler-Torsteher Dennis Endras, der weltklasse hielt. In der 50. Minute ein Alleingang von Wings-Stürmer Damien Fleury, aber er schaffte es nicht, den Puck im Mannheimer Tor unterzubringen. Aber die Schwarzwälder drängten weiter. Doch gaben sie den Mannheimern damit auch Raum für Konter. In der 53. Minute nutzte Adler-Stürmer Jamie Tardif solch einen Freiraum und verwandelte zur 3:1 Führung. Die Partie wurde jetzt sehr hektisch und die Härte nahm deutlich zu. Die Mannheimer wurden hierbei von den Schiedsrichtern nicht unbedingt bevorzugt. So kam es, dass drei Minuten vor Spielende sechs Schwenninger Feldspieler drei Minuten gegen nur drei Feldspieler der Adler auf dem Eis standen. Doch gelang Schwenningen kein Tor und es ließ hierbei jegliche Cleverness und Kaltschnäuzigkeit vermissen. So kam es, wie es kommen musste, Adler-Stürmer Andrew Joudrey schoss in der 59. Minute zum 4:1 für die Mannheimer ein. Schwenningen verkürzte zwar 30 Sekunden vor dem Ende noch auf 2:4, doch war dies nur mehr Ergebniskosmetik.