Die Mannheimer Kufencracks schlagen am Freitagabend den ERC Ingolstadt mit 4: 3 Toren und gewinnen die Play-Off-Viertelfinalserie mit 4:1 Spielen
Adler stehen im Halbfinale
Garrett Festerling jubelt. Die Mannheimer Adler stehen im Play-Off-Halbfinale. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler siegten am Freitagabend im fünften Play-Off-Viertelfinalspiel hauchdünn mit 4:3 (2:0/2:2/0:1) Toren in Ingolstadt. Damit haben die Adler die Play-Off-Viertelfinalserie, die im Modus Best-of-seven ausgetragen wurde, mit 4:1 Siegen gewonnen und stehen im Halbfinale. Wer der Gegner ist, steht noch nicht fest, dies hängt davon ab, wie die Serie Köln gegen Nürnberg ausgeht, die am Sonntag ihre Fortsetzung findet.
Den Grundstein zum Mannheimer 4:3 Sieg am Freitag legten die Cracks im blau-weiß-roten Dress im ersten Drittel, als sie mit dem Zwischenstand von 2:0 Toren in die Pause gehen konnten. Die Panther haben das Drittel komplett verschlafen. Nach dem zweiten Abschnitt führten die Adler verdient mit 4:2 Toren. Dann machten sie es im dritten Drittel allerdings noch einmal spannend, weil sie zu defensiv und zu sehr auf Sicherheit spielten. Damit gaben sie den Panthern unnötig viel Raum. Als Ingolstadt dreieinhalb Minuten vor dem Ende auf 3:4 Tore herankam, brannte es lichterloh vor Adler-Torsteher Dennis Endras, aber es reichte letztlich. Zu erwähnen ist noch, dass die sogenannten Unparteiischen im letzten Drittel ihre Entscheidung eindeutig gegen Mannheim fällten. Auch davon profitierte Ingolstadt.
Schaut man auf die ganze Serie, muss man sagen, das Weiterkommen der Adler ist gerecht, denn wer vier Matches gewinnt, und dem Gegner nur einen Sieg lässt, zieht nicht glücklich, sondern verdient ins Halbfinale. Insgesamt zeigte Mannheim in der Serie mehr Spielwitz, mehr Laufbereitschaft, mehr Cleverness und mehr Teamspirit. In den entscheidenden Momenten war einfach Mannheim da, Ingolstadt nicht.
Chronologie
1. Drittel
Die Adler mit einem Traumstart. Nach knapp einer Minute erzielte Phil Hungerecker das 1:0 für Mannheim. In der 11. Minute gar das 2:0 für die Blau-Weiß-Roten. Der Torschütze hieß diesmal David Wolf. Nachdem Ingolstadt die ersten zehn Minuten total verschlafen hatte, waren sie in der Folge bemüht, den Anschlusstreffer zu markieren. Aber der Angriffsschwung verpuffte. Eine Minute vor Drittelnde die Adler in Überzahl. Die Badener mit gute Chancen, aber Panther-Goalie Timo Pielmeier war auf dem Posten und wehrte alle Schüsse ab. Fazit: Besser hätte es für Mannheim nicht laufen können. Die Panther hingen mit einem schwachen Beginn.
2. Drittel
Im zweiten Abschnitt der erwartet Ansturm der Oberbayern. Die Adler viel zu passiv. Ein Tor für Ingolstadt lag in der Luft. Ab der 27. Minute die Panther in Überzahl. Was abzusehen war, passierte, in der 28. Minute verkürzte Ingolstadt auf 1:2 Tore. Jetzt war das Match wieder offen. Aber nur eine Minute später traf Matthias Plachta und es stand 3:1 für Mannheim. In der Folge die Raubvögel wieder besser im Spiel. Die logische Konsequenz war das 4:1 für Mannheim durch Verteidiger Mark Stuart. Dann die Mannheimer jedoch zu leichtsinnig und Panther-Stürmer John Laliberte verkürzte auf 2:4 Tore. Das Match nun eine offener Schlagabtausch von einem Tor zum andren. In der 38. Minute traf der Mannheimer Chad Kolarik nur den Pfosten. Dann war das Drittel vorbei. Fazit: Ein ausgeglichenes Drittel mit einer verdienten Mannheimer Führung, denn Ingolstadt gelang es nicht, den Zwei-Tore-Vorsprung der Adler zu verkürzen.
3. Drittel
Im letzten Drittel war die Spannung greifbar. Beide Teams gingen hoch konzentriert und mit viel Einsatz zu Werke. Die Panther investierten jetzt sehr viel. Sie drängten mit Macht auf das Adler-Gehäuse. Dann waren noch zehn Minuten zu absolvieren. In der 50. Minute die ganz große Chance für Adler-Stürmer Luke Adam, aber er scheiterte knapp. Im Stadion war es nun überraschend ruhig. In der 55. Minute ein umstrittener Penalty für Ingolstadt. Aber Laurin Braun scheiterte am heute überragenden Mannheimer Torsteher Dennis Endras. Er war nun der Turm in der Adler-Abwehrschlacht. Dreieinhalb Minute dem Ende der 3:4 Anschlusstreffer für Ingolstadt. Jetzt war endgültig Feuer in der Partie. Zwei Minuten vor dem Ende muss auch noch der Mannheimer Marcus Kink auf die Strafbank. Ein grenzwertige Entscheidung. Anderthalb Minuten vor Spielende nahmen die Oberbayern ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers heraus. Dann noch 30 Sekunden und Gedränge vor dem Adler-Gehäuse. Bei drei Sekunden Spielzeit noch einmal Bully vor dem Mannheimer Tor. Ingolstadt kam noch einmal an die Scheibe, aber dann ist es aus! Sieg für Mannheim. Fazit: Es wurde noch einmal ganz, ganz eng, aber der Sieg der Adler verdient. Merkwürdig im letzten Drittel übrigens die Entscheidungen der Schiris, die eindeutig gegen Mannheim gingen.