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  • Do., 02. April 2015, 22:49 Uhr
    Im vierten Play-Off-Halbfinalspiel drehen die Adler erneut einen 0: 3 Rückstand in einen 5:3 Sieg gegen Wolfsburg und beenden die Halbfinalserie mit 4:0 Siegen

    Adler stehen in der Endspielserie

    Nach dem 5:3 Sieg in Wolfsburg stehen die Adler in der Endspielserie um die Deutsche Meisterschaft. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Es ist total verrückt und nicht zu fassen! Die Mannheimer Adler lagen im vierten Play-Off-Halbfinalspiel nach 40. Minuten erneut mit 0:3 Toren zurück und keiner gab mehr einen Pfifferling auf die Kurpfälzer. Dann passierte aber, was in der Serie schon zweimal passiert ist, die Mannheimer drehten wieder gewaltig auf und arbeiteten sich Tor auf Tor heran bis es nach 54 Minuten 3:3 unentschieden steht. Die Partie im Anschluss auf des Messers Schneide. Und als alle mit der Verlängerung rechneten, war es Kai Hospelt, der 32 Sekunden vor Spielende das 4:3 für Mannheim schoss. Als Wolfsburg seinen Torwart herausnahm, schob Andrew Joudrey den Puck zum 5:3 Endstand ein. Damit schafften die Adler den absoluten Wahnsinn, denn sie drehten nun dreimal gegen Wolfsburg einen 0:3 Tore-Rückstand in einen Sieg. Dies zeigt nicht nur den großen Charakter des Teams, sondern wird ganz sicher auch in die Eishockey-Geschichte eingehen.

    Nach dem 5:3 (0:0/0:3/5:3) Sieg in Wolfsburg stehen die Mannheimer Adler in der Play-Off-Endspielserie, die am 10. April in Mannheim beginnt und im Modus Best-of-seven ausgespielt wird.. Wer der Gegner sein wird steht noch nicht fest, entweder der amtierende Deutschen Meister Ingolstadt oder Düsseldorf, wobei die Oberbayern die Halbfinalserie mit 3:1 Siegen anführen.

    Zur Chronologie

    1. Drittel
    Die Wolfsburger hatten sich noch nicht aufgegeben und gaben zu Beginn des Abschnitts mächtig Gas. Mannheim hielt dagegen, doch die größeren Spielanteile hatten die Grizzlys. Aber je länger das Drittel dauerte, desto besser konnten sich die Adler in Szene und sich ihrerseits Chancen erarbeiten. Ab Mitte des Abschnitts war es eine Partie auf Augenhöhe. Schließlich ging es mit dem 0:0 in die Kabinen.

    2. Drittel

    Der zweite Abschnitt war lange ausgeglichen, wobei man den Eindruck hatte, die Grizzlys waren bissiger und engagierter als Mannheim. In der 31. Minute leisteten sich die Adler ein Abspielfehler im eignen Drittel und Matt Dzieduszycki verwandelte auf Zuspiel von Marco Rosa zum 1:0 für Wolfsburg. Nur zwei Minuten später traf Norman Milley in Überzahl zum 2:0 für die Niedersachsen. Die Grizzlys hatten nun deutlich Oberwasser, während die Mannheimer jetzt eine Strafzeit nach der andern kassierten und eigentlich nur mehr in Unterzahl agierten. Die logische Konsequenz war das 3:0 für die Grizzlys in der 39. Minute durch Sebastian Furchner. Mit der verdienten Wolfsburger Führung ging es in die Pause.

    3. Drittel

    Im letzten Drittel werden die Adler endlich wach. In der 45. Minute verkürzte Matthais Plachta bei doppelter Überzahl auf 1:3 Tore. Und wieder beginnt der Wahnsinn, denn in der 49. Minute brachte Jochen Hecht die Kurpfälzer auf 2:3 Tore heran. Jetzt war es war wieder ein Partie auf des Messers Schneide. Mannheim marschierte mit aller Vehemenz und Wolfsburg war in die Defensive gedrängt. In der 54. Minute war es dann soweit und die Kurtis Foster traf in Überzahl zum 3:3 Ausgleich. Jetzt herrschte Spannung pur. Beide Teams kämpften mit Haken und Ösen. Auch Wolfsburg jetzt durchaus noch mit Chancen. Dann waren noch 32 Sekunden zu spielen und alle rechneten schon mit der Verlängerung. Doch dann stand Kai Hospelt frei vor Wolfsburgs Goalie und hämmerte zur 4:3 Führung. Und als die Niedersachsen ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausnahmen, schoss Andrew Joudrey zum 5:3 Endstand ins leere Grizzly-Gehäuse.

    Wolfsburg : Mannheim 3:5 (0:0/3:0/0:5)

    Tore:  1:0 (30:32) Dzieduszycki (Rosa) - EQ; 2:0 (32:24) Milley (Dzieduszycki/Hambly) - PP1; 3:0 (38:13) Furchner (Milley/Bina) - PP1; 3:1 (44:48) Plachta (Metropolit/Mauer) - PP2; 3:2 (48:24) Hecht (Hospelt/Foster) - PP1; 3:3 (53:42) Foster (Yip/Hospelt) - EQ; 4:3 (59:28) Hospelt (Rheault) - EQ; 5:3 (59:44) Joudrey (Buchwieser) - EN;

    Schiedsrichter: Brüggemann / Piechaczek
    Strafen: Mannheim 18 Min - Wolfsburg 16 Min
    Torschüsse: Mannheim 41 - Wolfsburg 32
    
Zuschauer: 3.900

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Raymond, Foster, Reul, Goc, Richmond, Akdag, Wagner - Hecht, Ullmann, Mauer, Hospelt, Rheault, Plachta, Yip, Metropolit, Kink, Arendt, Buchweiser, Joudrey

    Wolfsburg: Brückmann (Vogl) - Krupp, Likens, Schaus, Hambly, Bina, Keller - Furchner, Dzieduszycki, Milley, Scofield, Stas, Rosa, Höhenleitner, Mulock, Aubin, Neuert, Polaczek
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