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  • Fr., 30. Januar 2015, 22:40 Uhr
    Die Iserlohn Roosters siegen gegen insgesamt zu saftlose Mannheimer Adler

    Adler unterliegen auswärts mit 3:6 Toren

     

    Adler-Stürmer Matthias Plachta schoss zwei der drei Mannheimer Tore. Foto: Gernot Kirch


     

    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler verlieren am Freitagabend mit 3:6 (1:2/2:3/0:1) Toren bei den Iserlohn Roosters. Insgesamt geht der Sieg der Roosters in Ordnung, denn die Mannheimer vermochten es nicht, nach gutem Start ihre Leistungsstärke über gesamte 60 Minuten abzurufen. Dennoch bleibt ein etwas fader Beigeschmack, denn wieder einmal pfiffen die Schiedsrichter in Iserlohn zugunsten der Roosters. So erhielt Mannheim 22 Strafminuten, Iserlohn hingegen nur 10 Minuten. Und diese Art der unausgewogenen Strafzeitenverteilung ist in Iserlohn leider keine Ausnahme. Vielleicht sollte die Verantwortlichen der DEL hierüber einmal nachdenken.
    Allerdings wäre es falsch die Niederlage der Adler einzig an den Strafzeiten festzumachen. Bei Mannheim ist zurzeit einfach der „Wurm drin“ und es läuft nicht rund. So führten die Kurpfälzer bis zur 36. Minute mit 3:2 Toren, um dann innerhalb von zwei Minuten drei Tore zur 5:3 Führung der Roosters zu kassieren. So etwas darf einem Spitzenteam nicht passieren bzw. wenn so etwas passiert, ist man keine Spitzenmannschaft.
    Zwar ist Mannheim noch mit sieben Punkten Vorsprung Tabellenführer vor Red Bull München, doch sollte die wacklige Formkurve der Mannheimer so weiter gehen wie in den letzten Wochen, rückt das Thema Meisterschaft in weite Ferne.

    1. Drittel
    Die Adler mit einem starken Beginn und die eindeutig dominierende Mannschaft. Iserlohn fand zunächst überhaupt nicht statt. Erst als die Roosters ab der vierten Minute mit einem Mann mehr agieren konnten, tauchten sie vor dem Mannheimer Gehäuse auf. Nachdem die Strafe abgelaufen war, dominierten wieder die Kurpfälzer. Völlig überraschend daher die 1:0 Führung für Iserlohn in der 8. Minute. Allerdings war dem Treffer ein Fehler von Adler-Verteidiger Bob Raymond vorausgegangen. Mannheim ließ sich von dem Rückstand aber nicht beeindrucken, sondern fightete zurück. In der 14. Minute war es dann Matthias Plachta, der einen Schuss von Verteidiger Christoph Fischer unhaltbar in die Maschen de Roosters-Gehäuses abfälschte. Als die inkonsequent pfeifenden Schiedsrichter wieder einen Adler hinausstellten, konnte Brent Raedeke in der 17. Minute auf 2:1 für die Sauerländer erhöhen. Dies war auch der Stand beim Gang in die Kabinen.
    2. Drittel

    Der zweite Abschnitt war zunächst ausgeglichen, dann stellten die schwach pfeifenden Schiris kurz hintereinander mit Marcus Kink und Ronny Arendt zwei Adler hinaus, sodass die Roosters sogar mit 5:3 Feldspieler agieren konnten, doch gelang den Iserlohner kein Treffer. Die Adler verteidigten hier ganz stark. Der verdiente Ausgleich zum 2:2 dann in der 30. Minute. Erneut war es Matthias Plachta, der für Mannheim traf. Martin Buchwieser konnte dann in der 34. Minute gar die 3:2 Führung für die Adler markieren. In der Folge machte Iserlohn aber viel Druck und Mannheim „schwamm“ in der Abwehr. Die logische Konsequenz der 3:3 Ausgleich durch Chris Connolly in der 36. Minute. Als Iserlohn erneut in Überzahl agieren konnte, gelang den Iserlohnern in der 37. Minute die 4:3 Führung. Und gleich darauf fiel das 5:3 durch Bruce Macek für die Sauerländer, wobei es umstritten war, ob es „hoher Stock“ war oder nicht. Mannheim hatte jetzt aber den Faden verloren und die Roosters diktierten das Geschehen auf dem Eis. Mit dem 5:3 ging es in die Pause.

    3. Drittel

    Im letzten Abschnitt passierte nicht mehr viel. Iserlohn verwaltete die Führung geschickt und Mannheim fand kein Mittel gegen jetzt beherzt und konzentriert spielende Sauerländer. Als Mannheim kurz vor Spielende alles auf eine Karte setzte und den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, gelang Mike York der Treffer ins leere Iserlohner Tor zum 6:3 Endstand.
    Iserlohn : Mannheim 6:3 (2:1/3:2/1:0)

    Tore:  1:0 (07:51) Friedrich – WQ; 1:1 (13:26) Plachta (Fischer/Akdag) - EQ; 2:1 (16:21) Raedeke (York/Wruck) - PP1; 2:2 (29:41) Plachta (Ullmann/Wagner) - EQ; 2:3 (33:12) Buchwieser (Fischer/Richmond) - EQ; 3:3 (35:28) Connolly (Dupont) - EQ; 4:3 (36:49) York (Dupont/Wruck) -PP1; 5:3 (37:27) Macek (Lavallee/Foster) - EQ; 6:3 (58:49)
    Strafen: Mannheim 22 Minuten – Iserlohn 10 Minuten
    Schiedsrichter: Haupt / Rohatsch
    Zuschauer: 4.062

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Akdag, Richmond, Foster, Goc, Raymond, Wagner, Fischer - Ullmann, Höfflin, Hecht, Tardif, Metropolit, Plachta, Rheault, Hospelt, Arendt, Buchwieser, Joudry, Kink

    Iserlohn: Lange (Dschunussow) - Button, Lavallee, DSullivan, Liwing, Orendorz, Teubert, Danielsmaier - Connolly, Bassen, Blank, Wruck, York, Petersen, Dupont, Foster, Friedrich, Raedeke, Macek, Sylvester
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