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  • Fr., 11. Dezember 2015, 23:05 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks musste sich am Freitagabend mit 2: 4 Toren bei den Straubing Tigers geschlagen geben

    Adler unterliegen erneut

    Adler-Stürmer Christoph Ullmann ist die Enttäuschung anzusehen. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Freitagabend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Straubing Tigers mit 2:4 (0:2/2:1/0:1) Toren verloren. Dies war die dritte Niederlage in Folge. In der Tabelle steht Mannheim zwar noch auf Rang 1, doch folgt Berlin auf Rang zwei mit nur einem Punkt Rückstand und Iserlohn auf Postion drei mit nur zwei Zählern Rückstand. Und beide Mannschaften haben zwei bzw. drei Partien weniger absolviert als Mannheim. Im Januar, wenn alle Teams gleich viele Matches hinter sich haben, wird sich die Tabelle glatt ziehen - was für Mannheim ein böses Erwachen geben könnte.

    Eigentlich wollten die Mannheimer am Freitag in Straubing eine Wiedergutmachung für die zwei Niederlagen des vergangenen Wochenendes leisten, doch kam es ganz anderes. Bereits nach drei Spielminuten lagen die Adler in Niederbayern mit 0:2 zurück. Und diese schnellen Tigers-Tore waren letztlich der Hauptgrund für die erneute Adler-Pleite. Zwar kämpfte sich Mannheim auf 1:2 und 2:3 Toren heran, doch reichte es nicht mehr zum Sieg. Wobei der Sieg der Tigers verdient war, denn sie kämpften beherzt und Mannheim zeigte nicht sein bestes Eishockey. Irgendwie läuft es bei den Cracks aus der Quadratestadt zurzeit nicht rund.

    Fragt man nach den Gründen für die Niederlage in Straubing, sind zwei zu nennen: Erstens waren es die vielen Abspielfehler und leichtfertigen Puckverluste, die Straubing immer wieder Torgelegenheiten eröffneten. Zum anderen haperte es bei Mannheim erneut bei Chancenverwertung. Zu viele gute Gelegenheiten wurden nicht genutzt.

    Am Sonntag empfangen die Adler um 14.30 Uhr die Wolfsburg Grizzlys, die gerade einen „Lauf" haben und beim 5:2 Erfolg am Freitag gegen Krefeld den sechsten Sieg in Folge feiern konnten. Die Fans können sich in der SAP-Arena auf einen heißen Tanz gefasst machen.

     
    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Ein denkbar schlechter Beginn für die Adler. Bereits nach 15 Sekunden zappelte der Puck im Netz des Mannheimer Tores. Der Straubinger Ryan Bayda hatte für Straubing getroffen. Und ehe die Adler richtig zur Besinnung kamen, legte Mirko Höfflin in der 3. Minute zum 2:0 für die Niederbayern nach. Nur langsam vermochten sich die Mannheimer sich zu stabilisieren. Ab Mitte des ersten Drittels dominierte dann Mannheim eindeutig das Geschehen auf dem Eis. Straubing zog sich nun fast komplett zurück, konzentrierte sich ganz auf die Verteidigung und lauerte auf Konter. Mannheim machte jetzt viel Druck, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Kurz vor Schluss des Drittels hatte Ryan MacMurchy drei tollen Gelegenheiten, aber er konnte den Puck nicht im Straubinger Kasten unterbringen. So ging es mit dem 2:0 für die Tigers in die Kabinen. Nicht mehr mit dabei auf Adlerseite, Stürmer Jamie Tardif, der sich eine Verletzung zugezogen hatte. Fazit: Mannheim hat den Start komplett verschlafen und wurde von Straubing kalt erwischt. Torschüsse: Mannheim 10 - Straubing 8

    2. Drittel

    Die Adler gaben vom ersten Bully an mächtig Gas. Der verdiente Lohn der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Brandon Yip in der 16. Minute in Überzahl. Die Partie nahm nun von beiden Seiten an Fahrt auf. Beide Teams jetzt mit zahlreichen guten Chancen. Ab Mitte des Drittels riss der Faden bei den Adlern ein wenig und die Tigers machten mächtig Dampf. In der 36. Minute war es dann Austin Madaisky der zum verdienten 3:1 für Straubing traf. Doch gelang es den Kurpfälzern postwendend zurückzuschlagen. Brent Raedeke verkürzte in der 18. Minute auf 2:3 Tore. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Fazit: Ein tolles Drittel mit Chancen auf bedien Seiten. Mannheim kämpfte sich ins Spiel zurück. Torschüsse: Mannheim 9 - Straubing 9

    3. Drittel

    Im dritten Abschnitt gaben die Adler noch einmal Gas. Allerdings waren sie zu wenig zwingend und zu unkonzentriert. dennoch nahm der Druck stetig zu. Glen Metropolit, Ryan MacMurhcy und der heute sehr starke Brent Raedeke hatten gute Gelegenheiten, aber alle verpassten. Und langsam lief den Blau-Weiß-Roten die Zeit davon. In der 53. Minute dann eine Rauferei zwischen dem Mannheimer Martin Buchwieser und dem Straubinger Alexander Dotzler. Kurz darauf gerieten sich Adler-Stürmer Glen Metropolit und der Straubinger Rene Röthke in die Haare. In beiden Faustkämpfen behielten die Mannheimer die Oberhand.

    Die Kurpfälzer im Anschluss um den Ausgleich bemüht. Doch mitten in diese Bemühungen hinein die kalte Dusche für die Adler, denn der Straubinger Michael Connolly erzielte in der 57. Minute die 4:2 Führung für die Tigers. Dies war die Entscheidung. Fazit: Mannheim drängte auf den Ausgleich, doch letztlich mit zu wenig Effizienz und zu vielen Scheibenverlusten. Das 4:2 brach Mannheim endgültig das Genick. Torschüsse: Mannheim 7 - Straubing 16

     

    Statistik

    Straubing : Mannheim 4:2 (2:0/1:2/1:0)

    Tore:  1:0 (00:15) Bayda (Connolly) - EQ; 2:0 (02:47) Höfflin - EQ; 2:1 (25:11) Yip (MacMurchy) - PP1; 3:1 (35:41) Madaisky (Connollly/Bayda) - PP1; 3:2 (37:18) Raedeke (Wagner/Ullmann) - EQ; 4:2 (56:02) Connolly (Hedden) - EQ

    
Schiedsrichter: Iwert / Piechaczek

    
Strafen: Mannheim 16 Min + jeweils 10 Min Buchwieser + Metropolit - Starubing 12 Min + jeweils 10 Min Röthke + Dotzler

    Torschüsse: Mannheim 26 - Straubing 33

    
Zuschauer: 4.100

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Richmond, Wagner, Akdag, Bittner, Fischer, Goc, Riefers - Kink, Raedeke, Yip, Metropolit, Tardif, Rheault, Arendt, Hecht, Buchwieser, MacMurchy, Hospelt, Ullmann

    Straubing: Climie (Stralmaier) - Dotzler, Edwards, Osterloh, Yeo, Madaisky, Urban, Ondruschka, Jobke - Hedden, Connolly, Bayda, Schönberger, Brandl, Röthke, James, Zalewksi, O’Connor, Höfflin, Hinterstocker
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