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  • Fr., 28. Februar 2014, 22:56 Uhr
    In einer ausgeglichenen Partei mussten sich Mannheim erst im „Shoot-Out” mit 3: 4 Toren gegen Nürnberg geschlagen geben / Weiter auf Rang sechs

    Adler unterliegen erst im Penalty-Schießen

    Jochen Hecht überzeugt in Nürnberg. Er schoss ein Tor und bereitete einen Treffer vor. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Freitagabend bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:4 (0:1/2:1/1:1/0:0/0:1) Toren nach Verlängerung verloren. Nach dem die Mannheimer das erste Drittel komplett verschlafen hatten, lagen sie verdient mit 0:1 Toren zurück. Ab dem zweiten Abschnitt steigerten sich die Adler gewaltig und so stand es nach regulären 60 Minuten verdient 3:3 unentschieden. Was bedeutet, jedes Team bekam einen Punkt. Da die Verlängerung kein Tor brachte, musste das Penalty-Schießen entscheiden. Hier hatten die Ice Tigers mehr Glück und gewannen am Ende mit 4:3 Toren und sicherten sich den Zusatzpunkt.

    So richtig unglücklich waren die Adler mit dem Ergebnis aber nicht, denn immerhin ergatterten sie einen Zähler und wahrten dadurch drei Punkte Vorsprung auf Rang sieben. Um diese, zumindest kleine Freude verstehen zu können, muss man erwähnen, dass zurzeit im Eishockey mehr mit dem Rechenschieber als mit Schläger und Puck gearbeitet wird. Der Grund ist ganz einfach, es geht um den Einzug in die Play-Offs. Und es sind nur noch zwei Spieltage zu absolvieren. Wichtig für alle Mannschaften ist es, unter die ersten sechs der Tabelle zu gelangen, denn diese Ränge berechtigen zur direkten Teilnahme an den Play-Offs. Die Mannschaften auf den Plätzen sieben, acht, neun und zehn müssen hingegen in den so genannten Pre-Play-Offs die letzten zwei Teilnehmer des Achter-Feldes für die Play-Offs ausspielen. Und die Mannheimer, genauso wie die Nürnberger, standen vor dem Freitagspieltag  punktgleich auf Rang fünf (Nürnberg) und auf Range sechs (Mannheim). Dicht dahinter, auf jenem undankbaren siebten Platz, die Münchner mit vier Punkten Rückstand. Da München am Freitag zeitgleich in Berlin ebenfalls im Pennalty-Schießen mit 2:3 Toren verloren hat, bleiben Adler wie Ice Tigers in den Top-Six. Nürnberg hat auf Rang fünf jetzt fünf Punkte Vorsprung auf München und Mannheim immerhin noch vier Punkte.

     

    Zur Chronologie:

    1.Drittel

    Der erste Abschnitt war quasi ein Spiel auf ein Tor, nämlich jenes der Mannheimer Adler. So bitter es klingen mag, aber die Adler fanden in der Offensive so gut wie nicht statt. Vom ersten Bully an diktierten die Franken das Geschehen auf dem Eis und machten viel Druck. Nur einem hervorragend haltendem Torsteher Felix Brückmann sowie einer sattelfesten Abwehr war es zu verdanken, dass Mannheim „nur” mit 1:0 in Rückstand lag. Der Treffer für die Ice Tigers fiel in der 7. Minute durch den schussgewaltigen Offensivverteidiger Jame Pollock. Mit dem für die Adler schmeichelhaft 0:1 Rückstand ging e sin die Kabinen.

    2. Drittel

    Der zweite Drittel hatte kam begonnen, da hatte Frank Mauer die große Chance für Mannheim, aber er schoss aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei. Im Gegenzug wurde Tiger-Stürmer Jochen Reimer gelegt. Dafür bekam der Nürnberger einen Penalty zugesprochen, doch hielt Adler-Goalie Felix Brückmann den Schuss von Jochen Reimer. Insgesamt war es jetzt ein ausgeglichenes Match mit Chance auf beiden Seiten. Mannheim im Vergleich zum ersten Abschnitt nicht wiederzuerkennen. Die Adler jetzt viel stärker. Der verdiente Lohn war der Ausgleich zum 1:1 in der 33. Minute durch Adler-Verteidiger Niki Goc. Doch währte die Freude nicht lange, denn bereits in der 34. Minute traf der Deutsch-Türke Yasim Ehliz zur Nürnberger 2:1 Führung. Doch ging es Schlag auf Schlag weiter, denn in der 36.  Minute markierte der Mannheimer Jochen Hecht den 2:2 Ausgleich. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

    3.Drittel

    Die Ice Tigers mit dem besseren Beginn in den letzten Abschnitt. Nach nur anderthalb Minuten erzielte Nürnbergs Top-Star Patrick Reimer die 3:2 Führung. Aber die Adler kämpften sich zurück und Jon Rheault markierte in der 52. Minute den 3:3 Ausgleich. Das Match stand nun aus des Messers Schneide, wobei beide Teams mehr bemüht waren, den einen Punkt festzuhalten, als mit aller Macht auf den Siegtreffer zu drängen und damit das Risiko einen Konter einzufangen. Somit blieb es nach regulären 60 Minuten beim 3:3 Remis und es ging in die Verlängerung.

    Verlängerung

    In der fünftminütigen Overtime wollte keinem Team ein Tor gelingen. Was bedeutete, das Penalty-Schießen musste die Entscheidung bringen. Für Nürnberg vergaben zunächst Steven Reinprecht, Patrick Reimer und Frederik Eriksson. Auch die drei Mannheimer Schützen Kai Hospelt, Jochen Hecht und Martin Buchwieser hatten kein Glück. Als vierter Schütze trat für Mannheim Eric Schneider an, doch vergab er. Auf der anderen Seite machte es der Nürnberger Yasim Ehliz besser, er versenkte den Puck zum 4:3 Siegtreffer für die Ice Tigers.

    Ausblick

    Die Mannheimer Adler müssen am Sonntagnachmittag um 14.30 Uhr gegen den ERC Ingolstadt antreten. Danach steht am 4. März das Nachholspiel in der SAP-Arena gegen die Eisbären an, bevor es zum letzten Match der Saison zum Derby in den Schwarzwald geht. Gegner sind dort die Schwenningen Wild Wings, die allerdings schon aus dem Play-Off-Rennen rausgeflogen sind. Dennoch wird es ein schwerer Gang für die Blau-Weiß-Roten, denn schließlich ist Derby-Time und der ”Kleine” aus dem Schwarzwald, möchte den „Großen”, die Mannheimer Adler, ärgern.

     

    Statistik

    Nürnberg : Mannheim 4:3 (1:0/1:2/1:1/0:0/1:0) n.P.

    Tore:  1:0 (06:36) Pollock - EQ; 1:1 (32:27) Goc (Hecht) - EQ; 2:1 (33:59) Ehliz (Reinprecht/Eriksson) - EQ; 2:2 (35:07) Hecht - EQ; 3:2 (41:29) Reimer (Ehliz/Eriksson) - EQ; 3:3 (51:28) Rheault (Arendt/Reul) - EQ; 4:3 Ehliz - Penalty-Schießen

    Strafen: Mannheim 10 Min - Nürnberg 2 Min

    Torschüsse: Mannheim 18 - Nürnberg 25

    Schiedsrichter: Aumüller / Jablukov

    Zuschauer: 6.500

     

    Aufstellungen:

    Mannheim: Brückmann (Endras) – Fischer, Wagner, Vernace, Reul, Kettemer, Goc, Bittner – Schneider, Hospelt, Hecht, Buchwieser, Kink, Plachta, Mauer, Gamache, Magowan, Rheault, El-Sayed, Arendt

    Nürnberg: Jenike (Goll) - Festerling, Pollock, Caldwell, Nowak, Eriksson, Printz, Schüle - James, Jaspers, Pföderl, Ehliz, Reinprecht, Reimer, Hussey, Regier, Kaufmann, Rupprich, Buzas, Elsner

     

     

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