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  • Mi., 30. Dezember 2015, 00:16 Uhr
    Die Mannheimer Kufencracks scheiden nach einer 1: 3 Niederlage gegen Automobilist Jekakterinburg beim Spengler Cup aus

    Adler unterliegen gegen bärenstarke Russen

    Brent Raedeke erzielte das Tor der Mannheimer Adler. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Im Semi-Halbfinale des Spengler Cups im schweizerischen Davos unterlagen die Mannheimer Adler am Dienstag dem russischen Club Automobilist Jekatrinburg mit 1:3 (0:3/0:0/1:0) Toren. Damit ist für die Kurpfälzer das Turnier beendet. Das Fazit für die Blau-Weiß-Roten lautet, drei Matches absolviert, davon zwei verloren und eines gewonnen. Keine berauschende Bilanz, aber auch keine, für die man sich schämen müsste. Denn ob man solch ein Einladungsturnier nun für sinnvoll hält oder nicht, es nehmen nur Top-Clubs daran teil. Dies zeigte sich auch in der Partie am späten Dienstagabend zwischen Mannheim und Automobilist Jekatrinburg.

    Die Russen waren von Beginn an hochkonzentriert und gaben mächtig Gas. Die Adler gerieten gehörig ins Schwimmen. Die Tore für die Russen fielen dann wie reife Früchte und am Ende des ersten Abschnitts hieß es 3:0 für den Automobilist. Damit war das Match entschieden. In den verbleibenden beiden Dritteln steckten die Adler keineswegs auf, sondern sie kämpften und bemühten sich heranzukommen, doch die Russen waren einfach eine Klasse besser und brachten die Partie geschickt über die Zeit. Verdient der Anschlusstreffer für die Nordbadener zehn Minuten vor Spielende, aber mehr war nicht drin. Die Mannheimer können erhobenen Hauptes das Turnier verlassen und sich wieder auf die DEL konzentrieren. Dort müssen die Nordbadener am 3. Januar in Krefeld antreten.

    Die große Frage ist, was bedeuten die Ergebnisse des Spengler Cups jetzt für die kriselnden Adler, die in der DEL achtmal in Folge verloren hatten? Eine Antwort ist schwer, denn die Bewertung hinsichtlich des Spengler Cups fällt weder positiv noch negativ aus, sondern liegt irgendwie in der Mitte. Und damit ist man eigentlich genauso schlau wie vorher. Hätten die Adler in Davos dreimal eine Klatsche bekommen, hätten man sagen könne, jetzt hilft nichts mehr, der Trainer muss weg. Hätten die Adler hingegen dreimal gewonnen, hätten man sagen können, die Wende ist geschafft, jetzt geht es wieder aufwärts. Aber so, mit zwei Niederlagen und einem Sieg, ist der Beobachter am Rätseln, wo die Nordbadener stehen. Die Antwort muss nun in der DEL geben werden.

    Wobei die Mannheimer beim Spengler Cup eine kämpferisch durchaus ansteigende Formkurve zeigten. So fiel das Team beim ersten Match, als es eine 3:6 Pleite gegen Lugano gab, noch restlos auseinander. Bei 5:3 Sieg gegen Helsinki zeigte die Mannschaft ein tolle Moral, als sie einen 0:2 Rückstand aufholte und schließlich noch siegte. Und Jekaterinburg war einfach ein Nummer zu groß. Aber der Charakter gegen die Russen stimmt, die Adler gaben niemals auf, auch nicht im letzten Drittel als schon alles verloren schien. Somit war der Spengler Cup vielleicht doch so etwas wie der Silberstreifen am Horizont. Am 3. Januar in Krefeld werden wir mehr wissen.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Die Russen von Beginn an das dominierende Team. Die Adler hatten es schwer, überhaupt aus dem eigenen Drittel herauszukommen. Die logische Konsequenz war das 1:0 für Jekaterinburg durch Tommi Kivisto in der 8. Minute. Adler-Torsteher Dennis Endras sah dabei nicht unbedingt gut aus. Mannheim konnte sich nun zwar etwas besser in Szene setzen, dennoch waren es wieder die Russen die trafen. In der 11. Minute schoss Alexander Torchenyuk die 2:0 Führung. Und die Cracks aus Jekaterinburg agierten weiter im Vorwärtsgang. Das 3:0 fiel in der 17. Minute im Powerplay, als sie einen Mann mehr auf dem Eis hatten. Der Torschütze war Sergej Yemlin. Dies war auch der Stand beim Gang in die Kabinen. Fazit: Das Match ist eigentlich schon entschieden. Die Russen waren einfach eine Nummer zu groß für Mannheim.

    2. Drittel

    Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie. Die Russen wollten scheinbar nicht mehr mit dem Tempo und der Intensität de ersten Drittels agieren, und Mannheim hatte schlicht weg nicht die Durchschlagskraft, um Jekaterinburg in Bedrängnis zu bringen. Die Kurpfälzer durchaus aktiv, aber es reichte eben nicht, um die Osteuropäer ernsthaft in Gefahr zu bringen. Somit plätscherte die Begegnung vor sich hin. Fazit: Mannheim bemüht, doch dies reichte nicht gegen souveräne Russen. Insgesamt langweilig, da Jekaterinburg zu deutlich führte.

    3. Drittel

    Auch im letzten Abschnitt waren die Adler willig und steckten nicht auf. Dies verdient Anerkennung. Doch spielten die Russen clever, ruhig und ließen nur wenig anbrennen. In der 51. Minute wurde die Anstrengungen der Adler dann aber doch belohnt und Brent Raedeke traf zum 1:3 Anschlusstreffer. Mannheim steigerte sich jetzt noch einmal und machte Druck. Die Kurpfälzer jetzt das tonangebende Team. Aber Jekaterinburg stand geschickt und stabil in der Abwehr. Somit blieb es beim 3:1 für Automobilist. Fazit: Die Adler zeigten noch einmal Moral und kämpften, aber die Russen brachten die Partie clever über die Zeit.

    Statistik

    Jekaterinenburg : Mannheim 3:1 (3:0/0:0/0:1)

    Tore:  1:0 (07:28) Kivisto; 2:0 (10:43) Torchenyuka; 3:0 (16:44) Yemelin; 3:1 (50:32) Raedeke

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Carle, Goc, Emminger, Wagner, Bittner, Fischer, Riefers - Kink, Joudrey, Buchwieser, Rheault, Metropolit, Raeadeke, Arendt, Hospelt, Ullmann, MacMurchy, Wilson, Hecht

    Jekatrinburg: Kovar, Ustinsky - Timaschov, Turbin, Kivisto, Tryamkin - Mikhnov, Golyshev, Koukal, Yemelin, Knyazev, Elo, Velichkin, Alexeyev, Popov, Mityakin, Polozov
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