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  • So., 12. April 2015, 17:51 Uhr
    Im zweiten Play-Off-Finalspiel verlieren die Mannheimer Kufencracks mit 2: 5 Toren in Oberbayern / Best-of-seven Serie steht 1:1 unentschieden

    Adler unterliegen in Ingolstadt

    Am Sonntag gab es lange Gesichter auf der Bank der Adler. Foto: Gernot Kirch


    Von Gernot Kirch Die Mannheimer Adler haben am Sonntagnachmittag deutlich mit 2:5 (0:0/0:1/2:4) Toren beim ERC Ingolstadt verloren. Damit steht die Play-Off-Finalserie 1:1 unentschieden. Am Dienstag kehrt die Best-of-seven Serie nach Mannheim zurück. Das Match wird am Dienstag ab 19:10 Uhr live auf Servus TV übertragen.

    Der Sieg der Ingolstädter Panther am Sonntagnachmittag war verdient. Über 60 Minuten gesehen konnten die Mannheimer nicht überzeugen. Was sich am Freitagabend in der SAP-Arena schon andeutete, setzte sich am Sonntag in Ingolstadt fort, die Adler können in der Finalserie nicht an die starken Leistungen im Viertel- und Halbfinale anknüpfen. Die Mannheimer wirkten gehemmt, nervös und es fehlten über weite Strecken der bedingungslose Kampf und die Leidenschaft. Ingolstadt war am Sonntag spritziger, engagierter und kaltschnäuziger. So war das 0:0 nach dem ersten Drittel für Mannheim schmeichelhaft, denn die Panther dominierten diese 20 Minuten eindeutig. Als Ingolstadt kurz nach Wiederanpfiff im zweiten Drittel mit 1:0 in Führung ging, erwachten die Adler endlich und legten eine deutliche Schippe drauf. Es mangelte den Kurpfälzern aber an Effizienz, um die Chancen auch in Tore umzumünzen. Ganz schwach am Sonntag auch wieder das Überzahlspiel der Mannheimer. Im dritten Abschnitt das gleiche Bild wie im zweiten Abschnitt, Mannheim war zwar optisch überlegen, aber ohne Effizienz beim Abschluss. Ingolstadt hier besser und konsequenter. Und die Effizienz der Panther beim Abschluss war der Grund für den verdienten 5:2 Sieg der Ingolstädter. Bei den Kurpfälzern vermisste man auch die Laufbereitschaft, die klare Line im Spiel und das ganz große Kämpferherz. Hier kam für ein Finalspiel zu wenig.

    Zur Chronologie

    1. Drittel

    Die Ingolstädter erwischten den besseren Start und legten los wie die Feuerwehr. Von Beginn an wirkten sie frischer und laufstärker als die Adler. Die Mannheimer fanden nicht in die Partie und waren stets den berühmten Schritt langsamer. Ein deutliches Ausrufezeichen war in der 6. Minute ein Pfostentreffer des Ingolstädters Dustin Friesen. In der 8. Minute dann der Schock für Mannheim als der Ingolstädter Patrick Hager in Unterzahl den Puck ins Adler-Gehäuse schoss. Der Treffer fand aber keine Anerkennung, da die Schiedsrichter vorher abgepfiffen hatten. In der Folge war die Partie etwas weniger intensiv, wobei die Panther das eindeutig dominierende Team blieben. Adler-Stürmer Jon Rheault in der 19. Minute noch mit einer großen Gelegenheit, aber der Puck ging nicht rein. Fazit: Ingolstadt das eindeutig bessere Team, die Adler im Glück, dass es immer noch 0:0 stand. Torschüsse: Ingolstadt 12 - Mannheim 8

    2. Drittel

    Im zweiten Abschnitt waren gerade einmal 25 Sekunden gespielt, da erzielte Brandon Buck die 1:0 Führung für Ingolstadt. Kurioserweise erwachten die Adler nach dem Rückstand. In der 25. Minute dann eine riesige Chance für Adler-Verteidiger Sinan Akdag, aber der Puck ging nicht rein. Ab der 29. Minute konnten die Mannheimer in Überzahl agieren, für wenige Sequenzen gar mit 5:3 Feldspieler, aber es gelang ihnen kein Treffer. Mannheim jetzt insgesamt das stärkere Team mit mehr Torgelegenheiten. Jon Rheault (35. Minute), Jochen Hecht (37. Minute), Sinan Akdag (39. Minute) und zweimal Ronny Arendt (40. Minute) besaßen große Chancen, doch die kleine Hartgummischeibe wollte nicht ins Panther-Gehäuse gehen. Schließlich ging es mit dem 1:0 in die Kabinen. Fazit: Nach dem Gegentor dominierten die Adler eindeutig Partie, doch die Panther führten. Torschüsse: Ingolstadt 5 - Mannheim 15

    3. Drittel

    Im letzten Drittel dominierten die Adler weiterhin. In der 42. Minute traf Adler-Stürmer Andrew Joudrey aber nur den Pfosten. Mitten in die Mannheimer Drangphase hinein, dann in der 46. Minute ein Konter des ERC Ingolstadt, den Brandon Buck erfolgreich zum 2:0 abschloss. Knapp eine Minute später dann der 1:2 Anschlusstreffer durch Ronny Arendt nach Zuspiel von Christoph Ullmann. Die Adler nun weiter im Vorwärtsgang, doch in der 49. Minute gelang Jared Ross bei einem erneuten Konter das 3:1 für die Oberbayern. Der Vorentscheidung dann das 4:1 durch John Laliberte in der 51. Minute. In Unterzahl konnte Mannheim in der 55. Minute auf 2:4 verkürzen. Der Torschütze war Verteidiger Robert Raymond. Als Mannheim dann alles auf eine Karte setzte und den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, schoss Petr Taticek in der 60. Minute zum 5:2 Endstand ein. Fazit: Mannheim dominierte zwar das Drittel, Ingolstadt war aber kaltschnäuziger und schoss die entscheidenden Tore. Torschüsse: Ingolstadt 6 - Mannheim 7

    Ingolstadt : Mannheim 5:2 (0:0/1:0/4:2)

    Tore:  1:0 (20:25) Buck (Taticek/Pielmeier) - PP1; 2:0 (45:35) Buck (Taticek/Greilinger) - EQ; 2:1 (46:34) Arendt (Ullmann) - EQ; 3:1 (48:29) Ross (Brooks) - EQ; 4:1 (50:55) Hahn (Brooks/Laliberte) - EQ; 4:2 (54:44) Raymond (Rheault/Hospelt) - SH1; 5:2 (59:40) Taticek (Greilinger/Hahn) - EN;

    Schiedsrichter: Piechaczek / Schukies
    Strafen: Mannheim 20 Min - Ingolstadt 18 Min
    Torschüsse: Mannheim 30 - Ingolstadt 23
    
Zuschauer: 4.800

    Aufstellungen:

    Mannheim: Endras (Ziffzer) – Foster, Richmond, Reul, Goc, Akdag, Wagner, Raymond - Hecht, Ullmann, Mauer, Hospelt, Rheault, Plachta, Tardif, Metropolit, Kink, Arendt, Buchweiser, Joudrey

    Ingolstadt: Pielmeier (Eisenhut) - Schopper, Friesen, Köppchen, Picard, Periard, Kohl, Brocklehurst - Taticek, Buck, Greilinger, Lalliberte, Hahn, Szwez, Hager, Ross, Brooks, Gawlik, Boucher, Davidek
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